Humanitäre Krise in Venezuela: Verbrechen an der Bevölkerung

nixen

Seit Beginn des Jahres hat die Krise im südamerikanischen Land eine neue Dimension der Demütigung erreicht, die humanitäre Krise wird durch den Mangel an Medikamenten und anderen grundlegenden medizinischen Hilfsgütern ausgelöst (Foto: Twitter)
Datum: 16. Mai 2016
Uhrzeit: 14:43 Uhr
Leserecho: 1 Kommentar
Autor: Redaktion
Autor folgen:
Sprachkurs Spanisch (Südamerika)

Die venezolanische Wirtschaftskrise hat das Gesundheitssystem des Landes schwer getroffen. Fälle von Kindersterblichkeit haben sich in den örtlichen Krankenhäusern stark erhöht, Mediziner bezeichnen das Szenario als katastrophal. Ausrüstung verschwindet, Medizin wird gestohlen und auf dem Schwarzmarkt verkauft, viele Behandlungszentren haben nur noch zwei Tage die Woche geöffnet. „Ich fühle mich wie im neunzehnten Jahrhundert. Meine Kollegen und ich sind gezwungen, unsere Hände mit Wasser aus Trinkflaschen zu waschen. Seit Monaten funktionieren keine Pumpen, es gibt keine Ersatzteile“, klagt Christian Pino, Chirurg an der Universitätsklinik in Merida.

In der Karibik Stadt Barcelona funktionieren im Krankenhaus Luis Razetti keine Röntgengeräte oder Hämodialyse-Maschinen. Ärzte machen mit ihren Handys Fotos von Röntgenaufnahmen – Kopierpapier gibt es bereits seit Monaten nicht. „Unsere medizinischen Einrichtungen gleichen immer mehr den Feldlazaretten auf dem Schlachtfeld. Es gibt keine Sauerstoffflaschen, keine Betten und Patienten liegen auf dem Boden von umfunktionierten Swimming-Pools in ihrem eigenen Blut. Immer mehr Patienten kommen mit eigentlich behandelbaren Erkrankungen zu uns – verlassen die Klinik allerdings in einem Sarg“, so Leandro Pérez, Belegarzt im Krankenhaus. Für Oneida Guaipe, ehemalige Führerin der Gewerkschaft der Ärzte, findet in Venezuela ein Verbrechen statt. „Unser Land hat die weltweit größten Ölreserven und die Menschen sterben aus Mangel an Antibiotika“.

„Ich bezweifle, dass es auf der Welt – außer auf Kuba – ein besseres Gesundheitssystem als bei uns gibt“.
Zitat Präsident Maduro

Anzeige
wandere aus, solange es noch geht

P.S.: Sind Sie bei Facebook? Dann werden Sie jetzt Fan von agência latinapress! Oder abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter und lassen sich täglich aktuell per Email informieren!

© 2009 - 2016 agência latinapress News & Media. Alle Rechte vorbehalten. Sämtliche Inhalte dieser Webseite sind urheberrechtlich geschützt. Vervielfältigung und Verbreitung nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung von IAP gestattet. Namentlich gekennzeichnete Artikel und Leser- berichte geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Für Einsendungen und Rückmeldungen bitte das Kontaktformular verwenden.

Dies könnte Sie auch interessieren

Kommentarbereich

Hinweis: Dieser Kommentarbereich ist moderiert. Leser haben hier die Möglichkeit, Ihre Meinung zum entsprechenden Artikel abzugeben. Dieser Bereich ist nicht dafür gedacht, andere Personen zu beschimpfen oder zu beleidigen, seiner Wut Ausdruck zu verleihen oder ausschliesslich Links zu Videos, Sozialen Netzwerken und anderen Nachrichtenquellen zu posten. In solchen Fällen behalten wir uns das Recht vor, den Kommentar zu moderieren, zu löschen oder ggf. erst gar nicht zu veröffentlichen.
  1. Dann bringt das doch nach Den Haag und lasst sie die Schuldigen zur Verantwortung ziehen! Was in Venezuela abgeht, rechtfertigt nicht nur eine militärische Intervention, es verpflichtet die frei Welt geradezu zu solch einer Massnahme.

Diese News ist älter als 14 Tage und kann nicht mehr kommentiert werden!