Außergerichtliche Tötungen in Peru: Mögliches Exekutions-Schema bei Polizei

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Schwere Vorwürfe gegen Polizei (Foto: Alex Proimos)
Datum: 03. August 2016
Uhrzeit: 16:08 Uhr
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Autor: Redaktion
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Mindestens 96 Polizisten aus verschiedenen Abteilungen sind Gegenstand von Ermittlungen durch die peruanische Staatsanwaltschaft und der Generalinspektion der peruanischen Nationalpolizei (PNP). Gegen 16 Offiziere und 80 Unteroffiziere besteht der Verdacht, dass sie bei bewaffneten Operationen außergerichtliche Hinrichtungen verübt haben könnten. Von den schweren Anschuldigungen ist ebenfalls Polizeikommandant Enrique Prado Ravines betroffen.

Laut Staatsanwaltschaft wurden bei Operationen zwischen den Jahren 2011 und 2015 mindestens 27 Verbrecher getötet. Die Opfer, meist Kleinkriminelle, sollen durch einen von Prado bezahlten Mittelsmann zu Verbrechen ermutigt worden sein. Die Polizisten wurden danach genau über den Tatort informiert und überraschten und erschossen die ahnungslosen Täter. Prado soll stets davon gesprochen haben, wie riskant die Operationen waren und wie tapfer sich seine Männer gezeigt hätten. Diese wurden für ihre „Taten“ ausgezeichnet, sämtliche Informationen über die angeblichen Verbrechen sollen von einem ehemaligen Polizisten stammen.

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