Kuba-Krise: „Eine Welt ohne Atomwaffen ist eine sicherere Welt“

Datum: 16. Oktober 2012
Uhrzeit: 10:34 Uhr
Leserecho: 1 Kommentar
Autor: Redaktion
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► Wendepunkt im Kalten Krieg

Am 16. Oktober jährt sich die Kuba-Krise zum 50. Mal. Spionage-Fotos der CIA zeigten, dass die Sowjets auf Kuba Atomraketen vom Typ R-12 für den Abschuss vorbereiten. Die eigentliche Krise dauerte 13 Tage und ihr folgte eine Neuordnung der internationalen Beziehungen. Erstmals wurden die ungeheuren Gefahren eines möglichen Atomkrieges einer breiten Öffentlichkeit bewusst.

In einer Rede wies der deutsche Außenminister Guido Westerwelle darauf hin, dass die Kuba-Krise einen Wendepunkt im Kalten Krieg markierte. Die konkret erlebte Erfahrung einer atomaren Eskalationsgefahr war der Ausgangspunkt für erste Gespräche zur Rüstungskontrolle zwischen den Supermächten. Westerwelle betonte, dass die heutige Welt eine andere sei.

„Mit dem New START-Vertrag sinkt die Zahl der stationierten strategischen Kernwaffen auf einen historischen Tiefstand. Das ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, dem weitere folgen müssen. Auch auf deutsche Initiative hat die NATO Russland einen Dialog zu taktischen Nuklearwaffen angeboten. Um künftig gefährliche Zuspitzungen wie im Falle der Kuba-Krise zu verhindern, dürfen wir in unseren Anstrengungen für Abrüstung, Rüstungskontrolle und Nicht-Verbreitung nicht nachlassen. Es sind vor allem die Proliferationskrisen, die uns heute vor große Herausforderungen stellen. Atomwaffen und Nuklearmaterial dürfen nicht in falsche Hände geraten. Eine Welt ohne Atomwaffen ist deshalb eine sicherere Welt“, so der Minister.

Er wies darauf hin, dass als Konsequenz aus der Kuba-Krise erstmals ein beschränktes Atomtestverbot ausgehandelt wurde. 50 Jahre später ist das Inkrafttreten auch des Umfassenden Atomwaffen-Teststoppvertrags überfällig. Nach seinen Worten müssen Verhandlungen über ein Produktionsverbot von spaltbarem Material endlich beginnen, damit das Ziel einer atomwaffenfreien Welt näher rückt.

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  1. 1
    Annaconda

    http://www.laprensa.com.ni/2011/05/19/internacionales/60944-an-instala-base-misiles Nur mal zum reflexionieren,ich hoffe es war nur ein Gerücht.! Wenn man sich mit einem Satellitenbild Cabo San Roman/Paraguana/Falcon Venezuela nähert, sieht man südlich davon im Nichts grosse Strassen etc….Davon aber mal abgesehen,sollten alle Nationen zu gleichen Teilen ihre Atomwaffen abbauen(auch die Weltpolizei USA)!Chavez mit seiner Megalomanie ist ein williges Opfer anderer Grössenwahnsinniger,zudem befindet er sich noch in der Zeit des sogenannten Kalten Krieges.Sein Atomkraftwerkprojekt mit Russland ist wohl noch nicht ganz abgelegt(wie vor kurzem angekündigt) und in den venezolanischen Anden in einer Region mit reichen Uranvorkommen,sind ganze Ferienanlagen für „Touristen“ aus dem Iran enstanden?!?!

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