Krise in Venezuela: Selbst Chavistas nehmen an den Protesten gegen das Regime teil

Datum: 07. April 2014
Uhrzeit: 15:18 Uhr
Ressorts: Kurznachrichten
Leserecho: 7 Kommentare
Autor: Redaktion
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Die mit der Regierungspartei PSUV (Vereinte Sozialistische Partei Venezuelas) verbündete Partei „Frente Nacional de Clase Media Socialista“ gab am Montag (7.) bekannt, dass inzwischen selbst Chavistas an den Protesten gegen das linksgerichtete Regime teilnehmen.

„Wir fanden Genossen, Chavistas, die an den Demonstrationen teilnahmen. Sie leiden wie ihre Nachbarn und stehen im Supermarkt in den gleichen Warteschlangen“, erklärte Carlos Hurtado, Koordinator der Partei, in einem Interview. Er räumte ein, dass der aktuellen Regierung ein klarer politischer/wirtschaftlicher Plan fehle und sie deshalb in Frage gestellt werde.

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  1. 1
    VE-GE

    Genau so ist es deshalb verstehe ich bis heute nicht warum diese immer noch fuer die Regierung ist, zumindest ein Teil davon !

  2. 2
    Martin Bauer

    Das war von Anfang an der Fall, schon bei Demonstrationen in 2013. Selbst die PSUV ist tief gespalten.
    Für das Volk gibt es keinen Zugang zu Waffen. Wer noch eine Schusswaffe zuhause hat, kriegt keine Munition. Auch die Coletivos erhalten ihre Munition von der Regierung. Andere gibt es einfach nicht mehr. Und ohne massiven Waffeneinsatz ist die Bande nicht weg zu kriegen. Mit friedlichen Mitteln kann man nur provozieren, Blutopfer zollen, und auf Intervention aus dem Ausland hoffen. Aber bevor die kommt, friert wohl eher die Hölle zu…

    • 2.1
      Bono

      Es wäre auch ein Fehler, wenn ein ausländisches Land eingreifen würde.Venezuela ist gespalten genug und muss m.E. die Kriese von innen heraus und selbstständig lösen.
      Siehe Irak oder Afganistan. Dort ist heute mehr Chaos dank ausländischer Intervention.
      Anders wäre es, wenn Venezuela seine Nachbarn überfallen würde, was wir alle nicht hoffen.

      • 2.1.1
        Martin Bauer

        Das Ausland greift längst massiv ein. Über die Präsenz Kubas wurde hier schon ausführlich berichtet. Auch China hat wiederholt Truppen geschickt. Und Russland hat Marineeinheiten in die Karibik geschickt. Wenn andere Länder denen nicht EInhalt gebieten, wer dann?

    • 2.2
      Caramba

      Nun, wenn nur die PSUV an Munition und Waffen kommt, und schon Chavista mit demonstrieren, liegt die Lösung für Munition eigentlich doch auf der Hand. War da nicht ein Ex-General, der sich nicht verhaften liess? Der hatte genug Waffen und Munition…….und er und seinesgleichen könnten da bestimmt helfen. Zumal die meisten der Bande für ein bisschen Geld eh alles tun würden. 2011 war der Kurs für eine Polizei-Glock plus eine Schachtel Munition bei ca 1000.-$, je nach Verhandlungsgeschick…….
      Mit der Inflation müsste das ja heute billiger sein, oder?
      Oder hat die Guardia plötzlich ihre „Ehre“ entdeckt? Fällt mir schwer zu glauben…..
      Saludos

    • 2.3
      Bono

      Wenn jetzt z.B. die USA militärisch in Venezuela intervenieren würde, dann käme es mit Sicherheit zu einem Flächenbrand.
      Die Interessen Chinas und Russland liegen auf der Hand und die wollen aber sicher ein stabiles Venezuela um irgendwann ihre Kohle wieder zu kriegen.
      Die Kubaner hat Chavez selber eingeladen und die wissen sehr genau was passiert, wenn die jetzige Regierung zum Teufel gejagt wird, was hoffentlich bald passiert.
      Die Forderungen der Opposition für Gespräche halte ich für sehr vernünftig und wünsche mir viel mehr internationale Unterstützung.
      Krieg ist jedenfalls keine Lösung denn dann gibt es immer nur Verlierer.
      Blauhelme nach Venezuela entsenden wäre vielleicht nicht schlecht. Auch in Hinblick auf Neuwahlen.
      Wünsche euch allen, ob Einheimisch oder Ausländer, das dieser Albtraum bald vorbei ist.

  3. 3
    Martin Bauer

    Gestern Nachmittag soll es einen weiteren Toten gegeben haben. In Trigal (Valencia) wurde die ganze Nacht geschossen. In Barquisimieto (nannte sich mal Chavista-Hochburg!) haben sie eines der chinesischen Panzerfahrzeuge umgekippt…
    In Valencia wurde auf einer Strassenkreuzung ein mehrstündiger Dokumentarfilm über die Serie an Revolutionen in Ägypten (2011-2013) gezeigt, aus der Sicht von Teilnehmern aller Seiten. Klasse Aktion!

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