Lateinamerika: Krise in Venezuela wird zunehmend komplexer – Update

chavez-maduro

Präsident Maduro verliert zunehmend an Unterstützung (Foto: Twitter)
Datum: 12. März 2014
Uhrzeit: 17:51 Uhr
Leserecho: 13 Kommentare
Autor: Redaktion
Autor folgen:
Sprachkurs Spanisch (Südamerika)

Einen Monat nach Beginn der Proteste von Studenten und Opposition gegen das linksgerichtete venezolanische Regime wird die Krise im südamerikanischen Land zunehmend komplexer. Oppositionsführer Henrique Capriles Radonski bekräftigte am Mittwoch (12.), das Präsident Maduro Venezuela zerstört und nicht im Traum daran denken sollte, die Probleme durch Tränengas, Verhaftungen, Unterdrückung und Folter lösen zu können.

„Feuer kann nicht mit Benzin gelöscht werden. Wenn Sie die Probleme im Land lösen wollen, müssen Sie die Verfassung achten. Der wirtschaftliche Niedergang, Abwertung, Inflation und Knappheit sind nur einige der Gründe, warum die Venezolaner auf die Straße gehen. Wir werden so lange auf die Straße gehen, bis Sie uns zuhören. Maduro verliert zunehmend Unterstützung, weshalb die Regierung immer aggressiver wird. Wenn wir die Dinge richtig anpacken, werden wir die Realität in Venezuela und auch in Lateinamerika ändern“, so der Gouverneur des Bundesstaates Miranda.

Die Proteste haben am Mittwoch (12.) ein weiteres Todesopfer gefordert. Der Ingenieurstudent Jesús Enrique Acosta (Universidad de Carabobo) wurde in La Isabelica de Valencia erschossen. Laut einem Cousin des Opfers flüchteten sie vor einer bewaffneten Gruppe, als der 23-Jährige von einer Kugel im Kopf getroffen wurde und bei Einlieferung in die Klinik “La Isabelica” bereits tot war. Nach Angaben der Behörden wurden weitere Personen in verschiedene Krankenhäuser eingeliefert. Mehrere der Opfer hatten Schussverletzungen im Brustbereich oder Oberschenkel, alle befinden sich außer Lebensgefahr.

Update 13. März

In der westvenezolanischen Stadt Valencia starben insgesamt mindestens drei Menschen, mehr als 15 Personen wurden bei den Schießereien verletzt.

Anzeige
wandere aus, solange es noch geht

P.S.: Sind Sie bei Facebook? Dann werden Sie jetzt Fan von agência latinapress! Oder abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter und lassen sich täglich aktuell per Email informieren!

© 2009 - 2016 agência latinapress News & Media. Alle Rechte vorbehalten. Sämtliche Inhalte dieser Webseite sind urheberrechtlich geschützt. Vervielfältigung und Verbreitung nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung von IAP gestattet. Namentlich gekennzeichnete Artikel und Leser- berichte geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Für Einsendungen und Rückmeldungen bitte das Kontaktformular verwenden.

Dies könnte Sie auch interessieren

Kommentarbereich

Hinweis: Dieser Kommentarbereich ist moderiert. Leser haben hier die Möglichkeit, Ihre Meinung zum entsprechenden Artikel abzugeben. Dieser Bereich ist nicht dafür gedacht, andere Personen zu beschimpfen oder zu beleidigen, seiner Wut Ausdruck zu verleihen oder ausschliesslich Links zu Videos, Sozialen Netzwerken und anderen Nachrichtenquellen zu posten. In solchen Fällen behalten wir uns das Recht vor, den Kommentar zu moderieren, zu löschen oder ggf. erst gar nicht zu veröffentlichen.
  1. 1
    thor

    vor 14 Jahren haben wir schon gewußt, was hier kommt, nur die Venezolaner nicht. Ein Mix aus mangelnder Geschichtsbildung, totaler Ignoranz, Fanatismus, Mitgängertums etc etc etc. – das Ergebnis sehen wir jetzt. Und das ist nur der Anfang vom Untergang Venezuelas. In ein paar Jahren werden wir dann von überall her hören – „aber das haben wir so nicht gewollt“…, jo jo, einem total vertrotteltem Volk mag man das ja noch durchgehen lassen, aber den umgebenden Versallenstaaten nicht, für die habe ich nur völlige Verachtung übrig. Ein so schöner Land und wird besiedelt von völligen Blindgängern…

    • 1.1
      babunda

      wir haben auch 20 jahre auf der insel margarita gelebt, nachdem chavez kam, wußten wir das die schöne zeit vorbei ist und das land kommunistisch wie cuba wird, diese dummen venezulanos wurden verblendet und haben ihm ihre stimme gegeben, auch noch den bescheuerten maduro. wie will jemals die opposition an die macht kommen, die roten paviane besitzen alle machtzentren, dazu schickt cuba noch seine versallen zum kämpfen, denn wenn venezuela fällt, fällt auch cuba.wie will Venezuela jemals auf die beine kommen, bei den horrenden schulden, die die unfähige regierung in zweistelliger milliardenhöhe angehäuft hat.

    • 1.2
      Tomás Fernández

      Ihr Kommentar ist genauso Sinnlos und Überfluessig wie ein Furunkel am Hintern.
      ich frage mich nur allen ernstes was Sie bei uns im Land machen wenn es sich um ein „verottetes Volk und Vasallenstaaten ringsrum “ handelt. Falls Sie doch nur halbwegs der Sprache maechtig sein sollten bitte ich Sie eindringlichst sich mal auf die Straße zu begeben, nicht in dem umzaeunten Ghetto in dem Sie vermutlich hausen, sondern dort wo wir, die „Eingeborenen“ leben und Ihre Thesen oeffentlich vorzutragen. Dann werden Sie gewahr was so ein „verlottertes Volk“ mit Ihnen anstellen wird.
      Mich wuerde es absolut nicht wundern wenn Sie aus der ehemaligen DDR stammen und nun einen Hals riskieren, aber nur da wo es ungefaehrlich fuer Sie ist. Anonym in einem deutschsprachigem Forum. Das ist Heldenhaft..Applaus !!!
      Solche Leute wie Sie mit solch einer Einstellung gehoeren, und das ist nicht meine Meinung alleine ausgewiesen.

  2. 2
    Martin Bauer

    Ich kann hier nichts von einem „total vertrotteltem Volk“ erkennen. Die Venezolaner machen ihre Sache jetzt doch ganz ordentlich und zahlen einen hohen Preis dafür. „Besiedelt von völligen Blindgängern“ sind u.a. ARD und ZDF. Die regen sich über einen lausigen Toten Demonstranten in der Türkei auf und kehren die Massaker in Venezuela unter den Tisch.

    • 2.1
      alexandro

      Wie gut Herr Bauer, das der “ lausige“ Demonstrant, nicht einer Ihrer Söhne oder Enkel wahr. Die Leute in der Türkei gehen letztlich aus den selben demokratischen Gründen auf die Strasse wie die inzwischen wach gewordenen Venezulaner

      • 2.1.1
        Bono

        Und es sind 2 Weitere in der Türkei dazu gekommen.Leider. Schlimm, was in beiden Ländern ab geht.
        Erdogan und Maduro in einen Sack und feste mit dem Knüppel drauf. Da trifft man wirklich immer den richtigen.

      • 2.1.2
        pandora

        @alexandro ,
        ich denke , was Herr Bauer damit andeuten wollte , ist das Gleiche worüber auch ich mich aufrege … dass die Geschehnisse in Venezuela im Ausland ( speziell Deutschland ) „unter den Teppich gekehrt “ werden . Venezuela und seine Toten scheinen nicht der Rede bzw eine Sendezeit wert zu sein .

      • 2.1.3
        Bono

        Hier dreht es sich heute hauptsächlich um Uli. Nachrichten über Venezuela findet man trotzdem zu genüge.Interresant sind die Blickwinkel unserer europäischen Nachbarn. ARD und ZDF sind wirklich sehr sparsam in ihrer Berichterstattung. Türkei und Ukraine sind halt näher. Venezuela ist aber keinesfalls zu ignorieren oder aus den Augen zu verlieren. Ein Flächenbrand kann auch seinen Ursprung in Südamerika finden.

      • 2.1.4
        Martin Bauer

        Das „lausige“ bezog sich selbstverständlich auf „einen“, also die Anzahl, nicht auf die Person. Ich dachte, das sei erkennbar.
        Ich will auch nicht herunterspielen, was in der Türkei passiert. Aber 15-20 Millionen Menschen, die aus Europa stammen, sollten etwas mehr und realistischere Berichterstattung wert sein, als sie z.Zt. in den deutschen Medien erfahren. Selbst Somalia, der Ghazastreifen und chinesiche Provinzen sind denen eher eine Schlagzeile wert, als die Venezolaner.

    • 2.2
      Fideldödeldumm

      Aus Ihrer Sichtweise – und auch aus meiner, als indirekt Betroffener – haben Sie Recht. Jedoch interessiert es in Deutschland kaum jemanden, was in Venezuela los ist.

      Ein Land, welches an Bündnispartner in Europa angrenzt, steht mit einem Bein im Krieg und das in Europa, praktisch um die Ecke! Die Vorkommnisse in der Türkei interessieren schon deshalb mehr Menschen, da gefühlte 30% der in Deutschland lebenden Personen aus der Türkei sind, zumindest wenn man in NRW oder Berlin wohnt. Und dann kommt noch das Thema von Knast-Wurst-Ulli.
      Von dem Abschlachten der Menschen im Bürgerkrieg von Zentralafrika wird in Deutschland auch nur beiläufig berichtet.

      Was mich jedoch wirklich stört, ist, dass die paar Berichte, die von Venezuela kommen, dann gar nicht die Realität wiedergeben und irgendwelche Hintergründe erfragen. Das ist halt ganz billiger Journalismus.

  3. 3
    fideldödeldumm

    Die Entwicklung in der Ukraine ist defacto für Deutschland nun mal besorgniserregender. Es ist ein Land, was an die Bündnispartner angrenzt und Venezuela ist weit weg. Dann kommt noch Knacki-Wurst-Ulli dazu und Venezuela ist den Leuten komplett egal. Da hab ich sogar Verständnis für. Jedoch sollten die paar Berichte, die gebracht werden, wenigstens die Wahrheit veröffentlichen.

  4. 4
    hugo

    ein land das akzeptiert das 30.000tausend menschen in diesem jahr ermordet werden kann man ruhig als völlig verwahrlost und vertrottelt bezeichnen.
    mir tun die menschen leid die jetzt auf der straße sterben und mir ist es egal ob chavista oder wutbürger.sie sterben sinnlos.
    wer ruft endlich zu einem generalstreik auf ? aber dazu ist auch noch die opusition zu unfähig.
    eh nicht das land ganz kaputt ist ändert sich hier nicht.
    hier gibs niemanden der reformen einleiten will.

    und dann..werdet ihr sehen es gab in diesem land keine chavistas. es waren die anderen.

    wir werden im april nach 14 jahren das land verlassen.

    wir hätten gerne hier als anständige und ruhige bürger weiter gelebt

  5. 5
    Inge Alba

    Irgendwo hat hier jeder etwas Recht, eines stimmt bestimmt, in Deutschland wird sehr, zu wenig in den Medien berichtet und wenn, dann oft seht , sehr links und das sage ich als Sozi. Aber ich lebe nicht in Deutschland und deshalb kann ich auch nicht mit dem Stimmzettel etwas ändern.Die Venezolaner alle über einen Haufen schmeißen und sie vertrottelt zu nennen, joder, seit wann gehen vertrottelte auf die Straße? Als Nichtvenezolanerin verbiete ich mir solche Verallgemeinerungen , es wird dem Volk in dieser Lage nicht Gerecht, für was sterben denn die meist jungen Leute? Sie haben schon mal überhaupt keine Schuld, daß schon vorher auch windige Regierungen an der Macht waren. Daß nun Maduro den Vogel abschießt , ja, ist ein ungebildeter, verblendeter, indoktrinierter , Hassprediger, der sein Können von dem Oberganoven Chavez abgeschaut hat, nur da hat sich auch keine große Opposition zu Wort gemeldet, da haben sie diesen Blindgänger 2002 abgesetzt um ihn 3Tage später wieder an die Macht zu lassen, Fazit, unfähige Opposition.Jetzt müssen es die Jungen ausbaden, leider und sie seien vor den „Damaligen“gewarnt!

Diese News ist älter als 14 Tage und kann nicht mehr kommentiert werden!