Absturz der „Germanwings“ beherrscht auch die Medien in Lateinamerika

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A320 mit der Flugnummer 4U9525 war am Dienstag (24.) auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf abgestürzt (Foto: Archiv)
Datum: 26. März 2015
Uhrzeit: 17:58 Uhr
Leserecho: 6 Kommentare
Autor: Redaktion
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Der Absturz des Germanwings-Airbus A320 mit 150 Menschen an Bord beherrscht auch die Schlagzeilen der Medien in Lateinamerika. Der Copilot steht im Verdacht, das Flugzeug zusammen mit weiteren 149 Menschen an Bord vorsätzlich gegen die Felswand in den französischen Alpen gesteuert zu haben. „Heute nun haben uns neue Nachrichten erreicht und dieser Tragödie eine neue, schier unfassbare Dimension gegeben“, teilte Bundeskanzlerin Angela Merkel während einer Pressekonferenz mit.

An Bord der Maschine befanden sich nach letzten Erkenntnissen 75 Deutsche, 50 Spanier und mehrere Personen aus Argentinien, Mexiko, Kolumbien, Chile und Venezuela. Der A320 mit der Flugnummer 4U9525 war am Dienstag (24.) auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf, als er über Südfrankreich minutenlang an Flughöhe verlor und am Bergmassiv Les Trois Evêchés zerschellte.

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  1. 1
    Hombre

    die Hightech-Verschleissgesellschaft speziell in D läuft momentan dem Rest der Welt den Rang ab…waren doch diverse Mordanschläge an US-Schulen bislang immer der Aufhänger für ein Versagen in Teilen der modernen Gesellschaft.
    Selbst im Suizid steckt geballte Professionalität…

  2. 2
    Martin Bauer

    Heute wissen wir also mehr. Und die aktuellen Erkenntnisse aus der Auswertung macht uns alle noch fassungsloser.

    Technisch gesehen trifft das in meinem längeren Kommentar von gestern unter 3 – a) genannte Prozedere zu.
    http://latina-press.com/news/197022-germanwings-absturz-mehrere-staatsbuerger-aus-lateinamerika-an-bord-update/

    An das theoretisch mögliche Motiv eines Selbstmordes durch einen der Plloten haben viele gedacht, auch ich. Schliesslich ist das schon wiederholt vorgekommen. Dennoch haben es die meisten, ich ebenso, augenblicklich wieder als “undenkbar“ verworfen. Und als Gegenstand voreiliger öffentlicher Spekulation eignet sich ein solcher Aspekt schon gar nicht. – Auch ist noch immer die Möglichkeit nicht gänzlich auszuschliessen, dass der Co-Pilot aus gutem Grund den Sinkflug einleitete und danach handlungsunfähig wurde, z.B. durch gesundheitliche Probleme, Rauchentwicklung, Einleitung giftiger Substanzen aus den Triebwerken in die Klimatisierung des Cockpits (Diese ist von der Passagierkabine getrennt.). Erst die Auswertung des Flugschreibers kann diesbezüglich Klarheit verschaffen.

    Erleichtert bin ich einerseits, dass die Tragödie keinen terroristischen Hintergrund hat. Die Gründe dafür muss ich wohl nicht ausführen. Das tatsächliche Geschehen, so wie es bislang geschildert wird, ist jedoch kaum weniger erschütternd.

    Zwei Dinge wurden heute auf entsetzliche Weise klar:
    • Keinem der Piloten an Bord, schon gar nicht dem Captain, darf der Zugang zum Cockpit unmöglich gemacht werden, wodurch auch immer.
    • Es darf niemals nur eine Person allein im Cockpit sein.

    Der zweite Punkt ist bereits bei vielen Airlines gängige Praxis. Bezüglich des ersten muss die derzeitige Technik schnellstmöglich geändert werden.

    Tröstlich für alle, die in Zukunft mit Flugzeugen reisen wollen, ist, dass es sich anscheinend um ein völlig untypisches Vorkommnis handelte, welches kein negatives Licht auf die generelle Sicherheit der Luftfahrt wirft, noch auf die des betroffenen Fluggerätes oder dessen Operator. Für die Leidtragenden ist dies leider kein Trost.

    • 2.1
      rote_pille

      nun, die stahltüren sind sinnlos wenn sie von einem piloten geöffnet werden könnten, denn ein terrorist könnte im ernstfalldiesen ja zwingen sie zu öffnen, oder?

      • 2.1.1
        Martin Bauer

        Es gibt ja nun Vorrichtungen, die es autorisierten Personen ermöglicht, eine Tür zu öffnen und anderen nicht. Den klassischen Schlüssel halte ich bei einer Cockpits für unangebracht. Es sind viele Maschinen, auch viele A320, mit einen digitalen Codeschloss und Tastatur ausgestattet, um dies zu leisten. Auch ein Fingerabdruck Scanner käme in Betracht. Bei beinem iPad Air 2 funktioniert das super, zur schnellen und sicheren Freischaltung!

        Airbus montiert im Cockpit einen Kippschalter für die Tür, der 3 Stellungen kennt:
        • UNLOCK (Tür unverriegelt)
        • NORM (Tür schliesst sich automatisch im Flugmodus, der schon beim Start der Triebwerke beginnt, und entriegelt sich wieder nach dem Flug)
        • LOCK (Tür verriegelt)

        Der Modus LOCK kann, falls das System installiert ist, von aussen nach 20 Minuten per Eingabe des numerischen Codes überschrieben und die Tür geöffnet werden. Der betroffenen A320 hatte nach meiner Information ein solches System nicht. Das hätte aber auch nichts geändert, denn vom Einleten des Sinkfluges bis zum Aufprall vergingen nur rund 10 Minuten.

        Ich bleibe dabei: Der ungehinderte Zugang der Piloten zum Cockpit muss höchste Priorität haben, auch Vorrang gegenüber dem Schutz vor unerwünschten Eindringlingen. Warum, wurde gerade auf grauenhafteste Weise demonstriert.

      • 2.1.2
        Martin Bauer

        Ich sehe, auf den Kern Ihrer Frage habe ich nicht geantwortet.

        Die Piloten befinden sich normalerweise im Cockpit oder, auf Langstreckenflügen, im für Passagiere unzugänglichen Bereich des Ruheraums. Ein Terrorist, der darauf spekuliert, einen der Piloten im Passagierraum in seine Gewalt zu bekommen, wird sehr oft tatenlos fliegen müssen, bis ihm das endlich einmal gelingt. Meiner Ansicht nach ist dieses Restrisiko in Kauf zu nehmen, wenn die Alternative bedeutet, den Captain aussperren zu können.

        Man könnte auch in Erwägung ziehen, Toiletten für die Piloten innerhalb des abgeschotteten Bereichs zu installieren. Dies ist allerdings eher in den großen Flugzeugen möglich, als in der A320 Familie oder anderen Fabrikaten dieser Klasse.

  3. Die schreckliche Ironie an der Sache ist, das die Stahltür, die vor Torroristen schützen sollte, nun ausgerechnet gegen die Menschen verwendet wurde.

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