Venezuela: Ermittlungen gegen Maduro wegen Geldwäsche in Panama

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Ermittlungen wegen möglicher Geldwäsche im zentralamerikanischen Land (Foto: Archiv)
Datum: 05. Januar 2016
Uhrzeit: 10:19 Uhr
Leserecho: 4 Kommentare
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Der Anwalt und OEA-Botschafter Guillermo Cochez hat am Montag (4.) offiziell beim Staatsministerium Panamas einen Antrag zu Ermittlungen gegen Venezuelas Präsident, Nicolás Maduro, und seiner Frau Cilia Flores wegen möglicher Geldwäsche in dem zentralamerikanischen Land gestellt. Untersucht werden soll ebenso, ob Maduro und Flores das Finanzzentrum Panamas für illegale Ativitäten benutzt haben, wie die Agentur Efe berichtet.

Ebenso wegen möglicher Geldwäsche hatte Cochez schon im November Ermittlungen gegen Venezuelas bisherigen Parlamentspräsident Diosdado Cabello und Maduros Neffen Efraín Antonio Campo Flores angestrengt. Cabello war 2014 in den USA von Thor Halvorssen Mendoza beschuldigt worden, Schmiergeld von einer US-amerikanischen Firma erhalten zu haben, um dieser Verträge für Wasserkraftprojekte in Venezuela zuzuschanzen. Mendoza ist Venezolaner und Präsident der Human Rights Foundation in New York.

Laut Mendoza sollen möglicherweise 50 Millionen Dollar an Cabello bezahlt worden sein. Die sollen über verschiedene Aktiengesellschaften auf ein Konto bei der Banco Banesco Panamá überwiesen worden sein. Inhaber der Aktiengesellschaften soll ebenfalls Cabello sein. Gegen den in Haiti gemeinsam mit Francisco Flores de Freitas von den US-Behörden festgenommenen Campo Flores läuft derzeit in den USA ein Prozess wegen mutmaßlichen Drogenhandels.

Ende Dezember wurde der Ermittlungsantrag zudem auf den Sohn Cilia Flores, Carlos Erik Malpica Flores, erweitert sowie auf Williams Alexander Amaro Sánchez. Auf den Namen von Cilia Flores Sohn und anderen Verwandten sollen laut Presseberichten in Panama mindestens 15 Aktiengesellschaften angemeldet sein. Efrain Campo Flores steht im Verdacht Präsident einer Aktiengesellschaft in Panama zu sein, die von einem Bruder und weiteren Neffen der ersten Dame Venezuelas geleitet werden. Alexander Amaro Sánchez wird wiederum Geldwäsche vorgeworfen, wobei das Geld aus dem Drogenhandel und der Korruption stammen soll.

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  1. 1
    Martin Bauer

    Fragt sich nur, ob die Regierung von Panama dem Antrag von Guillermo Cochez folgt. Vom Kanal mal abgesehen, lebt Panama weitgehend von Steuerflüchtlingen und Geldwäschern aus der ganzen Welt. Und das Bankgeheimnis des Landes gilt als das beste der Welt, neben dem von Singapur und Dubai. Die werden sich nicht so leicht den Ast absägen, auf dem sie sitzen. Selbst Druck aus den USA hat Panama in der Vergangenheit sehr standhaft die Stirn geboten.

  2. 2
    paulo

    panama wird langfristig nicht umhinkommen und sein bankgeheimnis, wie auch die schweiz, aufweichen und transparenter gestalten. heute ist immer mehr kooperation mit anderen staaten angesagt, wenn man nocht auf die schwarze liste will.
    “ und schwarze listenplätze, hat kein land gerne, wenn es wert auf gegenseitigen respekt legt „

    • 2.1
      Martin Bauer

      Das kann aber ganz schön lange dauern. Vor einigen Jahren hat Panama zwar auf Druck der US Behörden zugestimmt, Kontodaten von U.S. Bürgern zu übermitteln, gleichzeitig verboten sie jedoch U.S. Bürgern, ein Konto in Panama zu haben. Durch in Panama oder sonstwo registrierte Kapitalgesellschaften oder Strohmänner wird dies von U.S. Bürgern sehr leicht umgangen. Diese Konten bleiben nämlich geschützt. SO gibt es keinen Grund, Panama auf die scharze Liste zu setzen.

  3. 3
    don ewaldo

    Auf jeden Fall : der Krug geht so lange zum Brunnen,bis er bricht ………. das ganze „Spiel“ der Bolibourguesa geht ja schon seit Chavez,jetzt kommt es eben ans Licht …

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