Venezuela: Gustavo Dudamel gegen Diktator Nicolás Maduro

dudamel

Das Orquesta Sinfónica Simón Bolívar unter der Leitung von Gustavo Dudamel vom 19. bis 23. März in der Elbphilharmonie (Foto: elbphilharmonie/Luis Cobelo)
Datum: 04. Mai 2017
Uhrzeit: 20:45 Uhr
Leserecho: 7 Kommentare
Autor: Redaktion
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Gustavo Adolfo Dudamel Ramírez ist ein venezolanischer Dirigent und Violinist und gilt als Symbolfigur einer einzigartigen Klassikbegeisterung in seinem Land. Er gehört zu den gefragtesten Dirigenten weltweit, bekannt wurde er vor allem mit „seinem“ Symphony Orchestra Simón Bolívar. Viele Musiker haben das Orchester und sein Heimatland allerdings aufgrund der schwierigen Situation mittlerweile verlassen, Dudamel selbst war immer mehr Ziel heftiger Kritik. Der Maestro schwieg in der Vergangenheit zu den chaotischen Zuständen in Venezuela und hat sich nun nach dem Tod von Armando Cañizales, Mitglied des Symphonieorchesters von Venezuela, klar positioniert. Cañizales war während einer Protestkundgebung gegen das Regime von einer Kugel getroffen worden, seine Halsarterie wurde zerfetzt. Mit ihm starben in den letzten Wochen weitere 38 Menschen.

Leben habe ich der Musik und der Kunst gewidmet – um Gesellschaften zu verwandeln. Historisch gesehen war das venezolanische Volk immer kämpferisch, aber nie gewalttätig. Demokratie kann nicht nach den Gesetzen einer bestimmte Regierung konstruiert werden – weil es dann keine Demokratie wäre. Demokratie hört auf die Stimme der Mehrheit, als letzte Bastion der sozialen Wahrheit. Keine Ideologie kann über das Gemeinwohl stehen. Die Politik muss in absolutem Respekt für die Verfassungsmäßigkeit handeln und alle Venezolaner haben ihr unveräußerliches Recht auf das Wohlbefinden und die Erfüllung ihrer Grundbedürfnisse.

Ich appelliere dringend an den Präsidenten der Republik und an die nationale Regierung. Hört auf die Stimme des Volkes und korrigiert Euren Kurs. Diese Ära kann nicht durch das Blut unseres Volkes gekennzeichnet werden. Wir brauchen für unsere jungen Menschen eine hoffnungsvolle Welt, ein Land, in dem Sie sich frei bewegen können. Wir fordern Respekt, Toleranz, Dialog und wollen kein Land, in dem Träume keinen Platz haben. Lasst uns ein Venezuela bauen, das wir alle wollen. Genug: Es ist Zeit, den Menschen zuzuhören“, so die Erklärung von Dudamel.

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  1. Nun, das sind jetzt endlich klare Worte. Besser spät als nie!

  2. 2
    Tom Brisky

    Mit den Worten von @danielduquenal :
    „Die Ratten wissen wann Der Zeitpunkt gekommen Ist, um das sinkende Schiff zu verlassen.“

  3. 3
    thor

    basura humana… mehr fällt mir zu dem nicht mehr ein.

  4. 4
    babunda

    diese roten ratten werden nicht gehen , solange das drogenmilitaer diese ganoven beschuetzt, siehe kuba, da gibt es auch erst nach roul einen buergerkrieg und eine veraenderung.

    • 4.1
      jose

      Bürgerkrieg….na wie wunderhübsch!

      • 4.1.1
        Martin Bauer

        Ohne geht es nun mal nicht. Alles Andere wären realitätsferne Wunschträume.

      • Jürgen Theophil

        Das habe ich schon vor 3 Jahren gesagt, als ich das letzte mal in Venezuela war, sonst aendert sich nichts, im Gegenteil es wird noch schlimmer, leider.

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