Rette sich, wer kann: Miami bittet um temporären Schutzstatus für Venezolaner

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Der Bürgermeister von Miami-Dade County bittet um einen temporären Schutzstatus (TPS) für die zahlreichen Flüchtlinge aus Venezuela (Foto: miamidade.gov)
Datum: 10. August 2017
Uhrzeit: 11:58 Uhr
Leserecho: 10 Kommentare
Autor: Redaktion
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Auf der Suche nach Freiheit und Stabilität verlassen die Venezolaner in Scharen ihr Heimatland und flüchten in der Hoffnung auf ein besseres Leben nach Kolumbien, Brasilien, Argentinien und Peru. Der sogenannte Sozialismus des 21. Jahrhunderts ist schon längst zur Diktatur verkommen, der Exodus aus dem einst reichsten Land Lateinamerikas hat ein Rekordniveau erreicht. Nach Angaben des Meinungsforschungsinstituts Datánalisis aus Caracas bereiten sich mehr als 30 Prozent der 32 Millionen Einwohner Venezuelas auf eine Auswanderung vor, ein Großteil zieht es in die USA und hauptsächlich in den Bundesstaat Florida.

Der Bürgermeister von Miami-Dade County, José “Pepe” Díaz, hat US-Präsident Donald Trump darum gebeten, einen temporären Schutzstatus (TPS) für die zahlreichen Flüchtlinge aus Venezuela zu billigen. Die Behörden sprechen von einem humanitären Notfall, die Einwanderungsbehörden betrachten eine Entlastung als dringend notwendig.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    Mark

    Warum denn nach Florida, in Patagonien ist Platz ohne Ende :-)))

  2. 2
    colibri

    „Rette sich, wer kann: Miami bittet um temporären Schutzstatus für Venezolaner“

    Schon interessant. Die Venezolaner verlassen das Land in Scharen, nur für die hier aktiven „Exil-Deutschen“ scheint dies kein Thema zu sein. Ist dies nicht ein Widerspruch?

  3. 3
    CamisaAzul

    Colibrí…..bist du eigentlich mit dem Vögelchen Chavez verwandt? Die Kommentare lassen es vermuten.

    • 3.1
      colibri

      Nein liebes „Blaues Hemd“, ich bin kein Freund der Rothemden, ganz im Gegenteil. Ich wüsste nicht, wo ich einen solchen Eindruck hinterlassen habe. Nur glaube ich auch für die nächsten 10 Jahre nicht an einen politischen Wechsel. Daher wundere ich mich über die Blauäugigkeit („OjosAzules“) der „Exil-Deutschen“ bei uns.

    • 3.2
      noesfacil57

      Es ist in der Tat zunächst einmal natürlich ein Widerspruch. Um so eine Feststellung zu treffen müssen einem weder Chavistische, noch Maduristische Vögelchen um den Kopf schwirren, dazu reicht gesunder Menschenverstand. Und weiter, nicht jeder hier, der etwas kommentiert oder kritisiert ist deswegen und schon lange kein Chavist oder Madurist.
      Es reicht aber hier scheinbar schon die einfache, kritische Rückfrage aus, um sogleich von Ihnen als LINKER, Linksradikaler, Cubafreund, Russenfreund, etc, etc. oder sonst wie übler Zeitgenosse beschimpft zu werden.
      Wobie ich auch nichts gegen Cuba- oder Russenfreunde habe, solange sich diese deren üble interventionistische und diktatorische Politik nicht zu eigen machen.
      Warum sind Sie nur alle so derartig nervös und dünnhäutig?
      Das „Problem“ ist ein Venezolanisches Problem, an und in welchem alle möglichen ausländischen Mächte ihr, aus purem Eigennutz stinkendes Süppchen kochen. Nur die Venezolaner, können und müssen das Problem lösen, [diese sind die Einzigen, welche dazu eine Legitimation besitzen] denn diese haben es sich über Jahrzehnte, dank des perversen Überflusses einiger Weniger, der uferlosen Verschwendung, der Korruption, des Diebstahls, der Ignoranz, der Faulheit und Borniertheit selbst eingebrockt;- der Feind schläft bekanntermaßen im eigenen Bett!
      Und abermals und hier zum Schluss, damit will und werde ich die gleichwohl besonders üblen aktuellen Zustände keinesfalls abmildern oder sanktionieren. Ich erlaube mir „nur“ eine wiederholte, zusammenfassende Sicht auf die, m.E. nach Umstände, welche zu dem was heute ist geführt haben.

  4. 4
    Der Bettler

    Nein er ist nicht das Vögelchen von Maduro er hat nur was gegen Exil-.Deutsche,die gar keine sind.
    Wir sind weder aus Deutschland geflüchtet,wurden nicht verfolgt und sind vor vielen Jahren,noch vor Chavez,aus freien Willen in das Land gezogen.Wir können jederzeit nach Deutschland fliegen,was wir auch mindestens 1 mal im Jahr tun,aber wir sind nicht so feige wie Viele,und hauen einfach ab,blos weil eine Verbrecherregierung das Land total ruiniert hat. Einen großen Teil dieser Poster hier kenne
    ich schon viele Jahre,und jeder kann zurück,wenn er wollte.Es ist nicht einfach wenn man seinen Lebensunterhalt in Venezuela verdienen muß,was ich nie getan habe.Ich wollte nur mein Rentendasein wegen des guten Klimas in Venezuela verbringen,was demnach auch in die Hose ging.
    Weil ich nicht arbeiten muß,werde ich auch solange in dem Land bleiben,solange es noch was essbares zu kaufen gibt,solange überhaupt noch ein Flieger in dieses Land fliegt,und solange ich es körperlich noch schaffe die beschwerliche Reise Jahr für Jahr zu machen..Also ihr EXIL-DEUTSCHEN haltet durch und laßt euch nicht unterkriegen.

    • 4.1
      noesfacil57

      Ich denke Herr Bettler, ich kann Sie gut verstehen.
      Ihre Rente dürfte in YV ein vielfaches von dem Wert sein, was diese in Deutschland und in € wert ist. Natürlich weis ich, dass es dafür in YV eigentlich nichts mehr zu kaufen gibt.
      Seien Sie also froh, dass Sie nicht zu den armen Teufeln gehören, welche ihren Lebensunterhalt in YV verdienen und eine typischen venezolanische Großfamilie ernähren müssen. Und wenn es reicht fahren Sie nach Hause und genießen Sie Ihren wohlverdienten Lebensabend zu Hause im noch „vermeintlichen, goldenen Käfig“ Deutschland.
      Auch hier werden die globalen, hässlichen Realitäten nicht ewig fernbleiben und halt machen, aber das ist eine andere Sache.
      Ich danke Ihnen für Ihre faire und offene Darstellung Ihrer Motivation.

    • 4.2
      babunda

      Ich bin auch lange vor Chavez auf die Isla de Margarita ausgewandert und wollte dort meinen Lebensabend verbringen, nachdem Chavez an die macht kam, haben wir gesehen das alles in die falsche Richtung geht. vor 6 Jahren haben wir die Reissleine gezogen und sind nach panama ausgewandert. Venezuela ist so kaputt, egal wer an die Regierung kommt, das land kommt die naechsten 20 Jahre nicht mehr auf die beine.

  5. Nach Venezuela ging ich nicht ins Exil, sondern bin mit Begeisterung dorthin ausgewandert, um meine Lebensqualität zu steigern. Das lief auch ne Weile recht gut, ging aber mit der Zeit gehörig in die Hose. Vorerst meide ich venezolanisches Territorium, bis auf sporadische kurze Besuche. Von Lebensqualität kann keine Rede mehr sein, und ich muß mein Geschäft weiterführen,was in Venezuela einfach nicht mehr geht. Also sind jetzt eher Deutschland, Spanien und Karibikinseln mit möglichst wenig PSUV-Pack angesagt.

    Ins Exil gehe ich vielleicht mal, falls in Deutschland die LINKE an die Macht kommt. Dann allerdings wäre auch der Aufbau einer militanten Widerstandsbewegung eine Überlegung wert. Ob ich mir das in meinem Alter noch antue, sei dahingestellt. Die Vernichtung von Ungeziefer wollte eigentlich mal die chemische Industrie übernehmen.

    • 5.1
      noesfacil57

      Ich glaube Ihnen sofort jedes Ihrer Worte im o.a Beitrag.
      Nur seit die Chavisten an der Macht sind, ist se a cabo la fiesta y se a cabo la aprovecha angesagt.
      Hier zu Lande sagt man dazu auch umgangssprachlich: “ dumm gelaufen“!
      Aber das in Deutschland die LINKE an die Macht kommt, halte ich für völlig unwahrscheinlich, es sei denn, Sie definieren mit die LINKE alles links der NPD.
      Aber f. den unwahrscheinlichen Fall das die LINKE an die Macht kommen sollte, sagen Sie mir Bescheid, dann verabreden wir uns und können dann ja gemeinsam den Widerstand organisieren.
      Hasta luego!

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