Präsidentschaftswahl in Brasilien: „Venezuela und Argentinien hindern uns am Vorwärtskommen“

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Technisches Unentschieden scheint möglich (Foto: Agenciabrasil)
Datum: 21. Oktober 2014
Uhrzeit: 08:03 Uhr
Leserecho: 2 Kommentare
Autor: Redaktion
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Die Stichwahl um das Präsidentenamt am kommenden Sonntag (26.) dürfte in einem Kopf-an-Kopf-Rennen entschieden werden und wird in Brasilien als „die härteste Wahl in der jüngeren Geschichte“ des größten Landes von Lateinamerika bezeichnet. Laut jüngsten Umfragen kommt der bürgerliche Gegenkandidat Aécio Neves derzeit auf 45 bis 51% der Stimmen, Rousseff liegt bei 43 bis 49%. Wenn die Vorhersagen der Umfragen eintreffen und Neves gewinnt, ist er der erste Präsident Brasiliens, der nicht bereits in der ersten Runde der Wahlen gewonnen hat.

Fast alle Umfragen der größten Institute gehen davon aus, dass es ein technisches Unentschieden geben und daher eine Stimme das Gleichgewicht zwischen beiden Kandidaten kippen kann. In früheren Wahlen war die Spanne zwischen den Kandidaten viel höher. Analysten der Credit Suisse durchleuchteten die Präferenzen der Wähler nach ihrem Alter, Religion, Bildung und Durchschnittseinkommen. Demnach bevorzugen Jugendliche zwischen 16 und 24 Jahren mit über 60% Neves, während die Mittelklasse die derzeitige Präsidentin favorisiert.

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Die meisten Katholiken und nicht-religiösen Wähler wollen für Rousseff abstimmen, Pfingstkirchler, Spiritisten und Nicht-Evangelikale setzen hingegen auf die Opposition. Mit zunehmendem Bildungsniveau fällt die Unterstützung für Rousseff, das gleiche gilt in Bezug auf die Einkommensverhältnisse: Je höher das Einkommen, desto mehr Unterstützung für Neves.

Update 22. Oktober

Neves hat in einem Interview bekräftigt, bilaterale Abkommen auch ohne Zustimmung des südamerikanischen Blocks (Mercosur) zu verhandeln. „Wir können nicht zulassen, dass die Positionen von Venezuela und Argentinien uns am Vorwärtskommen hindern. Was in den letzten zwei Jahren passiert ist, war nicht zum Vorteil Brasiliens. Außenpolitik ist ein Geschäft“, bekräftigte der Präsidentschaftskandidat während einer Pressekonferenz in Campo Grande (Mato Grosso do Sul.

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  1. 1
    Manuel Ritter

    Wo der Mann Recht hat, hat er Recht. Eiternde und stinkende Geschwüre muss man herausreißen!

  2. 2
    babunda

    die rote unfähige korrupte pagage gehört ausgerottet, die sollen alle zum fidel gehen und ihren untergang feiern.

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