Venezuela: Henrique Capriles Radonski verlässt Oppositionsbündnis

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Henrique Capriles Radonski zieht sich zurück (Foto: Capriles)
Datum: 24. Oktober 2017
Uhrzeit: 21:16 Uhr
Leserecho: 5 Kommentare
Autor: Redaktion
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Vier der fünf neu gewählten Gouverneure der Opposition in Venezuela haben am Montag (23.) der illegitimen und international nicht anerkannten verfassunggebenden Versammlung widerwillig die Treue geschworen. Ein Oppositionspolitiker weigerte sich, den Treueschwur zu leisten und bezeichnete die verfassunggebende Versammlung als „betrügerisch“. Am Dienstag gab Oppositionsführer Henrique Capriles Radonski bekannt, das Oppositionsbündnis „Mesa de Unidad Democrática“ (MUD) zu verlassen.

Capriles beschuldigte den Generalsekretär Henry Ramos Allup für die Vereidigung der vier Gouverneure vor der Konstituierenden Versammlung verantwortlich zu sein. „Solange er in der Einheit (MUD) ist, werde ich nicht mehr dabei sein“, verkündete der Ex-Gouverneur von Miranda. Nach den Parlamentswahlen gärt es in der Opposition. Allup hatte die gewählten Oppositions-Gouverneure gedrängt, sich vereidigen zu lassen. Ein gewichtiger Teil des Bündnisses lehnte dies jedoch ab.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    noesfacil57

    Tja,…… die Nachrichten werden immer besch……..er!
    Wie tief ist tief??
    Nun pulverisiert sich das letzte bisschen „Opposition“ auch noch selbst.
    Ein weiterer auf das Äußerste fragwürdigiger „Erfolg“ für Maduros PSUV Gangstertruppe und seiner ausländischen und gut alimentierter Helfershelfer.
    Wie tief ist noch tiefer?
    Die Abwärtsspirale scheint schier end- und völlig hoffnungslos.
    Mir scheint es ist die Devise ausgegeben: Opportunisten, Profiteure, Lügner und Betrüger aller Bundesstaaten und Länder vereinigt euch, um noch das letzte Quentchen Profit für sich und Seinesgleichen auf den letzten dahinsiechenden Millimetern dieses Landes herauszuquetschen.
    Was für brutal- entzückend, zutiefst deprimierende Aussichten.
    Und komme mir hier wieder niemand mit der albernen Schuldsuche bei den Cubanern/Besatzern. Die haben einzig die faulen und bornierten, gierigen Venezolaner unter Chávez ins Land geholt um die Drecksarbeit perfekt und gut in die Cubanische Staatskasse bezahlt, was deren Überleben sichert, zu machen. Hierbei ist es letztlich völlig Wurscht, ob diese Drecksarbeit von der Cubanischen Seguridad oder der US- CIA gemacht wird, es ist und bleibt Drecksarbeit zum Vorteil einer ausländischen Macht und inländische Opportunisten = Landesverrätern und ausländischen Profiteuren.
    Ich kann gar nicht so viel fressen, wie ich kotzen möchte.

  2. 2
    Miguel

    Sorry, wie kann man sich von einer rechtswidrigen Institution vereidigen lassen. Alle Staaten sind dagegen und die Opposition erkennt dies nun an. Unfassbar wie dumm sind die Politiker eigentlich.

  3. So sehr Henry Ramos Allup in der Vergangenheit vermochte, mit Wort und Tat zu beeindrucken, darf man eines nie vergessen: Er ist Vizepräsident der Sozialistischen Internationale, einer kriminellen Vereinigung, welche die „Überwindung des Systems“, also von Demokratie und freier Marktwirtschaft, als erklärtes Ziel hat. Genau deshalb haben die deutschen und britischen Sozialdemokraten vor Jahren diesen Clan getarnter Kommunisten verlassen.

  4. 4
    Gast

    Und somit sind Sie wieder auf dem Nullpunkt aufgeschlagen von wegen Opposition.
    Da drängt sich die Frage auf ging es hier um Venezuela und sein Volk oder nur um
    persönliche Bereicherung und Postenschinderei??
    Eine Zerissenheit spaltet das ganze Volk von oben nach unten bis in die Familien.
    Selbst die Kirche hält die Schnauze armes Land.

  5. 5
    Matthias Gysin

    Initial mochte mich Ramos zuerst zu überzeugen mit all dem Drive bei der Institutionalisierung der neuen Assamblea. Später wurde es plötzlich sehr ruhig und er machte all den Mist der PSUV auch mit. Ei Du verfluchtes Drogengeld ;-). Auch er war plötzlich sehr käuflich geworden. Beide sind nicht mehr tragbar, denn auch Caprilles hat wohl einiges an Kohle bekommen. Die ganze Bande gehört (mit Ramos und Radonski und der halben MUD) gehört ins Pfefferland. Solange das jedoch das „dumme“ Volk nicht merkt wird diese riesige (organisierte) Vetternwirtschaft zwischen PSUV und MUD weiterlaufen … und so lange wird auch kein Ausland irgendetwas „machen“, denn es fühlen sich zuviele verdammt wohl dabei. Meine Familie sind Doppelbürger mit einem anderen Lateinamerikanischen Land und werden wohl Venezuela trotz Häuser und ehemals gutem Wohlstand im Rentenalter verlassen.

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