Sintflutartige Regenfälle in Lateinamerika: Bisher mehr als 250 Todesopfer

chuva

Datum: 30. August 2010
Uhrzeit: 00:50 Uhr
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Autor: Redaktion
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► Schwere Stürme verwüsten weite Teile der Region

Schwere Stürme in Nicaragua, Guatemala, Panama, El Salvador und Honduras verwüsteten weite Teile der Region. Nach Angaben der Behörden starben bisher mehr als 250 Menschen durch Erdrutsche, einstürzende Gebäude und in den Fluten der überlaufenden Flüsse und Bäche.

Von den starken Regenfällen sind in Nicaragua rund 50.000 Menschen betroffen. Mehr als 4.000 Personen wurden evakuiert. Die bisher durch die Stürme verursachten Sachschäden belaufen sich auf schätzungsweise 10 Millionen US Dollar.

In 10 der 17 nicaraguanischen Provinzen wurden 57 Gemeinden regelrecht überflutet. Nach Berichten des nicaraguanischen Instituts für Territoriale Studien (INET) wird das Land in den nächsten Stunden von weiteren starken Gewittern und Stürmen heimgesucht werden.

Eine Grenzbrücke, die Guatemala mit Honduras verbindet, brach am Sonntag wegen der starken Strömung des Flusses Motagua auf einer Lange von 40 Metern ein. „Die Fluten unterhöhlten die Fundamente der Brückenpfeiler, mindestens 40 Meter der Brücke fielen einfach in den Fluss“, teilte ein Sprecher der Katastrophenschutzbehörden mit.

In Honduras wurde heute eine fünfköpfige Familie mit ihrem Haus unter Tonnen von Schlamm und Geröll begraben. Die Bergungsmannschaften konnten sie nur noch tot bergen. „Ein schwerer Wolkenbruch hat einen Erdrutsch ausgelöst. Mehr als drei Tonnen Schlamm zerstörten drei Häuser“, teilte Carlos Cordero, örtlicher Feuerwehrkommandant im Nordwesten von Tegucigalpa auf einer Pressekonferenz mit. Bei den getöteten handelte es sich laut Cordero um ein Ehepaar, ihre beiden Kinder, 22 und 20 Jahre und ein Baby von 13 Monaten.

Die Regenfälle haben in Honduras mindestens 19 Menschen getötet und verursachten Erdrutsche in weiten Teilen des Landes. Mehr als 300 Häuser und mehrere Brücken wurden seit dem Beginn der Hurrikansaison 2010 zerstört.

In El Salvador, Panama und Guatemala stieg die Zahl der Todesfälle nach offiziellen Berichten auf über 225 an.

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