Mehr als 800.000 Personen aus Venezuela ausgewandert

Datum: 10. Mai 2012
Uhrzeit: 10:38 Uhr
Leserecho: 12 Kommentare
Autor: Redaktion
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► Migration gleicht einer intellektuellen Diaspora

Der Soziologe Iván de la Vega schätzt, dass zwischen 1999 und 2010 mehr als 800.000 Menschen aus Venezuela ausgewandert sind. Viele von ihnen sind auf der Suche nach besseren Lebensbedingungen, andere behaupten ihrer Überzeugungen gefolgt zu sein. 8.159 Personen haben zwischen 1999 und 2011 einen Asylantrag in den USA gestellt.

Ein auf der Internetplattform YouTube veröffentlichter 18-Minuten-Clip „Caracas, Ciudad de Despedidas“ beflügelt die Debatte über die Gründe für die Auswanderung aus Venezuela. Das Video zeigt die Desillusionierung von einer Gruppe junger Menschen, die ein Land verlassen, in dem ihnen keine Aufstiegschancen geboten werden. Das Original Video wurde kurz nach Veröffentlichung bereits entfernt.

Forschung von Iván de la Vega gehen davon aus, dass bis 2010 rund 800.000 Venezolaner/innen ihre Heimat verlassen haben. Die Daten zeigen einen Trend, der sich im letzten Jahrzehnten manifestiert hat. Vor zwanzig Jahren lag die Auswanderungsquote nicht über 50.000. Der Soziologe präsentierte seine Forschungsergebnisse auf dem VIII. Lateinamerikanischen Kongress für Wissenschaft und Technologie. Seine gesammelten Informationen belegen, dass die venezolanische Migration einer intellektuellen Diaspora gleicht. Fast 12.000 Wissenschaftler kehrten ihrem Heimatland den Rücken.

Viele der Migranten verlassen das Land aus Furcht vor gezielten Verfolgungen. Teils aus politischen/religiösen Gründen, oder wegen ihrer sexuellen Orientierung. 8.159 Asylanträge wurden in den USA eingereicht, aktuell warten 1.757 Menschen auf ihre Genehmigung. Im vergangenen Jahr beantragten 1.407 Venezolaner Asyl, nur 153 Anträge wurden angenommen.

Laut Patricia Andrade, Direktorin der Awareness Foundation (NGO für die Unterstützung der politischen Gefangenen und Verfolgten Venezolaner in Miami), waren die meisten Asylanträge in die USA politisch motiviert und speziell von ehemaligen Mitarbeitern der PDVSA.

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  1. 1
    rene

    die (aus)wanderung von menschen aufgrund unzufriedenheit mit ihrem persönlichen leben und/oder den politischen, wirtschaftlichen oder religiösen verhältnissen ist globale realität. so verlassen z.b. jedes jahr zwischen 120.000 -140.000 deutsche ihr land … also hat dieser artikel nicht mehr als statistischen wert !

  2. 2
    Der Bettler

    Der Vergleich hinkt an allen Ecken.Die deutschen Auswanderer die nach
    Südamerika auswandern,sind Harz 4 Empfänger,oder Rentner,deren Rente
    gerade mal in Venezuela reicht,weil sie halt nicht so viele Jahre gearbeitet
    haben.Es sind auch Steuerflüchtlinge und ehemalige Knastis dabei.Fast
    alle,die hier nicht zu Tode gekommen sind,sind wieder in Deutschland.Dann
    gibt es die Akademiker,die sehr verlockende Angebote bekommen haben,
    Ob Hotelmanager.Spezialisten und Experten für was auch immer.Dazu
    möchte ich sagen,daß Deutschland gute 80 Millionen Einwohner hat,im
    gegensatz zu Venezuela mit knappen 30 Millionen,und 3x größer als Deutschland.Die von Venezuela abhauen,sind meistens politisch verfolgte,
    Akademiker,Ärzte usw.weil sie hier keine Zukunft und weiterkommen haben
    140 000 von 80 millionen,oder 800 000 von 30 Millionen stinkt,und da muß
    was faul sein im Lande.

    • 2.1
      rene

      also das hartz 4 empfänger nach venezuela auswandern glauben sie doch selbst nicht ?! das viele kriminelle ausländer hier leben kann ich bestätigen. dank chávez hat dies bald ein ende, heute kann man offiziell sein visa erlangen und muß nicht tausende dollar dafür ausgeben …
      und noch einmal zu den zahlen, der artikel besagt im ersten satz, das es sich um eine schätzung handelt … in wessem interesse wohl ? nicht in derem der regierung … wobei wir wieder beim thema sind. medien manipulieren und “ geschätzte “ 80 % fallen darauf rein und glauben …
      fazit:man informiere sich auf mehreren ebenen !

      • 2.1.1
        Martin Bauer

        Dank Chávez kommen jeden Tag Flugzeug Ladungen von Verbrechern nach Venezuela, vornehmlich aus Russland und dem dem Iran, und haufenweise Narcos aus Kolumbien und Bollivien. Dank Chávez ist Venezuela heute einer der Mülleimer der Welt.

      • 2.1.2
        rene

        und nicht zu vergessen die zahlreich vertretenen deutschen kriminellen die seit jahrzehnten hier leben … und wieder thema verfehlt, 5 ….und setzen!

      • 2.1.3
        Martin Bauer

        Ich kenne solche Leute nicht. Ist vielleicht Ihr Millieu?
        Das Thema definieren nicht SIE!

  3. 3
    rene

    und wieder einmal einspruch !!! 800.000 in 11 jahren sind doch wohl etwas anderes als 120-140 tausend pro jahr ? gibt es da einen zweifel oder ist der bettler so arm dran das er nicht rechnen und lesen kann :-)

  4. 4
    Steffen

    Wie kann es denn sein, dass die venezolanische Bevölkerung von 23 Millionen Menschen 1998 auf nunmehr 30 Millionen gestiegen ist?

    „Fast 12.000 Wissenschaftler kehrten ihrem Heimatland den Rücken.“

    Und fast 40.000 Menschen mit einer medizinischer Ausbildung kamen in dieser Zeit allein aus Kuba ins Land.

    In Deutschland wandern sehr viele Menschen jedes Jahr aus. Jedoch darf man dabei nicht unter den Teppich kehren, dass davon 80% desillusioniert nach Deutschland zurückkehren.

    Aber wie viele von den 800.000 Venezolanern sind desillusioniert nach Venezuela zurückgekehrt? Darüber spricht diese einseitige Auftrags-Studie nicht.

    • 4.1
      rene

      eines interessiert mich, woher stammt die zahl von 12.000 , hat venezuela überhaupt soooo.. viele wissenschaftler ?

    • 4.2
      Martin Bauer

      „Wie kann es denn sein, dass die venezolanische Bevölkerung von 23 Millionen Menschen 1998 auf nunmehr 30 Millionen gestiegen ist?“

      Das funktioniert wie bei dem Blumen und Bienen… An der venezolanischen Vermehrungsquote können sich sogar die Karnickel ein Beispiel nehmen.

  5. 5
    Der Bettler

    Ja Steffen,so ist es.Kann man das einen Rene in irgendeiner Weise ver-
    klickern? NEIN!!!! die können und wollen es nicht begreifen.2008 7 facher
    Oberarmbruch nach Überfall auf der Straße.Deutsche Ärzte sagten hervorragend
    geregelt.Methoden sind brutal,aber effizient.Vor 3 Monaten Bruch von Wadenbein und Sprunggelenk.Heute Abschlußbericht eines Traumatologos
    Operation hervorragend,alles gut verheilt,was will man mehr?Es gibt genügend gute Ärzte,auch auf unserer Isola.Und was will Hugott in Cuba?
    Nur seinen tatsächlichen Zustand verheimlichen? Traurig genug,daß ein
    Staatspräsident,mehr Zeit eines Jahres in Cuba verbringt als zuhause,weil
    er seinen Ärzten hier nicht traut.Egal wie auch immer,Chavez wird es nicht
    schaffen,und da können auch keine Aufputschdrogen oder sonsiges mehr
    helfen.Ein Rene wird es erst begreifen,wenn es soweit ist.Bin gespannt
    wo sich die Wendehälse dann orientieren.

  6. 6
    veneport

    140.000 bleiben 140.000 wie man es auch dreht. und es werden mit sicherheit mehr. und es wären noch mehr, wenn nicht familiäre oder andere persönliche gründe die leute hindern würde deutschland zu verlassen. und selbst wenn es harzt 4 empfänger oder rentner wären. gerade das ist ja wohl das absolute armutszeugnis für deutsche politik. gross rumkotzen, wenn genug geld auf dem konto ist und ich vom staat zufrieden gelassen oder sogar noch beschenkt und subventioniert werde, kann jeder.
    chaves agiert nicht immer gut, aber er hat auch jede menge gute sachen gemacht. ich habe in venezuela gelebt und schlage immer die hände über dem kopf zusammen, wenn die schlauen theoretiker und typischen deutschen besserwisser ihren senf abseiern.
    ganz hoch rechne ich chavez an, dass er sich nicht vom krebsgeschwür dieser erde, den göttlichen usa, beeinflussen lässt.

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