Krise in Venezuela: Armutsrate stark steigend

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Drei Viertel der Haushalte sind verarmt (Foto: Cepal)
Datum: 21. November 2015
Uhrzeit: 11:40 Uhr
Leserecho: 3 Kommentare
Autor: Redaktion
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Im südamerikanischen Land Venezuela ist die Armutsrate in den vergangenen zwei Jahren stark gestiegen und hat einen historischen Rekord erreicht. Dies geht aus einer am Freitag (20.) veröffentlichten Studie der drei Universitäten „Universidad Católica Andrés Bello“, „Universidad Central de Venezuela“ und „Universidad Simón Bolívar“ hervor. An der zwischen Juli und August dieses Jahr durchgeführten Befragung nahmen landesweit 1.500 Haushalte (6.000 Personen) teil. Die hauptsächlich von der Links-Regierung verursachte Wirtschaftskrise, gekennzeichnet durch eine galoppierende Inflation und schweren Versorgungsmängeln, trifft inzwischen fast 73% aller Haushalte. Vor zwei Jahren lag der Anteil noch bei einem Viertel der Haushalte.

Zwischen 2005 und 2013 erlebte Venezuela eine Periode relativen Wohlstands, verursacht durch die hohen Ölpreise. Die trügerische wirtschaftliche Stabilität führte dazu, dass ein erheblicher Prozentsatz der Bevölkerung ihre Kaufkraft verbessern konnte und einen Schritt aus der Armut machen konnte. Ein Fall der Ölpreise hat dazu geführt, dass sich die wirtschaftliche Situation seit 2014 umgekehrt hat.

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  1. 1
    Gringo

    Im Sozialismus sind doch angeblich alle gleich,
    wo bleibt der Armutsbericht über Madburro & Co.???????

    • 1.1
      annaconda

      Sind doch alle gleich , gleich arm ! Bis auf wenige Prozent,die sind wesentlich gleicher mit Millionen Dollarkonten in Andorra,Schweiz etc. Und der Erdölpreis ist nicht der entscheidende Parameter des Wohlergehen der Venezuelaner.Wer und wie die Erdöleinnahmen verwaltet , ist der entscheidende Punkt.

  2. 2
    Martin Bauer

    „Zwischen 2005 und 2013 erlebte Venezuela eine Periode relativen Wohlstands, verursacht durch die hohen Ölpreise. “
    Absolut falsch! Seit die PSUV an der Macht ist, kommt beim venezolanischen Volk absolut nichts vom Ölreichtum an. Bereits Chávez und seine Spiessgesellen berachteten die Bruttoeinnahmen der PDVSA als ihr persönliches Eigentum, bezahlten keine Lieferanten, Transporteure, Rechnungen aus Instandhaltung und Förderung. Bereits 2005 waren über 20.000 Quellen, allein im Maracaibo Gebiet, mangels Wartung geschlossen. Ein gewaltiger Teil der Einnahmen kam erst gar nicht ins Land, sondern ging direkt auf Privatkonten von Regierungsmitgliedern und deren Familienangehörigen. Ein noch grösserer Teil wurde durch Boni-Petroleros an „Freunde der Revolution“ verteilt. Diese – und NUR diese – konnten die Anleihen mit praktisch wertlosen Bolivares kaufen, mit denen die PDVSA nichts anfangen konnte, vor allem keine Rechnungen im Ausland bezahlen. Typischerweise zwei Tage später wurden die Papiere auf dem internationalen Markt gegen Dollar verkauft, zum staatlichen Phantasie Wechselkurs. Diese Art von Geschäft war staatlich legalisierter, organisierter Raub in Höhe von Hunderten von Milliarden. Das Volk hatte davon absolut nichts. Längst ist die PDVSA pleite, zahlungsunfähig und allein die jahrelange, noch immer andauernde Konkursverschleppung seitens der Regierung gilt im Rest der WEelt als schweres Verbrechen.

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