Kokain-Schmuggel in Hamburg und Rumänien: Staatsbürger aus Kolumbien und Venezuela festgenommen

kokain

Beim gefundenen Kokain handelt es sich um "Cocaína Negra" (Foto: Archiv)
Datum: 08. April 2015
Uhrzeit: 18:50 Uhr
Ressorts: Panorama, Venezuela
Leserecho: 1 Kommentar
Autor: Redaktion
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Die rumänische Polizei hat in der Stadt Timisoara (Westen) vier Venezolaner festgenommen. Ihnen wird vorgeworfen, siebzig Kilogramm Kokain eingeführt zu haben. Die Drogen waren für den spanischen Markt bestimmt und wurden im Hafen von Constanța am Schwarzen Meer in verschiedenen Möbelstücken gefunden. Beim gefundenen Kokain handelt es sich um „Cocaína Negra“. Herkömmliches Kokain wird mit Eisenthiocyanat versetzt, verliert dadurch seine weiße Farbe und wird fast geruchlos. Ebenfalls reagiert die Droge nicht mehr positiv auf routinemäßig eingesetzte chemische Reagenzien zu deren Erkennung. Durch den Einsatz von Aceton oder Äther lässt sich das schwarze Pulver nach erfolgreicher Schmuggelaktion dann am Bestimmungsort wieder ohne große Probleme in weißes Kokain zurückverwandeln.

Bereits am 6. März 2015 entdeckten Zollfahnder des Zollfahndungsamts Hamburg in einem Container aus Ecuador rund 80 Kilogramm schwarzes Kokain. Laut Frachtpapieren war der Container mit Möbeln aus Südamerika beladen und für einen Empfänger in Temeswar (Rumänien) bestimmt. Anhand einer Risikoanalyse durch die Ermittlungsgruppe Hafen des Zollfahndungsamts Hamburg wurde der verdächtige Container einer Röntgenuntersuchung bei der Containerprüfanlage (CPA) des Zollamts Hamburg-Waltershof zugeführt. Diese bestätigte den Verdacht eines möglichen Drogenschmuggels. Bei der Auswertung der Röntgenbilder konnten dunkle Verstärkungen am Rand und in einzelnen Packstücken der Ladung erkannt werden. Eine nähere manuelle Kontrolle auch mithilfe eines Drogenspürhunds des Hauptzollamts Hamburg-Hafen führte dann zum Auffinden einer schwarzen harzähnlichen Paste, die anhand eines Drogenschnelltests als Kokain identifiziert wurde. Diese schwarze Kokainpaste war teilweise in den Wänden der Möbelstücke versteckt.

Um an die Hinterleute der Kokainlieferung heranzukommen, nahmen die Ermittler des Zollfahndungsamts Hamburg Kontakt mit den zuständigen rumänischen Ermittlungsbehörden in Bukarest auf. Über die rumänischen Ermittler (Direktion zur Bekämpfung der „Organisierten Kriminalität“ beim rumänischen Innenministerium) wurde bekannt, dass dort bereits ein größeres Ermittlungsverfahren gegen eine bestimmte Tätergruppierung von Rumänen und Südamerikanern geführt wird, und dass diese Tätergruppierung demnächst eine größere Menge Kokain erwarten sollte.

In Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Hamburg und den rumänischen Ermittlungsbehörden wurde dann auf Ersuchen der rumänischen Ermittler der Container mit den Möbeln aus Ecuador unter Überwachung kontrolliert dem Empfänger in Temeswar am 7. April 2015 zugestellt. Dabei erfolgte der Zugriff durch die rumänischen Ermittler. Vier Personen, darunter der kolumbianische Hintermann, ein Venezolaner, ein Spanier und ein Rumäne, wurden festgenommen.

Insgesamt befanden sich in den Möbeln rund 80 Kilogramm schwarzes Kokain mit einem Kokain-Wirkstoffgehalt von rund 44 Prozent. Die 80 Kilogramm Kokain haben einen Straßenverkaufswert von rund 5,2 Millionen Euro.

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  1. 1
    Herbert Merkelbach

    DIOSDADO kommt aber auch auf die tollsten Gedanken.

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