E-Commerce in Lateinamerika: Attraktive Märkte mit viel Potential

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Auch in Lateinamerika gewinnen Shopping-Portale inzwischen mächtig an Fahrt (Foto: Serge Kij by CC BY 2.0)
Datum: 15. Dezember 2015
Uhrzeit: 21:54 Uhr
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Autor: Redaktion
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Südlich des Startup-Mekkas Silicon Valley ist der Markt für junge Unternehmensgründer im Bereich des Online-Handels ebenfalls attraktiv. Ob in Brasilien, Argentinien oder Chile: Die Startups schaffen Arbeitsplätze und sind auch für Investoren aus dem amerikanischen und europäischen Ausland attraktiv.

Einen Onlineshop zu gründen, um auf dem chilenischen, brasilianischen, mexikanischen oder anderen Märkten Lateinamerikas durchzustarten, ist mit Baukastensystemen wie denen von 1&1 heute so unkompliziert wie nie. Doch wer im Ausland eine Existenz aufbauen oder expandieren will, muss sich grundsätzlich immer auf eine andere Zielgruppe mit einem anderen Einkaufsverhalten, als in Deutschland einstellen. So neigen die Verbraucher in Lateinamerika vor dem Fällen einer Kaufentscheidung im Internet häufiger dazu, mehr Informationsquellen zu den Produkten zu recherchieren, als die Konsumenten in Deutschland. Deshalb sollten Händler hier besonders auf die Omni-Channel-Strategie setzen, um potentielle Kunden auf unterschiedlichen Wegen anzusprechen. Neben dem Internet gelten Printmedien und TV-Werbung immer noch als die wichtigsten Werbemittel. Lateinamerika bietet zudem den großen Vorteil, dass viele Märkte mit einem spanischsprachigen Online-Auftritt bedient werden können. Durch die Integration des Corporate Translation Managements können Unternehmen einzelne Märkte multilingual bedienen und bestimmte Produkte speziell abgestimmt auf die Zielgruppen auf dem lateinamerikanischen Kontinent absetzen.

Das beste Beispiel für das große wirtschaftliche Interesse deutscher Internet-Firmen am lateinamerikanischen Raum sind die Aktivität von Rocket Internet in diesem Raum. So gehören Dafiti, Home24, Westwing und über zwei Dutzende weiterer Startups zum Reich der Samwer-Brüder, in Lateinamerika. Dafiti ist dabei der größte Online-Versandhändler für Mode in Brasilien, das das in Deutschland aktive Online-Modehaus Zalando für sich als Vorbild nimmt. Auch in Argentinien, Kolumbien, Chile und Mexiko ist der Modeversender vertreten.

Die Zahl der Online-Verkäufe in Lateinamerika wächst und der Internethandel hat hier ein großes Entwicklungspotential. Die Bemühungen um den Ausbau der Internetversorgung in Chile zum Beispiel sollen sich auch auf die Infrastruktur für den E-Commerce positiv auswirken. Chile hat nicht nur die schnellste Internetversorgung unter den Ländern Lateinamerikas, sondern fördert auch digitale Startups, wie kaum ein anderes Land und zieht somit Gründer aus der ganzen Welt an. Junge Unternehmer bekommen hier, nach erfolgreicher Bewerbung 40.000 Dollar Startkapital, das nicht zurückgezahlt werden muss. Statt finanzieller Beteiligung fordert das Programm soziales Engagement von den Gründern, indem sie zum Beispiel Vorträge an Schulen halten und Workshops an Universitäten durchführen.

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