Google erinnert in seinem neuen Doodle an die Biologin Irene Bernasconi

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Für Irene Bernasconi war die Welt der Stachelhäuter ihre räumliche Dimension, in der sie ihr Talent entfalten konnte (Foto: Google)
Datum: 07. November 2022
Uhrzeit: 06:51 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
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Für Irene Bernasconi war die Welt der Stachelhäuter ihre räumliche Dimension, in der sie ihr Talent entfalten konnte. Aus diesem Grund hat Google diesen Montag (7. November) eine Gedenkfigur der argentinischen Biologin auf seine Doodle-Plattform gestellt, um ihre Arbeit und ihr Engagement für die Weltbiologie zu würdigen. Austern, Seesterne und andere Meeresfiguren sind in der Silhouette zu sehen, die Bernasconi auf der Startseite der Google-Suchmaschine begleitet. Die Biologin wurde am 29. September 1896 in La Plata, Argentinien, geboren. Im Jahr 1918 wurde sie Lehrerin und spezialisierte sich auf Naturstudien. In den frühen 1920er Jahren fand Bernasconi eine Stelle am Museo Argentino de Ciencias Naturales. Dank der Kenntnisse, die sie im Museum erwerben konnte, veröffentlichte sie 1925 ihre erste wissenschaftliche Arbeit über Weichtiere und wirbellose Meerestiere. Darüber hinaus hat sie mehr als fünfzig Jahre lang Mollusken und Meerestiere studiert.

An einem Tag wie heute, im Jahr 1968, markierte Bernasconi im Alter von zweiundsiebzig Jahren einen Meilenstein in der Geschichte der Biologie, indem sie als erste argentinische Frau eine Meeresexpedition in die Antarktis leitete. Gemeinsam mit drei anderen Wissenschaftlern machte sie sich auf den Weg zum südlichen Kontinent, um die Artenvielfalt in der Nähe des Südpols zu erforschen. Während der Expedition sammelten die Biologin und ihr Team mehr als zweitausend Exemplare von Stachelhäutern sowie Pflanzen und andere lebende Proben aus dem antarktischen Ökosystem. Mit Hilfe von Tauchausrüstungen brachten sie in extrem kalten Gewässern Netze und Haken an.

Die beispielhafte Entdeckung der Reise war eine neue Familie von Stachelhäutern in der arktischen Region. Im Jahr 1969 verlieh die „Women’s Embassy“ in America dem Biologenteam eine Gedenkmedaille. Jahre später, 1989, verstarb Bernasconi nach einer mehr als fünfzig Jahre währenden Schaffenszeite in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires. Im Rahmen der Feierlichkeiten zum Internationalen Frauentag 2018, die auch mit dem 50. Jahrestag der Polarexpedition zusammenfielen, wurden Bernasconi und ihr Team von der Nationalen Antarktisdirektion, dem Argentinischen Antarktisinstitut und dem Hydrographischen Dienst der Marine für ihre Leistungen ausgezeichnet. Mit der Einrichtung der Bernasconi-Bucht wurde der Name der berühmten Biologin in die argentinischen Karten der Antarktis aufgenommen.

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