Kuba: Diplomatie und Repression – Paralellwelten des Kommunismus

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Datum: 13. Dezember 2013
Uhrzeit: 16:12 Uhr
Ressorts: Leserberichte
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Vinicius Love, Caracas (Leser)
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Während Kubas Diktator Raúl Castro an den Feierlichkeiten zum Staatsbegräbnis von Nelson Mandela in Johannesburg teilnimmt, US-Präsident Barack Obama die Hand schüttelt und einen Brief seines Bruders Fidel vorliest, marschierten die Staatssicherheit und starke Polizeikräfte rund um das Haus des Dissidenten und Regimekritikers Antonio Enrique González-Rodiles auf. Gleichzeitig wurden Dutzende Oppositionelle bei geplanten und friedlichen Protestaktionen festgenommen.

Dies passt in die nebeneinander existierenden Paralellwelten des kommunistischen und menschenverachtenden Regimes. Der greise Castro-Clan und einige seiner Helfershelfer versuchen seit Jahren die Welt mit ihren Friedensschalmeien einzulullen, den „bösen“ Imperialismus für ihr klägliches Versagen verantwortlich zu machen.

Am 10. Dezember, dem Internationalen Tag der Menschenrechte, offenbarte das Regime einmal mehr sein wahres Gesicht. Nach Angaben der Opposition wurden allein in der Hauptstadt Havanna rund 80 Aktivisten in Gewahrsam genommen – landesweit weit über 100. Vor allem die Oppositionsgruppe „Damas de Blanco“ (Damen in Weiß) war von den Repressionen betroffen. Sie wurden vom gesteuerten Regierungsmob belästigt, von Sicherheitskräften geschlagen und abtransportiert.

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All dies geschah und geschieht unter der Gleichgültigkeit der einfachen Kubaner. Deren Hauptziel ist es, sich die täglichen Lebensmittelrationen zum Überleben zu sichern. Kuba ist das einzige Land in der westlichen Hemisphäre, wo die Opposition als illegal bezeichnet wird. Kuba ist keine Demokratie und deshalb wird die Höflichkeitsgeste zwischen Obama und Castro nichts bewirken.

Die USA sorgen sich laut einem Berater des Präsidenten weiter um die Menschenrechtslage auf Kuba. Ileana Ros-Lehtinen, republikanische Abgeordnete im US-Repräsentantenhaus, machte ihrer Abscheu mit deutlichen Worten Luft: „Diese Geste verursachte Übelkeit bei mir. Obama als Führer der freien Welt darf nicht die blutige Hand eines skrupellosen Diktators wie Raul Castro schütteln“, so die konservative Politikerin, die als Kind mit ihrer Familie von der Kommunisteninsel floh.

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