„21. Internationale Buchmesse“ auf Kuba: Fidel Castro trifft Intellektuelle

fidel

Datum: 11. Februar 2012
Uhrzeit: 14:54 Uhr
Ressorts: Kuba, Kultur & Medien
Leserecho: 16 Kommentare
Autor: Redaktion
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► Rekordverdächtige Marathonsitzung in Havanna

Der kubanische Ex-Präsident Fidel Castro hat sich am Freitag (10.) am Rande der 21. Internationale Buchmesse in Havanna mit Intellektuellen aus 22 Ländern getroffen. Der zweite öffentliche Auftritt von El Comandante innerhalb der letzten sieben Tage dauerte rund neun Stunden. Der 85-jährige benötigte rund eine Stunde, um den Versammelten anhand gesammelter Agenturmeldung die dramatische Weltlage und die Bedrohung der menschlichen Spezies zu schildern.

An der Zeremonie, die um 13:20 Uhr (Ortszeit) begann und kurz nach 22:20 Uhr Uhr endete, nahmen unter anderem Friedensnobelpreisträger Adolfo Pérez Esquivel, Sergio Pitol, Träger des spanischen Literaturpreises Premio Cervantes, Stella Calloni, Carlo Frabetti, Frei Betto aus Brasilien, Ignacio Ramonet, Miguel Bonasso und Carmen Bohórquez teil.

Während der rekordverdächtigen Marathonsitzung schlug Castro vor, einige der Nachrichten zu diskutieren, welche die dramatische Lage in der Welt beschreiben. „Es ist unsere Pflicht, die Bevölkerung darauf hinzuweisen und zu informieren“, so Castro.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    Linus Bracher

    Ein Intellektueller ist ein Mensch, der sich über jedes beliebige Thema verbreiten kann, auch wenn er nicht das Geringste davon versteht.“ – Jörg von Uthmann.

    Alleine der Hinweis auf Information ist an Dreistigkeit nicht zu überbieten. Schon mal auf Kuba versucht eine Zeitung zu kaufen, die nicht staatlich ist.

    Dies dürfte die „Intellektuellen“ und andere Harz 4 Empfänger in Deutschland allerdings nicht davon abgehalten haben, dass ihnen bei den Worten des Tattergreises und Menschenschlächters Flüssigkeit das Hosenbein hinab tropfte.

  2. 2
    Benno Stumpf

    Das sagt, jemand der aus Hitlers Land stammt.Da wird jemand Alt und wird,als Tatter-Greis abgestempelt.Genau das ist Fidel Castro nicht.Harz 4 Empfänger Bewundern nicht Fidel Castro,sondern Statussymbole aus dem Kapitalismus.Menschenschlächter?Na immerhin wurde seine Revolution mit Flugzeugen Bombadiert.Von seinen 80 Guerilleros waren eh nur noch nach ein paar Tagen eine Handvoll übrig.Wie siehts mit unseren Amoklaeufern aus.Wieder so ein Südamerika Kenner.Wenn ein Intellektueller von der Materie nichts versteht ist er keiner.

    • 2.1
      Werner

      Seit wann liegt Kuba in Südamerika??????????

      Sie sollten mal etwas anderes wie ihr Parteibuch lesen.

  3. 3
    Benno Stumpf

    Na, Darum geht es ja nicht.Kuba liegt nicht in Südamerika,sind aber dessen Linksbewegung angeschlossen.Kuba fühlt sich zu Südamerika dazugehörig.Auch ist das Kubanische Politbuero nicht unbedingt mit dem der DDR, zu vergleichen.Das wären aber Seltsame Kommunisten wenn Sie dort auch noch Westliche Zeitungen verkaufen würden.Die Einheimischen wollen das eh nicht lesen.Sagen wir es so, wären wir Deutschen o.auch die Spanier Nachbarn Kubas,dann würden Sie sich vielleicht überlegen,ihr System zu Canceln,aber nun sind es mal die USA und das ist so eine Sache.Gelingt es der Kubanischen Regierung, Ihr System nach und nach zu mehr Zufriedenheit Ihrer Bürger zu gestalten, die Ansprüche sind ja längst nicht so Hoch wie bei uns,werden sie den Großteil der Bevölkerung hinter sich haben.Niemand vergisst die Hinterhältigen Angriffe auf die Insel,noch ist die Jugend dort Bereit einen Radikalschritt zu gehen,da ändert auch Yaoni Sanchez wenig dran.Dieses Land muss jeden Tag um seine Unabhängigkeit bangen und kämpfen,genau dieser Zustand ist Problematisch.Denk mal darüber nach.

    • 3.1
      Werner

      Sie sollen auch nachdenken. Und zwar über einen Umzug in die kleinen Hotels, dort gibt es wunderschöne Zimmer, die mit Gummi ausgekleidet sind.

    • 3.2
      Martin Bauer

      „Dieses Land muss jeden Tag um seine Unabhängigkeit bangen und kämpfen…“
      Der ist gut. Mein Kompliment!
      Was an diesem Land ist denn unabhängig, ausser den Massenmördern an der Macht?
      Und gegen wen kämpfen die, ausser gegen das eigene Volk?

  4. 4
    Benno Stumpf

    Auf Cuba haben mir Einheimische,einmal vorgeführt wie Sie über Satellit Miami Fernsehen schauen,das ist schon Jahre her.Sie sind bestens Informiert brauchen kein Stern und Spiegel.Sie scheinen ja keinen Schimmer von diesem Thema zu haben,aber mitreden wollen.

  5. 5
    Benno Stumpf

    Vielleicht mit Ihnen.Du meinst also Sie warten dort auf Dich als Befreier.Pass auf das sie dich dort nicht abzocken.

    • 5.1
      Werner

      Da ich weder Genosse noch ein linker Blindkopf bin, mit Ihnen ebenfalls keine Schweine gehütet habe, kann ich mich nicht erinnern, Ihnen das Du angeboten zu habe.

      Das mag vielleicht bei Ihresgleichen üblich sein, ich verkehre Gott sei Dank in anderen Kreisen. Deshalb diskutieren sie mit Ihren Schwachköpfen weiter.

  6. 6
    Aragorn

    Fidel Castro hat sicherlich immer wieder Menschenrechtsverletzungen begangen. Dies ist stengstens zu verurteilen und hierfür gibt es keinerlei Entschuldigungen. Er hat seinem Land aber auch Errungenschafen gebracht (welche nach seinem Tod wohl schrittweise wieder verloren gehen werden). In diesem Sinne ist er ganz sicher (politisch gesehen) eine historische Persönlichkeit. Und in den letzten Jahren hat er sich doch (wenn auch durch seine Krankheit erwzungen) gemässigt und ist (wenn auch sehr spät) zu einigen seinen Fehlern gestanden. Hoffen wir, dass er in seiner jetzigen Rolle vielleicht noch ein klein wenig zu einer besseren Welt (in Mittel – und Südamerika) beitragen kann und er noch ein Weilchen unter uns weilt. Allzu lange dürfte dies aufgrund seines greisen Alters wohl nicht mehr sein…

    • 6.1
      Werner

      Korrekt!

    • 6.2
      Martin Bauer

      Auch ich stimme dem teilweise zu. Wenn ich auch die „Errungenschaften“ nicht ganz zu erkennen vermag. Nach dem, was man aus nicht-linken Quellen vernimmt, hat er weder den Hunger auf Kuba besiegt, noch kommen Kranke nicht an Medikamente ran, ohne ausländische Touristen anzubetteln, auch wenn die offiziellen Darstellungen das Gegenteil behaupten. Und was ist schon freie Bildung Wert, wenn alle zugänglichen Informationen gefiltert und mit Lügen durchsetzt sind?

      Dass Havanna nun nicht mehr als Hurenhaus für US Bürger herhalten muss, ist ohne Zweifel ein Gewinn für Kuba. Allerdings hat sich dieses Treiben nun nach Mexico verlagert.

      Ratschläge eines mit dem Alter einsichtiger gewordenen Mannes sind grundsätzlich auch nichts Schlechtes. Allerdings handelt es sich in diesem Fall um einen Menschen, von dem seine eigene Tochter vor laufender Fernsehkamera behauptete, es hätte ihm immer tierischen Spass bereitet, jemandem eine Pistole an den Kopf zu halten und sich über den Anblick des herausspritzenden Hirnes zu freuen. Da übergeb ich mich eher, als auf die Ratschläge so einer Kreatur zu hören.

  7. 7
    Aragorn

    Auch ich stimme Ihnen zu: sofern er sowas wirklich mal gesagt haben sollte (und dies nicht Propaganda seiner im Exil lebenden Tochter ist), ist dies abscheulich und ebenfalls strengstens zu verurteilen. Auch ich bin bei weitem nicht mit allen Aussagen des alten Revolutionsführers einverstanden (so propagandiert er anlässlich der aktuellen Buchmesse die Wichtigkeit des Informationsflusses und zensuriert im eigenen Land gleichzeitig weiterhin alle kritischen Medien – schon etwas seltsam). Allerdings muss man ihm zu Gute halten, dass er (teils immer noch) einen messerscharfen und analytischen Verstand besitzt und schon so manche Krise vorhergesehen hat und (zurecht) die Auswüchse des zügellosen Kapitalismus kritisiert hat. In diesem Sinne – so finde ich – kann er durchaus Inspiration für die aufstebende junge (kubanische) Generation sein…

    • 7.1
      Martin Bauer

      Einen scharfen Verstand und enormen politischen Erfahrungsschatz spreche ich ihm auch nicht ab. Im Gegenteil!

      Es ist ja charakterisch für Diktatoren, die sich jeder demokratischen Kontrolle entledigt haben, dass sie zumeist sehr viel längere „Amtserfahrung“ erlangen, als jeder Kollege der sich regelmssig freien Wahlen stellen muss. Ein anderer Faktor ist, dass sie weitgehend oder total unabhängig in ihren Entscheidungen sind, also in der Regel uneingeschränkte „Macher“, während der demokratisch gewählte Politiker eher im Auftrag bestimmer Gruppen handelt, wobei er zahllose oft divergierende Interessen zu berücksichtigen hat. Da sind Misserfolge und verfehlte Ziele recht wahrscheinlich. Hätte der Diktator das Beste für sein Volk im Sinn, wäre er das Non-Plus-Ultra. Wenn nicht, dann führt dies zu Verhältnissen wie in Kuba, Venezuela, im 3. Reich… die Liste der Beispiele in der Weltgeschichte ist endlos.

      In spielerischen wie professionellen Simulationen kann man einwandfrei nachvollziehen, dass kein anderes System so effizient das eigene Volk kontrollieren und fremdes Territorium zu erobern vermag, wie ein kommunistisches, solange die Kasse noch voll ist. Daran krankt es aber nach recht kurzer Zeit. Um diese wieder auf zu füllen, bleibt dem „Spieler“ nur, möglichst rasch die Demokratie einzuführen und sich zu seinem Leidwesen wieder Tausend lästigen Meinungen, Zielen und der Kritik anderer ausgesetzt zu sehen, welche ein effizientes Regieren unmöglich machen. Ignoriert man diese einfach, drohen Streiks, Aufruhr, Revolution, oder man wird einfach nicht mehr gewählt.

      Das Ziel solcher Simulationen ist es, den Balanceakt zu erlenen, ein zufriedenes Volk heil durch eine Epoche zu führen, deren unterschiedliche Meinungen und Bedürfnisse zu respektieren, und dies umgeben von neidischen und zum Teil aggresiven Nachbarstaaten… Gerade Fidel Castro hat diesbezüglich erbärmlich versagt. Sein Lebenswerk demonstriert, wie man einen Staat zugrunde richtet und sein Volk ins Elend führt. Die kubanische Jugend müsste vom Affen gebissen sein, wenn sie ihn als Ratgeber akzeptieren würde.

  8. 8
    Aragorn

    Ich lasse Ihre Meinung selbstverständlich stehen und stimme Ihnen in einigen respektive wohl sogar vielen Punkten zu: Castro ist respektive war ein ‚Machtmensch‘ und hat seine unbestrittene Führungsposition auch (zum eigenen Vorteil) missbraucht. Kuba deswegen allerdings gleich mit dem Dritten Reich zu vergleichen entbehrt aber wohl jeglicher Grundlage… Dennoch: Die wohl bestmöglichen (wennauch keinesfalls perfekten) aller Möglichkeiten sind wohl die (direkte;-)) Demokratie und eine wirklich soziale Marktwirtschaft.

    Was Fidel aber immer wieder kritisiert, sind die Ausmasse des zügellosen Kapitalismus.Dessen Folgen haben wir im Jahr 2008 ja leider schmerzlich erfahren müssen! Und in diesem Sinne können seine Anregungen durchaus Inspiration sein. Dass er alt Ratgeber für die jungen Kubaner herhalten soll, habe ich hingegen nie behauptet:-)…

  9. 9
    Benno Stumpf

    In Cuba denkt ja auch nur ein geringer teil kritisch über Fidel.Sehr viele Dinge in diesem Land sind nach unseren Masstaeben nicht vertretbar.Fidel Castro genießt bei grossen Teilen der Bevölkerung Kultstatus.Allerdings haben Sie durch das Wahlsystem auch keine Möglichkeit Ihn loszuwerden.Dieses System lässt es nicht zu das auch andere grosse Versprechungen machen können.Ähnlich wie in China, hat es in Cuba auch schon kleinere Studentenrevolten gegeben.Das Fidel Castro sich gerne die Dinge auf der Insel so zurechtlegt wie er gerne hätte, ist ein ganz grosser Schwachpunkt.Zu vieles läuft auch auf Kosten der Bürger ab.Eines sollte der grosse Nachbar aber nicht tun, sich zu sehr Einzumischen.Die Aussichten wenigstens irgendwann frei u,unabhängig ,frei von kolonalisierung zu sein,sehen Sie mit dieser Regierung noch am ehesten verwirklicht.

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