Medikamentemangel in Venezuela: Berühmter Sänger Adrián Guacarán gestorben

kleinermann

Als "El Peregrino" 1985 beim Besuch von Papst Johannes Paul II. wie ein kleiner Engel sang, verzückte er Lateinamerika und die ganze Welt (Foto: ScreenshotYouTube)
Datum: 18. November 2017
Uhrzeit: 12:21 Uhr
Leserecho: 7 Kommentare
Autor: Redaktion
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Der venezolanische Sänger Adrián Guacarán ist am Donnerstagabend (16.) Ortszeit im Alter von 44 Jahren gestorben. Als „El Peregrino“ 1985 beim Besuch von Papst Johannes Paul II. in Ciudad Guyana (Bundesstaat Bolívar) wie ein kleiner Engel sang, verzückte er Lateinamerika und die ganze Welt. Auf einer seiner letzten Twitter-Nachrichten bat er noch um Medikamente, die er zur Genesung einer Nierenerkrankung benötigte. Nach Angaben seiner Ehefrau starb er in einem Krankenhaus an Nierenversagen, die erforderlichen Medikamente waren demnach nicht in ausreichender Menge vorhanden.

Laut Sheila de Guacarán hatte die Familie alles versucht, um Albumin und Aldacton (Diuretikum) zu bekommen. „Im Hospital Domingo Luciani, in dem Adrián nun gestorben ist, gab es keine ausreichende Verfügbarkeit. Es gab so viele Dinge, die gebraucht wurden und nicht vorhanden waren“, klagt die Witwe in einem Interview.

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  1. 1
    Miguel

    Unglaublich, die Welt schaut zu, wie im Land systematisch die Bevölkerung ermordet wird, nur weil einige wenige sich die Taschen vollstopfen und unfähig sind ein Land zu regieren.

    • 1.1
      Randgänger

      Was soll das Ausland machen? Mit dem Militär einmarschieren? Die Venezulaner haben das Problem selber geschaffen, sie müssen es auch selber lösen. Jede Einmischung von aussen stärkt nur Maduro (sieht man sehr gut in Nordkorea und in anderen Diktaturen).

      • 1.1.1
        Martin Bauer

        So ganz entspricht das nicht den Tatsachen! Einmischung von aussen ist eine der Hauptursachen des Elends in Venezuela. Kuba hat über 100.000 Soldaten in Venezuela. Die können nur durch überlegenes Militär einer stärkeren Macht wieder entfernt werden, nicht durch Gerede, nicht durch eigene Anstrengungen der Venezolaner. Wer die verheerende Rolle Havannas in Lateinamerika nicht begreift, der begreift auch den Rest von Lateinamerika nicht. Wer weiß, was er überhaupt begreift…?

  2. 2
    Alexandro

    ^Der Sänger wird wohl leider einer unter Tausenden sein, die ihr vorzeitiges Ableben der Maduro-Drogenhändler- Bande verdanken. Von den Tausenden kennen wir nur die aus Verwandtschaft und Bekanntenkreis.Dem Verursacher wünsche ich bei Bedarf, das er an dem zugrunde geht das er selbst zu vertreten hat.

  3. Es verwundert mich, dass Einmischung von außen der Grund sein soll, dass Venezuela leidet. So einfach sollte man es den (noch) Regierenden nicht machen. Wenn diese linke Regierung, die wie alle linke Regierungen weltweit keine Ahnung von Ökonomie hat, abgelöst wird, ist zu hoffen, dass die Ablösung nicht von denen kommt, die zwar Ökonomie verstehen, dieses Wissen aber leider nur wieder für sich und ihre Clans nutzen werden. So war das nämlich früher.Die normale Bevölkerung hat immerhin darunter besser gelebt, als es aktuell der Fall ist. Ich empfehle Venezuela den dritten Weg, die „soziale Marktwirtschaft“, die wir sehr erfolgreich schon sehr lange in Deutschland haben. Einmischung von außen ist übrigens oft auch sehr beliebt. Niemand in Europa schimpft mit seinen EU-Nettozahlern, Deutschland an der Spitze, wenn diese faulen und unfähigen EU-Südländern und Ostländern dauernd gewohnheitsrechtlich Geld schenken und das schon seit Jahrzehnten. Als Nichteuropäer wie Venezuela und viele mehr, kann man nicht EU-Nettoempfänger werden, Pech !

    • Es mag sie verwundern, aber es ist Realität. Schauen sie mal in die Gewehrläufe kubanischer Besatzer und lassen Sie sich deren Kugeln um den Kopf pfeifen, dann werden Sie manches anders sehen!

      Ohne die kubanische Unterdrückungsmaschinerie wäre der kriminelle Haufen um Chavez schon lange auf dem Müll der Geschichte verschwunden. Die hätten schon 2002 nicht überlebt.

      • 3.1.1
        alexandro

        So ist es!

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