Brasilien: Regierung erwägt den Verkauf von weiteren Flughäfen

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Verkauf der Flughäfen Santos Dumont in Río de Janeiro und Congonhas in São Paulo möglich (Foto: Latinapress)
Datum: 10. Juli 2016
Uhrzeit: 18:08 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
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Brasiliens amtierender Interimspräsident Michel Temer hat von der Regierung seiner suspendierten Vorgängerin Dilma Rousseff einen gigantischen Schuldenberg übernommen. Es rächt sich nun immer mehr, dass Rousseff in ihrer ersten Amtszeit weitgehend falsche wirtschaftspolitische Entscheidungen getroffen hat und in ihrer zweiten Amtszeit nur noch mit ihrem Machterhalt beschäftigt war. Brasília schätzt das Haushaltsdefizit in diesem Jahr auf 170 Milliarden Reais (51,59 Milliarden US-Dollar) und zieht zur Reduzierung der Schuldenlast auch den Verkauf der Flughäfen Santos Dumont in Río de Janeiro und Congonhas in São Paulo in Betracht.

In einem Interview gab Temer am Sonntag (10.) bekannt, das Haushaltsdefizit unbedingt verringern zu wollen. Deshalb erwägt er zusammen mit seinem Wirtschaftsteam den möglichen Verkauf der Airports und teilt dabei nicht die Einwände der früheren Regierung. Finanzminister Henrique Meirelles teilte bereits vor wenigen Tagen mit, das Defizit des größten Volkswirtschaft Lateinamerikas im nächsten Jahr auf 139 Milliarden Reais zu reduzieren und wies darauf hin, dass der Flughafen Guarulhos bereits an private Investoren veräussert wurde.

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