Kuba: Ab 2011 keine Subventionen für Seife, Waschmittel und Zahnpasta

kuba

Datum: 30. Dezember 2010
Uhrzeit: 06:35 Uhr
Leserecho: 1 Kommentar
Autor: Redaktion
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In Kuba werden zum 01. Januar 2011 die staatlichen Subventionen für Seife, Waschmittel und Zahnpasta entfallen. Dies gab die Regierung der kommunistischen Karibikinsel am gestrigen Dienstag bekannt. Mit dieser Maßnahme wird die Politik der Streichung von Subventionen weiter fortgesetzt.

Ab dem Neujahrstag kommt es zu gewaltigen Preissteigerungen auf der Insel. Das Streichen der Subventionen für verschiedene Hygieneartikel führt zu Preissteigerungen von bis zu 2.000 Prozent. Seit 1962 subventioniert die Regierung unter anderem Hygieneratikel, Reis, Kaffee, Zucker, Öl, Eier, Geflügel und Fisch. Die Preise liegen dabei weit unter dem internationalen Durchschnitt und bilden eine der Säulen des kubanischen Systems.

Mit einem sogenannten „Lebensmittelbuch“ (Libreta de Abastecimiento) konnte die Bevölkerung seit fast 5 Jahrzehnten unter anderem Seife und Zahnpasta für weniger als einen Cent kaufen. Ab dem nächsten Jahr werden diese Produkte auf bis zu 30 Cent steigen. Waschmittel, welches bisher rund 25 kubanische Pesos kostete, steigt auf über einen Dollar.

Die Regierung bezeichnete die Subventionen als „irrational und unhaltbar“. Gleichzeitig gab sie bekannt, dass die Entfernung des „Lebensmittelbuches“ nicht plötzlich, sondern „schrittweise“ erfolgen wird.

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  1. 1
    Joern

    Schon komisch, kommunistische Schmuddelgazetten weisen darauf hin, dass die Menschen sowohl in Kuba als auch in Venezuela mit allem einverstanden sind. Und dann weisen diese Schmierfinken noch darauf hin, dass sie ihre Informationen von kommunistischen Schmierzeitungen aus Kuba beziehen. Erinnert mich an die Berichterstattung in der Ostzone.

    Dort war auch alles in Ordnung, alle waren mit Honi einverstanden – 2 Stunden später haben sie die Mauer abgerissen. Diese ekelhaften Schreib-Typen, die angeblich ihre Informaten vor Ort haben wollen, nachweislich aber im eigenen Wohnzimmer hocken, merken gar nicht, wie lächerlich und verlogen sie sind.

    Tja, Kameraden der Roten-Socken-Front. Nun gibt es eine andere Berichterstattung. Ihr habt den Leuten jahrelang in euren Schmuddelgazetten eure Ansichtweise über Venezuela, Bolivien und Kuba vorgestellt–nun gibt es die richtige. Freut mich, wenn euch das nicht passt.

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