Fußball-Weltmeisterschaft Brasilien 2014: Touristen sollten gegen Masern geimpft sein

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Masern-Ausschlag bei einem Kind (Foto: GoV)
Datum: 06. April 2014
Uhrzeit: 09:11 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
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Vom 12. Juni bis zum 13. Juli 2014 findet in Brasilien die Endrunde der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 statt. Das bedeutendste Turnier für Fußball-Nationalmannschaften wird mehr als 600.000 Fußballbegeisterte aus dem Ausland in das größte Land Lateinamerikas locken. Touristen und Teilnehmer der Spiele sollten auf die gestiegene Zahl der Masern-Fälle in den letzten Jahren reagieren und sich impfen lassen. Laut dem brasilianischen Gesundheitsministerium wurden im vergangenen Jahr 201 Fälle von Masern registriert – fünf mal mehr als im Jahr 2011 und 100 mal mehr als im Jahr 2012.

In diesem Jahr traten 74 Infektionen bis Anfang Februar auf, 70 von ihnen im Bundesstaat Ceará und vier in Pernambuco. Die Masern sind eine durch das Masernvirus hervorgerufene, hoch ansteckende Infektionskrankheit, die vor allem Kinder betrifft. Neben den typischen roten Hautflecken (Masern-Exanthem) ruft die Erkrankung Fieber und einen erheblich geschwächten Allgemeinzustand hervor. Es können außerdem in manchen Fällen lebensbedrohliche Komplikationen wie Lungen- und Hirnentzündungen auftreten.

„Jedes Jahr haben wir einen Durchschnitt von 5% der Kinder, die nicht geimpft werden und über die Jahre dadurch einen immer größeren Prozentsatz der Bevölkerung, die anfällig für diese Krankheit ist. Die Chancen für einen Ausbruch oder epidemische Zunahme der Krankheit sind hoch. Kinder unter 6 Monaten sollten Reisen zu den Spielorten dieser Großveranstaltung meiden. Obwohl die Chancen für eine Infizierung mit dem Masernvirus klein sind, sollten alle Brasilianer und Touristen, die an den Spielen teilnehmen überprüfen, ob ihr Impfschutz noch aktuell ist“, erklärt Leonardo Menezes, Kinderarzt und Spezialist für pädiatrische Infektionskrankheiten am Nationalen Fer­nan­des-Fi­guei­ra-In­sti­tut für die Ge­sund­heit der Frau, des Kin­des und Her­an­wach­sen­der (IFF/Fiocruz).

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