Selbstjustiz in Bolivien: Mutmaßliche Mörder verbrannt und begraben

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Datum: 07. Juni 2013
Uhrzeit: 11:01 Uhr
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Autor: Redaktion
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► Gesetz in die eigenen Hände genommen

Im südamerikanischen Land Bolivien hat die Bevölkerung einmal mehr das Gesetz in die eigenen Hände genommen und innerhalb von 24 Stunden drei mutmaßliche Mörder getötet. In Südbolivien (Departement Potosí) haben Dorfbewohner einen 17-jährigen mutmaßlichen Vergewaltiger und Mörder lebendig ins Grab der Geschändeten geworfen und die angeblichen Mörder eines Taxifahrers lebendig verbrannt.

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Der erste Fall ereignete sich un der Stadt Tres Cruces. Dort wurde am Mittwoch ein Taxifahrer bei einem Raubüberfall ermordet. Als die beiden Verdächtigen versuchten das gestohlene Fahrzeug für rund 2.000 US-Dollar zu verkaufen, wurden sie von Nachbarn und Verwandten beobachtet und gefangen genommen. Die Männer wurden mit Benzin übergossen und bei lebendigem Leib verbrannt. Die Überreste der zwei mutmaßlichen Diebe konnten von der Polizei erst am späten Donnerstagabend (Ortszeit) geborgen werden.

Die zweite „Hinrichtung“ fand in der Stadt Colquechaca (333 Kilometer südöstlich von La Paz) statt. Hier wurde eine 17-jährige vergewaltigt (Tod durch Ersticken) und ein Bauer vom Mob für die Tat beschuldigt. Nach Berichten der lokalen Presse wurde der vermeintliche Täter mit den Händen hinter dem Rücken gefesselt und mit dem Gesicht nach unten über den Sarg der Verstorbenen gelegt. Danach wurde das Grab mit Erde verschlossen.

„Wir konnten nichts tun. Die einzigen beiden Polizisten hatten keine Waffen und alarmierten drei weitere Beamte. Wir konnten bisher nicht auf den Friedhof vordringen. Dieser wird von etwa 50 Personen bewacht, vor den Eingang wurde zudem ein riesiger Felsblock gerollt“, teilte ein Sprecher der lokalen Polizei mit.

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