Humanitärer Notstand in Venezuela: Parlament bittet Weltgesundheitsorganisation um Hilfe

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José Manuel Olivares vor dem Regionalbüro der WHO in Washington (Foto: Olivares)
Datum: 17. Februar 2016
Uhrzeit: 12:38 Uhr
Leserecho: 7 Kommentare
Autor: Redaktion
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Im südamerikanischen Land Venezuela sterben Menschen aus Mangel an Medikamenten und medizinischer Versorgung. Dies berichtete am Dienstag (16.) José Manuel Olivares, Vorsitzender des Unterausschusses für Gesundheit des venezolanischen Parlaments, am Sitz des Regionalbüros der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Washington. „Wir sind gekommen, um formell Hilfe zu beantragen. Das venezolanische Volk benötigt dringend Medikamente und chirurgisches Material“, teilte Olivares der Nachrichtenagentur „AFP“ in einem Interview mit. Gleichzeitig forderte er die Sonderorganisation der Vereinten Nationen dazu auf, die „tiefgreifende“ Gesundheitskrise in Venezuela zu bewerten.

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Die Sitzung in Washington wurde auch von Francisco Becerra, stellvertretender Direktor der Panamerikanischen Gesundheitsorganisation (PAHO) besucht. Olivares beantragte bei ihm formell eine technische Mission, die die aktuelle Situation in Venezuela beurteilen soll. „Heute sterben die Venezolaner aus Mangel an Medikamenten und medizinischer Versorgung in öffentlichen Krankenhäusern. Selbst der Mangel an Kondomen und Antibabypillen überschreitet 80% bzw. 95%. In neun Regionen des Landes können Krebspatienten nicht mit einer Strahlentherapie behandelt werden, ebenfalls fehlen bis zu 20 Krebsmedikamente. Unser Land hat die höchsten Raten von Teenager-Schwangerschaften und HIV in der Region, selbst für die Bekämpfung des Zika-Virus hat dieses Regime keine Strategie. Es gibt keine Behandlungsprotokolle, geschweige denn Transparenz in den Statistiken“, klagt der Abgeordnete und Onkologe.

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„Sozialismus des XXI. Jahrhunderts ist dies: (…) es gibt keine Medizin, kein Essen, Unterernährung, Venezolaner sterben aus Mangel an Medikamenten. Ohne Privatwirtschaft gibt es keine Jobs und keine Devisen. Nennen Sie mir irgendeine andere Öl-Nation, in der die Bevölkerung Schlange vor Lebensmittelläden steht und keine Medikamente findet. Warum ist das wohl nur in Venezuela der Fall?“, fragt Olivares.

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  1. 1
    Der Bettler

    Das kann ich nur bestättigen. Eine langjährige Bekannte liegt seit 14 Tagen unter der Erde,weil sie
    im Krankenhaus nichts zur Behandlung ihrer Darmgeschichte hatten und sie wieder nach Hause geschickt haben.

  2. 2
    Gringo

    Helfen ja, aber nicht nur liefern, sondern selbst verteilen,
    damit das auch in den Krankenhäusern ankommt.
    Ich vermute, daß Mad Burro und Co. sonst sich bedienen.

    • 2.1
      Martin Bauer

      Absolut richtig! Die verhökern solche Spenden eiskalt ins Ausland, gegen Dollars!

  3. 3
    Wacker

    In Griechenland soll es ganz ähnlich sein.

    • 3.1
      Martin Bauer

      Nur mit dem Unterschied, dass die Griechen noch immer nicht begreifen, dass Hammer & Sichel die denkbar schlechtesten Werkzeuge sind, um einen maroden, korrupten Staat zu sanieren. Solange sie die roten Halunken der Syriza nicht zur Hölle schicken, empfinde ich auch kein Mitleid. Noch haben sie eine Demokratie und alle Möglichkeiten dazu!

  4. 4
    El Cacique

    Wie schafft Ihr das eigentlich, täglich so viele Nachrichten zu veröffentlichen“? Amerika21, propagandistischer Amateur-Links-Blog, verwendet für seine drei Artikelchen nach eigenen Angaben „zehn Arbeitsstunden pro Tag, sieben Tage die Woche, zwölf Monate im Jahr.

    Habt Ihr eine andere Uhr??????????????????????????????

    • 4.1
      Caramba

      Die ersten 3 mal war´s lustig….langsam wirds lästig.

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