Nationalfeiertag: Botschafter von Paraguay empfängt mehr als 300 Gäste

rinder

Die natürliche Freilandhaltung der Rinder aus Paraguay sorgt für die Qualität, die vor allem Köche in Spitzenrestaurants sehr schätzen (Fotos: Botschaft Paraguay)
Datum: 19. Mai 2016
Uhrzeit: 12:26 Uhr
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Autor: Redaktion
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Gegrillte Rindersteaks und üppige Fleisch-platten überzeugen mehr als 1.000 Worte: Paraguays Botschafter Fernando Ojeda hat daher aus Anlass des 205. Nationalfeiertages mehr als 300 Gäste zu
einem traditionellen Grillfest empfangen. „Eines unserer Ziele ist es, die EU-Einfuhrquote für unser Qualitäts-Rindfleisch von 1.000 auf 4.000 Tonnen jährlich zu erhöhen“, erklärt der Botschafter. Für sein Land in Zentrum Südamerikas geht es grundsätzlich darum, die wirtschaftlichen Beziehungen zu Deutschland und zur EU zu beleben. „Wir haben stabile Rahmenbedingungen für Investoren und die Unternehmen profitieren von niedrigen Kosten“, wirbt Ojeda. Gleichzeitig zählt das sieben-Millionen-Einwohner-Land zu den größten Produzenten von Bio-Zucker, Soja und eben Rindfleisch.

schlachthof

Auf mehr als 14 Mio. Rinder (plus 50 Prozent) ist der Tierbestand des südamerikanischen Binnenlands seit 2006 gewachsen. Aktuell werden mehr als drei Viertel des Rindfleischs nach Russland, Chile, Brasilien und Honkong exportiert. Europa und erst recht Deutschland tauchen hingegen in der Export-Statistik gar nicht separat auf. „Unsere Fleischproduzenten wollen diese Lücke auf dem anspruchsvollen Markt mit Qualitäts-Rindfleisch schließen“, berichtet Botschafter Fernando Ojeda. Schon im Herbst 2015 hatte Industrie- und Handelsminister Gustavo Leite die ANUGA in Köln genutzt und mit einer Wirtschaftsdelegation für die Produkte seines Landes die Werbetrommel gerührt. „Unsere Hilton-Quote für ganz Paraguay liegt bei nur 1.000 Tonnen im Jahr, während unsere Nachbarländer Uruguay 6.000 Tonnen und Argentinien sogar 29.000 Tonnen nach Europa liefern dürfen“, sagt der Botschafter. Über eine Erhöhung auf 4.000 Tonnen sei aber leider noch nicht entschieden worden. Das Rindfleisch aus Paraguay stamme ausschließlich aus nachhaltiger Weidehaltung und sei überall auf der Welt speziell in der Gastronomie sehr begehrt.

grillen

„Unser Land hat traditionell enge Beziehungen zu Deutschland. Mit den Aktivitäten wollen wir uns als aufstrebender und solider Partner für die Lebensmittelbranche und für Investoren vorstellen“, erklärt Gustavo Leite, seit 2013 Minister für Industrie und Handel in der Regierung von Präsident Horacio Cartes. Oft herrsche über Paraguay das Bild vom Agrarland vor. „Es gibt leistungsstarke Lebensmittelproduzenten, die beispielsweise in zwölf modernen Schlachthöfen Rindfleisch verarbeiten, und die gern mehr Waren nach Europa und Deutschland exportieren würden“, so der Minister. Am 12. Mai 2016 hat Botschafter Fernando Ojeda mehr als 300 Gäste in seine Residenz in Berlin zu einem typisch paraguayischen Asado empfangen. Unterstützt vom paraguayischen Fleischverband (CPC) wird dazu eigens aus Südamerika das Unternehmen Asado Benitez, das auf die Ausrichtung traditioneller Grillfeste spezialisiert ist, für die Fiesta Patria (Fest zur Unabhängigkeit Paraguays) nach Deutschland kommen. „Unsere Unternehmer zählen schon heute weltweit zu den großen Lieferanten von Bio-Zucker, Soja und Rindfleisch“, sagt Ojeda. „Zum Nationalfeiertag haben unsere Gäste nun eine Kostprobe dieser Qualität genießen können.“ Neben Rindfleisch wurden auch paraguayischer Rum Fortin und Moringa-Limonade von Estancia Verde angeboten. Die anwesenden Vertreter aus Wirtschaft und Politik lobten die „ausgezeichnete Qualität“ der Lebensmittel aus Paraguay.

Hintergrund Paraguay:

Das Land ist mit 406.000 Quadratkilometer Fläche größer als Deutschland, zählt aber nur knapp sieben Mio. Einwohner. Die Bevölkerung ist jedoch mit etwa 70 Prozent unter 35 Jahren sehr viel jünger und verzeichnet weiteres Wachstum (plus 1,2 Prozent 2014). Das Bruttoinlandsprodukt BIP erreichte 2014 etwa 29,7 Mrd. $. Den Bestand an ausländischen Direktinvestitionen (Stand: Ende 2013) schätzt Germany Trade & Invest auf 4,9 Mrd. $.

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