Mexiko: 33 antike Gräber in Teotihuacán entdeckt

Datum: 26. Januar 2012
Uhrzeit: 15:06 Uhr
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► Bestattungsort fast 1.500 Jahre alt

Archäologen des Nationalinstituts für Archäologie und Geschichte (Instituto Nacional de Antropología e Historia, INAH) haben im Gebiet der archäologischen Stätte von Teotihuacán in Zentralmexiko 33 fast 1.500 Jahre alte Gräber mit Gebeinen von Frauen, Kindern und Neugeborenen und zahlreichen Grabbeilagen gefunden.

Teotihuacán liegt rund 40 Kilometer nordöstlich von Mexiko-Stadt und umfasst ein Gebiet von 25 Quadratkilometern, von denen nach Aussagen des INAH seit Beginn der Ausgrabungen vor etwa hundert Jahren erst fünf Prozent erforscht sind. Die Ruinen, an deren Rand jetzt die Gräber entdeckt wurden, seien schon seit 1973 bekannt gewesen. Dabei handelte es sich um fünf Strukturen mit fünf Räumen, drei Patios und einem Säulengang, zwei Kanalsystemen und einer Randmauer. Die Böden zeigten noch Reste von roter Farbe und Stuck; noch vorhanden seien auch kleinere Wasserbecken bzw. niedrigere Innenhöfe, in denen Wasser gesammelt wurde, sowie Entwässerungsanlagen.

In einer Struktur seien drei Gräber entdeckt worden. In einem lägen die Gebeine einer zwischen 25 und 30 Jahre alten Frau und vier Kindern von vier bis zehn Jahren, deren Schädel deformiert waren. In zwei weiteren Gräbern lagen die Skelette von zwei Frauen, die bei ihrem Tod zwischen 30 und 35 Jahre alt gewesen seien, und das unvollständige Skelett eines Kleinkindes von höchstens einem Jahr.

In einer weiteren Struktur fanden die Archäologen weitere 15 Gräber mit den Knochen von Frauen, Kindern und Neugeborenen, die derzeit noch untersucht würden. Die Grabbeilagen stammen vermutlich aus den Jahren 225 bis 250 unserer Zeitrechnung, darunter befand sich nach Angaben der Archäologen auch ein schraffiertes und glänzendes Glas vom Golf von Mexiko.

Bei fünf der Strukturen habe es sich um Wohnhäuser der Mittelklasse gehandelt, erklärte das INAH weiter. Verlassen wurde die Stadt, in deren Blütezeit mehr als 50 000 Menschen lebten, irgendwann im 7. Jahrhundert unserer Zeitrechnung vermutlich wegen politischer, wirtschaftlicher und sozialer Probleme.

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