Venezuela: Preis für Rohöl fällt weiter

Datum: 24. Oktober 2014
Uhrzeit: 16:49 Uhr
Leserecho: 15 Kommentare
Autor: Redaktion
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Trotz der Kriege im Nahen Osten und der Ukraine sinkt der Ölpreis seit Monaten. Diese Woche setzte sich der Abwärtstrend weiter fort. Nach Angaben des venezolanischen Ministeriums für Erdöl und Bergbau lag der Preis für ein Barrel (159 Liter) am Freitag (24.) bei 75,90 US-Dollar – 1,75 Dollar weniger als vor einer Woche.

Laut einer Studie der Researchabteilung der Deutschen Bank benötigt Venezuela einen Ölpreis von mindestens 162 US-Dollar, um seinen Staatshaushalt zumindest auszugleichen. Die Zeiten, als sprudelnde Einnahmen aus den Ölquellen dafür sorgten, dass sogar für die Armen noch etwas übrig blieb, sind vorbei.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    VE-GE

    Das ist der Richtig weg und wird ihn in die Hoelle befoerdern….wo er hingehoert !

  2. 2
    Martin Bauer

    „Laut einer Studie der Researchabteilung der Deutschen Bank …“ – Das Ausmass des Interesses deutscher Banken an der wirtschaftlichen und politischen Entwicklung in Venezuela übersteigt das des Volkes und der Regierung bei weitem. Und das schon seit vielen Jahren. Warum wohl ist das so…?

    • 2.1
      hombre

      fürchte, Venezuela gerät da jetzt eher zufällig mit in den Sog der für Russland gedacht ist…!

      • 2.1.1
        Herbert Merkelbach

        Ich bin mir da nicht so sicher. Man muss sich nur die Importstatistik der US Energy Information Administration (eia.gov) bezüglich der Rohölimporte der USA aus Venezuela ansehen, dann kann man einen ständigen Rückgang der Ölimporte ersehen. Der Rückgang hält schon seit Jahren an.

      • 2.1.2
        hombre

        diese Art von „Krieg“ sollte dann vermutlich seine Wirkung nicht verfehlen…Obama ist eben kein Bush!

        Aussenminister Kerry hat vermutlich schon Arschschmerzen vor lauter Kamelreiten…

      • 2.1.3
        Michael Singer

        Der Niedergang der Venezolanischen Erdölindustrie beginnt bereits in den 80er Jahren. Bereits in den 80er Jahren bricht die Produktion aufgrund der überalterten Infrastruktur um rund 1/3 ein.Die Venezolanische Erdölindustrie wurde in den 1920er bis Ende 1970er aufgebaut. Seither wurde nicht mehr investiert obwohl man fortlaufend neue Erdölfelder entdeckt hat. Ich war im Jahr 2000 in Venezuela und in meinem Reiseführer stand,dass die Produktion in Venezuela von 2000 bis 2010 um 1/3 zurückgehen würde und zwar aufgrund der der seit Jahrzehnten überalterten Infrastruktur. Mein Reiseführer wusste das schon zum voraus. Die Linken haben die PDVSA nicht abgewirtschaftet,sie bekamen nur noch einen Haufen Förderschrott in die Finger gedrückt. Aktuell sieht es so aus,dass wenn Venezuela weiterhin auf Amerika und Europa gesetzt hätten,sie wie alle Südamerikanischen Länder verloren hätten.Amerika importiert heute nur noch 20% der früheren Menge Öl. Der Rest wird selber mit Fracking und Abbau von Oilsands produziert. Übrigens wird Amerika in den kommenden Jahren völlig unabhängig von Erdölimporten und sogar noch selber exportieren. Amerika braucht kein Öl mehr aus Südamerika. Interessant finde ich auch dass Exxon noch 10 Mrd für ihre Anlagen wollten,aber nur 1,6 Mrd bekamen. War das vielleicht noch der Schrottpreis für einen Haufen Förderschrott,den sie in Venezuela zurückgelassen haben?

      • 2.1.4
        Martin Bauer

        @Michael Singer
        Ihr Reiseführer war wirklich ein schlaues Kerlchen mit prophetischen Gaben, denn in 2000 war das kommende Desaster der PDVSA noch nicht abzusehen. Erst im Jahr 2002, nachdem Chávez fast dem gesamten Personal der PDVSA Sabotage vorgeworfen hatte, wurden auf seinen Befehl hin rund 18.000 z.T. hochqualifizierte Mitarbeiter entlassen und durch mehr als 100.000 Individuen von völlig ungebildetem Gesindel mit rotem Parteibuch ersetzt. Ich kenne persönlich einen Mann, der 22 seiner 27 Kinder dort untergebracht hat!
        Zusätzlich begann die PSUV damit, jährlich Anleihen (Petro-Boni) in Höhe von 2 bis 8 Milliarden Dollar jährlich auszugeben. Diese Papiere wurden ausschliesslich „Freunden der Revolution“ zum Kauf angeboten, die sie in für die PDVSA völlig wertlosen Bolivares bezahlen durften (dafür erhielt die PDVSA von der Nationalbank keine Devisen und konnte somit keine ausländischen Rechnungen bezahlen). 2-3 Geschäftstage nach dem Erwerb der Papiere wurden diese in der Regel im Ausland verkauft und bescherte dem Erstbesitzer einen Reingewinn von 200-600%, je nach Jahr des Geschehens. Dazu brauchte dieser nicht mal einen einzigen Bolivar Eigenkapital, denn die Banken waren angewiesen, solchen Leuten Kredit in praktisch beliebiger Höhe zu gewähren. Meine Informationen habe ich aus erster Hand, von Leuten, die auf diese Weise über Jahre hinweg ein Vermögen verdient haben und von den beteiligten Banken selber.
        Des weiteren wurden gigantische Mengen von Rohöl und von Fertigprodukten unter der Hand verkauft, ohne dass die PDVSA einen Cent davon sah. Man bezahlte nicht mal immer die Rechnungen der Transportkosten. Ich selbst hatte mit einem Liefervertrag über 1,5 Millionen Dieselöl pro Monat über 18 Monate zu tun, Verkaufswert etwa 18,7 Milliarden Dollar. Ich kenne den Käufer, werde ihn aber nicht nennen. Auch ich wurde um meine Provision betrogen. Zwei Beteiligte wurden im Zuge der Abwicklung erschossen.

        Die PDVSA wurde so in den vielen Jahren dieser und ähnlicher Praktiken von der PSUV-Bande um eine Summe beraubt, die zwischen 600 und 800 Milliarden Dollar liegen dürfte, möglicherweise mehr. Aber das konnte ihr Reiseführer von 2000 wohl kaum ahnen.

      • 2.1.5
        Michael Singer

        Ja,mein Reiseführer wahr fürwahr ein kluges Kerlchen. Leute die so etwas schreiben nennen wir übrigens in Europa Wirtschaftswissenschafter welche den Zustand einer Volkswirtschaft beurteilen und
        daraus Zukunftsprognosen für die Wirtschaft eines Landes voraussagen. Solche Leute arbeiten bei uns in Banken,Nationalbanken usw.

      • 2.1.6
        Martin Bauer

        Ihr „Reiseführer“ wurde ganz offensichtlich vom roten Propaganda-Apparat verfasst, vielleicht von den Autoren des „Neues Deutschland“.
        Die PDVSA war bereits lange vor Chávez verstaatlicht worden, was bekanntermassen so gut wie immer der Effizienz und Produktivität einer Firma schadet. Jedoch war man damals technisch wie finanziell in der Lage, durch eventuell versäumte Instandhaltung der Infrastruktur entstehende Probleme in kürzester Zeit zu beheben. Wir reden ja nur über AUFRECHTERHALTUNG der Produktion, nicht über deren Stagnation oder die Erschliessung neuer Lagerstätten.
        In 2000 hatte die rote Regierung bereits 3 Jahre Zeit gehabt, die PSVSA auf Vordermann zu bringen, wenn dies notwendig gewesen wäre, und wenn sie dies gewollt und gekonnt hätte. Als die Iraker Tausende der Ölquellen Kuwaits sprengten und in Brand setzten, waren die meisten davon nach einigen Monaten wieder am Fördern, obwohl vorher Wirtschaftsexperten und Medien davon sprachen, dass dieser Prozess Jahrzehnte dauern würde. Diese Leute verstehen eben nichts von der Ölförderung, bestenfalls haben sie Kenntnisse des Öl-Marktes. – Auch als in Folge des venezolanischen Generalstreiks von 2002 viele Quellen geschlossen wurden und Schaden nahmen, wurde behauptet, dass Venezuela über 10-15 Jahre nicht mehr zu der Produktion von 2001 zurückfinden würde, wegen nur schwer zu behebender Schäden an den Fördereinrichtungen. Aber auch das war künstlich geschürte Hysterie, um den Preis hoch zu treiben. Nur Wochen später wurden die Tanker wieder beladen. Wie schon geschildert, war ich selber geschäftlich involviert.
        Doch dann begann der Rachefeldzug von Chávez gegen die „Saboteure“. Massenentlassungen bei der PDVSA, Massenhinrichtungen mit Maschinengewehrgarben bei der Belegschaft von Fernsehsendern, die darüber berichteten. – Aber das steht auch heute nicht in Reiseführern und auch nicht in Wikipedia, denn wer dort schreibt oder berichtigt, gibt seine Identität Preis und setzt damit leicht sein eigenes Leben und das seiner Familie auf’s Spiel. Nicht falsch verstehen! Das ist nicht die Schuld von Wikipedia, sondern eine der Schwächen seines liberalen Systems. Weltweit gilt immer erst mal als Fakt, was staatliche Presseagenturen von sich geben. Und das ist im Falle Venezuelas dummdreiste Verdrehung der Tatsachen im Sinne des Organisierten Verbrechens unter roter Fahne, nicht selten von „Neues Deutschland“ oder „amerika21“ fast wörtlich übersetzt.

  3. 3
    babunda

    so kann man auch kriege gewinnen ohne das ein schuss fällt. es werden viele länder durch die fallenden ölpreise am krückstock gehen.

    • 3.1
      Romero Nerio

      Und liebe Genossen, das ist gut so. Der korrupte und dreckige Sumpf muss ausgetrocknet werden.

  4. 4
    Herbert Merkelbach

    Sr. Michael Singer:
    Dann lassen Sie einmal die Hose herunter und nennen den Namen Ihres Reiseführers in diesem Forum. Ich werde mich darum bemühen herauszufinden, ob Ihre Darstellung der Wahrheit entspricht.
    Wie sagte doch Wladimir Iljitsch Uljanow, genannt Lenin: Vertrauen ist gut, Kontrolle besser.
    ALSO HER MIT DEM NAMEN.

    • 4.1
      Michael Singer

      Es tut mir leid,ich habe genau diesen Reiseführer deswegen übrigens letzthin gesucht und ihn nicht mehr gefunden. Ich kann Ihnen also nicht mehr sagen welcher es war. Ich habe aber schon gepostet,dass sich in Europa Banken und Nationalbanken mit Volkswirtschaften und deren Zustand beschäftigen und Wirtschaftsprognosen für die entsprechenden Länder veröffentlichen. Diese sind wichtig für Investoren. In diesem Sinne war das eine Zukunftsprognose zur Entwicklung der Venezolanischen Ölproduktion wahrscheinlich erstellt von einem europäischen „Wirtschaftsspezialisten“ ,welche in diesem Reiseführer wiedergegeben wurde. Es hat mich übrigens selber überrascht,dass sie so genau zugetroffen ist. Ich weiss noch dass es ein Deutscher Reiseführer war.Sorry.

      • 4.1.1
        Manuel Ritter

        @Es tut mir leid

        Mir auch…….ohne Worte

      • 4.1.2
        Herbert Merkelbach

        Ich habe noch Bücher aus den 60er Jahren in meinem Schrank stehen und die bleiben auch dort. Sie wollen den Lesern dieses Forums andeuten, dass Sie Ihren Reiseführer nicht mehr finden. Wahrscheinlicher ist, dass Sie nie einen Reiseführer benutzt, geschweige für eine evtl. Reise nach Venezuela in der Hand hielten.
        Für wie dumm oder dämlich halten Sie eigentlich die Leser dieses Forums? Wenn ich nicht mehr auf Dokumente, egal welcher Art, zurück greifen kann, dann erwähne ich diese nicht und halte den Mund.
        Ihre Ausführung, das ein Wirtschaftsspezialist“ – welch ein Wort – Prognosen über den zukünftigen Absatz venezolanischen Erdöls abgegeben haben soll bezweifle ich sehr stark. Nennen Sie bitte diesen „Wirtschaftsspezialisten“. Alles andere scheint wohl Ihren Gedächtnisspinnereien entsprungen zu sein.

        Ross und Reiter, dass wollen die Leser dieses Forums wissen. Die Leser dieses Forums sind nicht an „bullshit“ und „sozialistischem Schwachsinn“ interessiert.

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