Ebola: Ärzte aus Kuba werden im Krankheitsfall nicht repatriiert

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Insgesamt sind bereits mehr als 4.000 Menschen an Ebola gestorben (Foto: Minustah)
Datum: 15. Oktober 2014
Uhrzeit: 14:49 Uhr
Leserecho: 3 Kommentare
Autor: Redaktion
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Die Ebola-Epidemie hat besorgniserregende Ausmaße erreicht. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat inzwischen weit über 8.000 Ebola-Fälle in den drei am stärksten von der Seuche betroffenen Ländern Guinea, Liberia und Sierra Leone registriert. Mehr als 4.000 Menschen fielen der Seuche bisher zum Opfer. Als eines der ersten Länder hatte Kuba im September die Entsendung von 63 Ärzten und 102 Pflegern nach Sierra Leone angekündigt. Nach einem Bericht des staatskritischen Internetportals „Diario de Cuba“ hat die kommunistische Regierung der Karibikinsel die medizinischen Helfer vor ihrer Abreise dazu gezwungen, ein Dokument zu unterschreiben. Für den Fall einer Infektion verzichten sie damit auf eine Rückführung in ihr Heimatland. Die Maßnahme umfasst ebenfalls eine Bestattung der Überreste im Falle des Todes.

Das Portal beruft sich auf einen Arzt, der diese Meldung verbreitet haben soll. Das Wall Street Journal berichtete, dass die kubanischen Mitarbeiter in Sierra Leone in einem billigen Hotel hausen sollen. Dort wäre ein Großteil der Toiletten kaputt, unzählige Fliegenschwärme würden die schmutzigen Tische bevölkern.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    VE-GE

    Na kein Wunder das man das Ebola dort nicht in den Griff bekommt unter diesen Lebensbedingungen!

  2. 2
    Martin Bauer

    Kuba und seinen traditionell menschenverachtenden Umgang mit seinen „Sklaven“ mal aussen vor gelassen: Die Rückführung von in Afrika erkranktem medizinischen Personal erscheint zwar ethisch und moralisch als unabdingbare Pflicht. Andererseits halte ich dies nur für vertretbar, wenn am Zielort ein gewisses Mindestmass an Sicherheit für die dort lebenden Menschen und das behandelnde medizinische Personal gewährleistet ist. Was die USA und Spanien diesbezüglich an den Tag gelegt haben, ist skandalöser Dilettantismus, wenn nicht fahrlässige Tötung. Ich hoffe sehr, das läuft in anderen Ländern besser ab und in Zukunft auch in den USA und Spanien. Andernfalls halte ich eine Rückführung für nicht verantwortbar und für das betroffene Volk für nicht zumutbar.

  3. 3
    jose

    Zitat::
    „Das Portal beruft sich auf einen Arzt, der diese Meldung verbreitet haben soll.“
    Was soll dieser Arzt über möglicherweise infizierte Krankenschwestern/pfleger gesagt haben?
    Gibt es eine zuverlässige Quelle?

    Zur Unterbringung der Helfer ( im Hilton ?) (in einem seit Jahren zerstörten Bürgerkriegsland) will ich mich nicht weiter aüßern).

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