Politischer Gefangener Leopoldo López: 30 Millionen Menschen sind Gefangene in Venezuela

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Leopoldo López ist seit dem 18. Februar 2014 politischer Gefangener des venezolanischen Regimes (Foto: Leopoldo)
Datum: 19. Februar 2015
Uhrzeit: 10:56 Uhr
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Autor: Redaktion
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Zum Jahrestag der Festnahme des venezolanischen Oppositionspolitikers Leopoldo López haben dessen Anhänger eine sofortige Freilassung des Politikers sowie aller politischen Häftlinge im südamerikanischen Land gefordert. Die in Weiß gekleideten friedlich Demonstrierenden forderten ebenfalls einen Rücktritt von Präsident Maduro und dessen Regierung. In einem Telefongespräch mit dem US-Fernsehsender CNN (Spanisch) teilte López mit, dass er nicht alleine ein Gefangener des venezolanischen Regimes sei.

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„Nicht nur ich bin ein Gefangener, sondern 30 Millionen Venezolaner auch. Wir sind Gefangene in Warteschlangen und können uns aus Angst vor Mord und Totschlag bei Tag oder Nacht nicht frei bewegen“, so López. Nach seiner Meinung wollen heute mehr als 85% aller Venezolaner eine Veränderung im Land. „“Es gibt militärische oder konstitutionelle Staatsstreiche – für uns Venezolaner gibt es nur eine Veränderung durch Abstimmung an den Urnen“. Das Interview mit López wurde bereits am 8. Februar aufgezeichnet. Der 43-jährige wies darauf hin, dass er im Militärgefängnis „Ramo Verde“ die Möglichkeit habe, Anrufe von einer Telefonzelle zu tätigen. „Eine Unterhaltung mit den Medien wird allerdings sehr wahrscheinlich Strafe und die Unterbringung in einer Einzelzelle nach sich ziehen“.

Leopoldo López Mendoza führte im vergangenen Jahr die Proteste gegen das Regime von Präsident Nicolás Maduro an. Am 18. Februar wurde er wegen Brandstiftung, Terrorismus und Mord festgenommen und ist seidem im Militärgefängnis “Ramo Verde” inhaftiert. Amnesty International, Human Rights Watch, andere internationale Menschenrechtsgruppen sowie führende Politiker weltweit, verurteilen seine Inhaftierung als politisch motiviert. Anlässlich des Jahrestages seiner Festnahme hatte Ehefrau Lilian Tintori zu einem Protestmarsch der Bevölkerung aufgerufen und darauf hingewiesen, dass das Leben ihres Mannes in Gefahr sei.

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