Venezuela: Gerüchte über neue Banknoten verdichten sich

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Bolívares sind das Papier nicht wert, auf das sie gedruckt werden (Foto: Latinapress)
Datum: 01. November 2016
Uhrzeit: 15:45 Uhr
Leserecho: 3 Kommentare
Autor: Redaktion
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Der rapide schwindende Wert der Landeswährung sorgt dafür, dass Venezolaner sich die Taschen mit Unmengen an Bargeld vollstopfen. Für einen normalen Besuch im Restaurant oder typischen Bummel durch den Supermarkt sind oft Stapel an Geldscheinen nötig. Für den Kauf eines Haushaltsmixers muss der Kunde 2.500 100-Bolivar-Scheine mit sich führen, die Landeswährung ist das Papier nicht wert, auf das sie gedruckt ist. Seit Wochen gibt es Gerüchte darüber, dass die Regierung größere Scheine in Auftrag gegeben hat, von 500, 1.000, 10.000 und 20.000 Bolivar-Scheinen bis Weihnachten ist die Rede. Am Montag (31.) berichtete „The Wall Street Journal“, dass Verantwortliche der venezolanischen Zentralbank bereits Verhandlungen mit dem US-amerikanischen Unternehmen „Crane Currency“ aufgenommen haben.

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„Crane Currency“ ist als Lieferant sicherer und langlebiger Währungsprodukte für mehr als 50 Zentralbanken weltweit tätig, beschäftigt rund 1.200 Mitarbeiter und ist seit 1879 exklusiver Lieferant von Papier für die US-Währung. Die auflagenstärkste Zeitung der USA stützt ihre Behauptung auf eine Quelle, die an den Vertragsverhandlungen teilgenommen hat. „In Anbetracht ihrer Antipathie gegenüber den USA bin ich überrascht, dass eine US-Firma bei der Herstellung neuer Banknoten beteiligt ist“, erklärte Owen Linzmayer, Experte für globale Währungen. Die venezolanische Zentralbank und „Crane Currency“ lehnten eine Stellungnahme ab.

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  1. 1
    Martin Bauer

    Steht sich die Frage, womit die PSUV-Gangster die neuen Banknoten bezahlen wollen. Bolivars Fuertes werden dafür genauso wenig in Frage kommen, wie Drogendollars. Es sei denn, man lässt die Erlöse aus Heroin und Kokain erst ein wenig in der internationalen Finanzwelt kreisen. In Venezuela präsente Italienische Lebensmittelkonzerne z.B. haben ja enge Bande zur Italo-Mafia…

    Der Dollar wird, soweit ich weiss, auf Baumwolle gedruckt, nicht auf Papier. Deshalb ist er so weich und schlabberig aber dennoch unverwüstlich.

    • 1.1
      Herbert Merkelbach

      Man hat doch noch die Citgo, die für die Bezahlung infrage käme.

  2. 2
    Gringo

    Schon die DM wurde wie der Euro auf Linters gedruckt,
    beim Dollar bin ich mir nicht so sicher.
    Auch in der BRD kann man bedrucktes Toilettenpapier kaufen !!!!!!!

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