Bolivien: Koka-Export nach Venezuela und Ecuador

morales

Evo Morales bei einer festlichen Veranstaltung in LaPaz (Foto: ABI)
Datum: 14. Januar 2017
Uhrzeit: 12:46 Uhr
Leserecho: 2 Kommentare
Autor: Redaktion
Autor folgen:
Sprachkurs Spanisch (Südamerika)

Bolivien ist mit 20.200 Hektar Anbaufläche der drittgrößte Koka-Produzent nach Kolumbien und Peru. Für den legalen Sektor wurden 2014 laut UN 19.797 Tonnen Blätter auf 14.705 Hektar produziert – rund 40 Prozent der Blätter wandern in den illegalen Markt (Kokainproduktion). Koka hat eine lange Tradition in den Andenländern, Schätzungsweise drei Millionen Bolivianer (Bevölkerung: 10,67 Millionen) konsumieren heute Kokablätter oder Kokablätter-Derivate wie Tee oder Medizinalprodukte. Präsident Evo Morales, der selbst Kokabauer war und heute noch den sechs großen Produzentenvereinigungen des Chapare vorsteht, will Exportmärkte für Koka-Tee und andere Produkte wie Zahnpasta oder Kaugummi erschließen. Am Freitag (13.) gab das Staatsoberhaupt bekannt, dass in Kürze der Export nach Venezuela und Ecuador beginnt.

„Im November vergangenen Jahres haben wir bereits eine Vereinbarung unterzeichnet, um Koka-Tee und andere Koka-Derivate nach Ecuador zu exportieren. Wir werden auch nach Venezuela liefern, stehen in Verhandlungen mit Paraguay und planen nach Europa zu exportieren“, so Morales während einer Pressekonferenz in La Paz.

P.S.: Sind Sie bei Facebook? Dann werden Sie jetzt Fan von agência latinapress! Oder abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter und lassen sich täglich aktuell per Email informieren!

© 2009 - 2017 agência latinapress News & Media. Alle Rechte vorbehalten. Sämtliche Inhalte dieser Webseite sind urheberrechtlich geschützt. Vervielfältigung und Verbreitung nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung von IAP gestattet. Namentlich gekennzeichnete Artikel und Leser- berichte geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Für Einsendungen und Rückmeldungen bitte das Kontaktformular verwenden.

Dies könnte Sie auch interessieren

Kommentarbereich

Hinweis: Dieser Kommentarbereich ist moderiert. Leser haben hier die Möglichkeit, Ihre Meinung zum entsprechenden Artikel abzugeben. Dieser Bereich ist nicht dafür gedacht, andere Personen zu beschimpfen oder zu beleidigen, seiner Wut Ausdruck zu verleihen oder ausschliesslich Links zu Videos, Sozialen Netzwerken und anderen Nachrichtenquellen zu posten. In solchen Fällen behalten wir uns das Recht vor, den Kommentar zu moderieren, zu löschen oder ggf. erst gar nicht zu veröffentlichen.
  1. 1
    Regina Ulbrich

    Ja Super!!! Evo denkt mit ;-)
    Hab mich auch schon die ganze Zeit gefragt wo das denn bleibt, hatte Chavez schliesslich schon versprochen…..grins
    Koka vertreibt den Hunger und macht gute Laune…. genau das , was der Venezolaner zur Zeit dringend braucht.

  2. 2
    Mark

    Europa steckt doch auch in der Sackgasse, also rüber mit dem Zeugs!

Diese News ist älter als 14 Tage und kann nicht mehr kommentiert werden!