Venezuela: Stimme gegen das Regime kostet Wählern den Arbeitsplatz

madburo

Venezuelas Präsident Maduro: Jenseits der Realität (Foto: Archiv)
Datum: 15. Dezember 2015
Uhrzeit: 22:14 Uhr
Leserecho: 3 Kommentare
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Weil öffentliche Angestellte bei den Parlamentswahlen am 6. Dezember nicht für die chavistischen Kandidaten gestimmt haben, sind sie nun entlassen worden. In der Stadt Puerto Ordaz mussten 34 Mitarbeiter des staatlichen Nahrungsmittelunternehmens Pdval ihren Hut nehmen. Schon vor den Wahlen haben Funktionäre des Links-Regimes von Nicolás Maduros den öffentlichen Unternehmen mit Entlassungen gedroht – sollten die Mitarbeiter ihre Stimme Gegenkandidaten geben. Nach den Wahlen ist beim Nahrungsmittelunternehmen Pdval dann eine Liste mit den Namen der „Verräter“ aufgehängt worden. „Traidores… Fuera de nuestra institución“ (Verräter… Raus aus unserer Einrichtung) ist diese betitelt, wie Fotos zeigen. Dazu gibt es noch den Hinweis, dass diejenigen, die anderer Meinung sind oder die fehlen, die nächsten sein werden.

entlassung

Nach Berichten verschiedener lokaler Medien hat sich Ähnliches ebenso in anderen Einrichtungen und Städten abgespielt. Demnach wurden Mitarbeiter verschiedener öffentlicher Behörden, darunter der Stadtverwaltung im Verwaltungsbezirk Lobatera, entlassen.

Seit dem 7. Dezember sind bei der Nichtregierungsorganisation Provea Anzeigen wegen Einschüchterungsversuchen, Gewalt, Androhungen von Entlassungen sowie politisch motivierten Diskriminierungen am Arbeitsplatz eingegangen, wie es auf der Homepage der Organisation heißt, die sich für Bildung und Menschenrechte einsetzt.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    VE-GE

    Typisch rotes Pack !

  2. Das war bei den letzten Präsidentschaftswahlen ganz genauso. Anders hätte es der Dreckskerl Maduro nie geschafft. Und auch Chávez bediente sich solch erpresserischer Methoden. Da DIE LINKE diese Typen verehrt und umjubelt, können wir uns ausrechnen, was der Bundesrepublik blühen würde, wenn diese Parte jemals die Bundestagswahlen gewinnen würden und an die Macht kämen. Es wären die letzten freien Wahlen gewesen, bis vielleicht die Amis das Volk wieder einmal befreiten…

  3. 3
    marvin Scott

    In einem Land ohne Diktator sind Wahlen normalerweise geheim. Woher wissen die xxxxxxxxx wer wie gestimmt hat? Ja die LINKEN, das wäre Irrenhaus total. Wenn die Wagenknecht darüber schwafelt, dass man damals Banken retten musste und heute nichts täte für die Flüchtlinge, dann hat sie nie begriffen, dass Bankenretten auch Sparguthaben, Rentenansprüche, etc. von einfachen Bürgern sichern heisst. LINKE und Chavistas sind eben Schlangenfänger.

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