Venezuela – Spanien: Ehemaliger spanischer Ministerpräsident zur „Persona non grata“ erklärt

TINTORI

Lilian Tintori und Felipe González Márquez (Foto: Tintori)
Datum: 22. April 2015
Uhrzeit: 13:41 Uhr
Leserecho: 12 Kommentare
Autor: Redaktion
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Venezuelas Präsident Nicolas Maduro hat am Dienstag (21.) die spanische Regierung der „Unterstützung des Terrorismus“ und der „internationalen Verschwörung“ beschuldigt. Nach seiner Meinung will ihn Madrid stürzen, eine „sehr starke“ Antwort sei bereits vorbereitet. Gleichzeitig erklärte die Nationalversammlung den ehemaligen spanische Ministerpräsidenten Felipe González zur „Persona non grata“ (unerwünschte Person). Das spanische Außenministerium bezeichnete die Anschuldigungen von Maduro als „unerträglich“ und kündigte an, seinen Botschafter in Caracas zu Konsultationen nach Madrid zurück zu beordern.

Der Schritt kommt nicht unerwartet, wollte González doch den seit über 14 Monaten inhaftierten Oppositionspolitker Leopoldo Lopez verteidigen. Diese durchsichtige Entscheidung des venezolanischen Parlaments kommt einen Tag nach der Bestätigung, dass González plant, bald nach Venezuela zu reisen. Das venezolanische Regime hat bisher alle Aufforderungen von Ex-Präsidenten und verschiedenen Menschenrechtsorganisationen ignoriert und geht mit aller Härte gegen “Andersdenkende” vor. Durch den promovierten Rechtswissenschaftler Márquez wird die Weltöffentlichkeit weiterhin über die Machenschaften des diktatorischen Regimes auf dem Laufenden gehalten, Vertuschung wird Caracas nicht gelingen.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    Inge Alba

    Diesen xxxxxxxxxx wird es leider sehr wohl gelingen, dass weder ein F. Gonzalez noch sonst einer dieser bereits angemeldeten ehemaligen Staatsmänner mit Beruf Rechtsanwalt jetzt noch venezolanischen Boden betreten werden. Einfach jeden dieser Rechtsanwälte als pesona non grata deklarieren, den möchte ich sehen, der sich noch nach Venezuela wagt. Man kann ja einem Menschen moralische Unterstützung geben, aber wenn es dann ans Eingemachte geht?? Wie man sieht, ist dieser cucuteño nicht ganz so doof wie man ihn einschätzt, leider hat er auch noch Berater die ihm das entsprechende einreden. Im Notfall, selbst wenn F. Gonzalez nun doch versuchen würde venezolanischen Boden zu betreten, dann kann man ihn ja noch am Flughafen die Einreise verwehren, falls dies nicht geschehen sollte, könnte man ihn ja noch anderweitig einschüchtern, diese Mafiabande lässt sich doch immer etwas entsprechendes einfallen. Wer trotzt dieser Deklaration zur unerwünschten Person noch nach Vzla. reist um die Inhaftierten zu unterstützen, joder, der hat echt Mut, oder ist Lebensmüde.

  2. 2
    Gast

    Jetzt kann sich Spanien auch kleine Perversitäten ausdenken um den Busfahrer zu ärgern.
    Langsam wacht die EU auf aber sehr zaghaft.
    Der Elefant richtet nur noch Schaden an im eigenen Land,wohl wissend das es aufs Ende
    zugeht.

  3. 3
    Matthias Gysin

    Niemand wirklich NIEMAND wird Oppositionnelle verteidigen können, denn diese müssen durch die venezolanische Gerichte und durch das Justizministerium zuerst noch akkreditiert werden, sowie sie Mitglied im venezolanischen Advokaturbund sein müssen. Das ist verlorene Zeit. Die USA soll endlich einen Einfuhrstop auf sämtliche venezolanische Güter erlassen (oder mit so hohen Zöllen versehen das es sinnlos ist) und keinerlei auszustellen sowie sämtliches Geld der Venezolaner und venezolanischen Firmen einzufrieren bis zu einem Entscheid des UNO Sicherheitsrates sowie eine generelle Einreisesperre für alle Venezolaner erlassen ausser aus ganz wichtigen, familiäre Gründen (Todesfälle, Krankenbesuche, Taufen etc.). Egal ob Fussvolk oder Politiker. Dann wird sich was ändern, aber erst dann. Leider.

    • 3.1
      Herbert Merkelbach

      Ich bin ganz Ihrer Meinung NUR, die USA glaube ich, werden keine Beschränkungen in Bezug auf die Importe venezolanischen Rohöls anwenden, zumindest nicht unter dieser Administration. Auch werden die USA, meiner Meinung nach, Venezuela nicht als Drogenstaat deklarieren. Beide Fälle KÖNNTEN von den US-Amerikanern angewandt werden ABER auf der anderen Seite wissen die USA nicht, wer als Nachfolger von Maduro infrage käme. Einem völligen Kollaps der venezolanischen Wirtschaft, sehe ich, sehen die USA auch nicht huldvoll entgegen. Mit dem Hirnlosen in Caracas können die USA zur Zeit leben, auch wenn der seiner Unartikulation gegenüber den Vereinigten Staaten freien Lauf lässt. Das nehmen die USA gelassen hin.
      Entscheidend ist, was wird der Kongress der USA, beherrscht durch die Republikaner unternimmt und unternehmen wird in nächster Zeit, insbesondere, da zwei „Latinos“ sich um die Präsidentschaftswahl 2016 bewerben. Sollte es einem von beiden gelingen das höchste Amt der USA zu besetzten, dann sehe ich für das südamerikanische Land noch größere Probleme auf sich zukommen als es bisher hat. Sollte Maduro bis dahin noch im Amt sein, dann wird es sich, glaube ich, sehr warm anziehen müssen. Vielleicht werden dann all die Maßnahmen durchgeführt, die die Leser in diesem Forum gerne angewandt sähen. Als Beispiel möchte ich nur die Freilassung der US amerikanischen Geiseln im Iran nennen als R. Reagan die Wahl zum Präsidenten gewann. R.R. hätte einen Krieg gegen den Iran 100%ig begonnen.
      Im Moment beschränkt sich die Politik der USA gegenüber Venezuela in einer reinen Stichelei mit Veröffentlichungen von Konten in Ländern außerhalb Venezuelas mit illegal erworbenen Geldern,vielleicht von Veröffentlichungen von Regierungsmitgliedern Venezuela im Drogenhandel (detaillierter) oder anderen Maßnahmen, die die Clique in Caracas vor der Weltöffentlichkeit diskreditiert.

      • 3.1.1
        der Reisende

        die einzigen die dieser gesamten Situation ein Ende setzen könnten ist und bleibt das unfähige Volk !
        Ich habe leider den Eindruck das die Venezolanos dies gar nicht wollen nur ein kleines Beispiel ich komme jeden Tag mindestens an einer Schlange vor einem Geschäft vorbei und was sehe ich lauter glückliche und zufriedene Gesichter die freuen sich wie kleine Kinder am Heiligabend vor der Bescherung.Nach dem verlassen des Geschäftes mit einem großen lächeln im Gesicht dank Maduro konnten sie nach 4 Stunden in der prallen Sonne stehend 3 Stücke Seife ergattern, und morgen machen sie das gleiche für 2 Kilo Zucker.
        Was kann man von diesem Volk erwarten??

      • 3.1.2
        Matthias Gysin

        @Der Reisende
        Ich muss da widersprechen. Das Volk kann nichts (mehr) machen. Ich habe mich da auch schon grün geärgert vor Ort. Meine Familie (Mittelstand). Bei der Demo ist zuforderst der SEBIN (Militärgeheimdienst) und Fotografiert nebst Nationalgarde und Miltär. Alle dazu noch mit Schiesserlaubnis. Können Leute aufgefunden werden, können diese in den Staatsbetrieben nicht mehr eingestellt werden resp. werden gekündigt sowie Berufssperren ausgesprochen werden. Artet es aus droht ein zweites Tian’anmen-Massaker. Das ist den Venezolaner bewusst. Fluchen und nix machen ist besser als Sterben.-

    • 3.2
      Inge Alba

      Seit wann ist eine Taufe etwas wichtiges??? Das ist ja das Problem der Venezolaner und überhaupt der Lateiner im allgemeinen, diese Familienfeiern auf ein Podest zu heben wo sie nichts zu suchen haben. Beispiel, als meine Schwester heiratete, habe ich auch nicht frei bekommen, habe ich deshalb etwas versäumt? Nein, nichts ausser einer kleinen Feier. Es reicht wenn der Mensch sich wegen ja Krankheit oder Todesfall oder um alte Mitmenschen oder Kranke kümmern muss.

      • 3.2.1
        Matthias Gysin

        Es geht nicht um die Taufe als solches sondern als Beispiel.

  4. VON DIESEN VOLK KANN MANN NICHS ERWARTEN,DA OBEN FEHLT ES ,NACHDENKEN IST NICHT DIE SACHE DER VENEZUALOS,,,,LEIDER

  5. 5
    Inge Alba

    Also, kein Rezept, niemand hat eines, die einen verstehen, dass der „dumme“ Venezolaner nicht´s gegen diese Mafiabande unternimmt, da der Sebin u. die Bullen zu gut ausgerüstet sind, die anderen verurteilen die „dummen“ Venezolaner weil sie nicht´s unternehmen, z.B. heroisch den „Heldentod“ suchen. Viel Köpf , viel Sinn. Oder besser gesagt, immer hübsch die Schuld bei den anderen suchen und selbst nicht´s tun, oder noch besser, die Amis sollen……, die Europäer sollen…….
    Vielleicht sollte man mal zugeben, dass niemand etwas tun kann, wenigstens im Moment es keinen Ausweg gibt. Weil wenn es immer einen Ausweg gäbe, dann hätten wir nicht das Problem, Jemen, das Problem Irak, das Problem Lybien, das Problem Syrien, das Problem Palästina, das Problem, Iran, das Problem Nordkorea, das Problem Argentinien, das Problem Kolumbien, das Problem soll ich fortfahren??
    Seid doch mal alle ehrlich, die Welt besteht eigentlich nur aus Problemen.

    • 5.1
      Herbert Merkelbach

      Dass die Welt eigentlich nur aus Problemen besteht, dass ist doch schon mindestens über 3000 Jahre VOR dem Römischen Reich bekannt. Nein, es hat sich absolut nichts geändert in der Geschichte der Menschen auf dieser Welt und es wird sich auch in Zukunft nichts ändern.

      • 5.1.1
        Inge Alba

        Ja, sie haben mich verstanden. Da der Mensch ist wie er ist, und da es immer noch mehr von dieser Gattung geben wird, leider, werden die Probleme nicht abnehmen, sondern zunehmen.
        Deshalb sage ich immer, vermehret euch so richtig, glaubt eure Glauben die ihr habt und haut dem Nächsten eins in die Fresse wenn er euch nicht passt. “ Es lebe die Anarchie“ So kommt man schneller zu einem Ende und die Natur kann die Erde wieder übernehmen, der ganze Spass kann von Vorne beginnen. – Denn der Mensch hat es nicht begriffen, jedem Hund kann man Dinge beibringen, dem Menschen nicht.-

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