Medikamentenmangel in Venezuela: 12 Tote an Uniklinik in Caracas

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Unglaubliche Zustände im "Sozialismus des 21. Jahrhunderts" (Foto: Archiv)
Datum: 13. Januar 2015
Uhrzeit: 14:07 Uhr
Leserecho: 3 Kommentare
Autor: Redaktion
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Bereits seit März 2013 beklagt der Ärztestand in Venezuela den Arzneimittel-Mangel vor allem in den Kliniken des südamerikanischen Landes. Knapp zwei Jahre nach dem Tod von Ex-Präsident Hugo Chavez steht der Staat an der Karibikküste vor dem wirtschaftlichen Kollaps. Der Ölpreis fällt, die Wirtschaft schrumpft – und die Preise im steigen immer höher.

“Wir wissen nicht mehr, was wir den Patienten sagen sollen. Es gibt keine Medikamente für Blutzucker, Diabetes, zentrales Nervensystem, Herz-Kreislauf-Probleme. Dutzende von Patienten können aus Mangel an chirurgischer Versorgung und medizinischem Geräte bereits nicht mehr operiert werden”, klagte Freddy Ceballos, Präsident des Apothekerverbandes “Federación Farmacéutica de Venezuela”, vor rund sechs Monaten.

José Manuel Olivares, Onkologe an der Universitätsklinik von Caracas, bezeichnete die aktuelle Situation am Montag (12.) als sehr angespannt. „Sie (Regierung) drohen uns, wenn wir die Wahrheit sagen“, so Olivares. Im Gespräch mit Journalisten gab er bekannt, dass in der Uni-Klinik aus Mangel an Medikamenten wie Antibiotika und verschiedenen anderen Materialien eine Herz-Kreislauf-Chirurgie nicht zu realisieren ist. Dies führte nach seinen Worten bisher zum Tod von zwölf Patienten.

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  1. 1
    Martin Bauer

    Das war einer der Gründe, warum wir uns bereits im November nach Deutschland vorläufig nach Deutschland umgetopft haben. Am Tag nach der Ankunft habe ich erst mal rund 800€ in die Apotheke getragen. In Venezuela hätte das Gleiche vielleicht 30€ gekostet, wenn es denn verfügbar gewesen wäre.

    Nicht viel anders ist die Situation in Kuba. Die „ach-so-tolle“ medizinische Versorgung ist Parteibonzen, Touristen und ausländischen rotenlackierten „Besuchern“ vorbehalten. Die Bevölkerung dagegen bettelt Ausländer um Medikamente an.

    • 1.1
      Herbert Merkelbach

      Ist doch alles klar. Wo ist der Unterschied zu den untergegangenen Arbeiter- und Bauernparadiesen im vorigen Jahrtausend und insbesondere im Falle der in deutscher Sprache lebenden Menschen in der ehemaligen Sowjetischen Besatzungszone Deutschlands. Nur die Bonzen und hohen Parteifunktionäre hatten Zugang zu allem.
      Sollte sich der Sozialismus des 21. Jahrhunderts etwa davon unterscheiden?

  2. 2
    paulo

    EINE BEKANNTE VON MIR HATTE NEULICH PER KAISERSCHNITT ENTBUNDEN.
    AUS DER NARKOSE ERWACHT KLAGTE SIE ÜBER SCHMERZEN, WAS JA EIGENTLICH NORMAL SEIN MÜSSTE. DIE ANTWORT DER DIENSTHABENDEN SCHWESTER WAR;
    ICH WÜRDE IHNEN GERNE WAS GEBEN, ABER LEIDER HABEN WIR NICHTS IM HAUSE.
    SIE ERZÄHLTE ES UNS AM NÄCHSTEN TAG, WORAUF WIR SIE SOFORT NACH HAUSE BRACHTEN. DANACH GING DIE SUCHEREI NACH SCHMERZMITTELN LOS. NACH 7 PHARMACIEN WURDEN WIR ENDLICH FÜNDIG UND KÄUFIG.

    VIVA LA REVOLUCION …………………

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