Ecuador: Lidls vergiftetes Versprechen

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Suli und Emy aus Ecuador haben auf Plantagen, die Lidl beliefern, mit Arbeiter/innen gesprochen. Im Namen der Arbeiter/innen fragen sie: „Lidl, deine Lieferanten verseuchen unsere Umwelt – wann beendest du diese Praxis?“ (Foto: Astac)
Datum: 03. Juni 2017
Uhrzeit: 19:43 Uhr
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Autor: Redaktion
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Lidl verspricht nachhaltige Produkte. Doch der Alltag von Arbeiter/innen auf Lidls Zuliefer-Plantagen sieht anders aus: giftige Pestizide, unfaire Löhne, Unterdrückung der Gewerkschaftsfreiheit. Seit einem Jahr appelliert „Oxfam“ an Lidl, dagegen einzuschreiten. Doch Lidl rührt sich nicht. Das zeigen jüngste Recherchen der ecuadorianische Gewerkschaft ASTAC: die Bedingungen für die Arbeiter/innen sind unverändert skandalös. Ein vergiftetes Versprechen also, das Lidl da gibt.

Bereits vor einem Jahr hat die Studie „Süße Früchte, bittere Wahrheit“ erschreckende Arbeitsbedingungen auf ecuadorianischen Bananen-Plantagen zutage gefördert: Die Arbeiter/innen sind giftigen Pestiziden ausgesetzt, erhalten teilweise weder Mindestlohn noch Sozialversicherung und werden bedroht und bedrängt, wenn sie sich in Gewerkschaften organisieren.

Seit einem Jahr appelliert „Oxfam“ anLidl, sich bei seinen Zulieferern für Menschenrechte einzusetzen. Doch Lidl bewegt sich nicht, sondern tut die Missstände auf den Plantagen ab. Das zeigt auch die neue Recherche der Gewerkschaft ASTAC: Auf allen fünf von ihr untersuchten Plantagen berichten die Arbeiter/innen von den gleichen schlimmen Zuständen wie vor einem Jahr.

ASTAC fordert von Lidl, Menschenrechte endlich ernst zu nehmen. Lidls Nachhaltigkeits-Versprechen darf nicht vergiftet bleiben.

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