Stoppt die Holzfäller und Palmöl-Plantagen im Regenwald

kahlschlag

Das artenreichste Ökosystem der Erde wird für trostlose Monokulturen aus Ölpalmen vernichtet (Foto: Latinapress)
Datum: 20. Dezember 2017
Uhrzeit: 09:42 Uhr
Ressorts: Natur & Umwelt, Peru
Leserecho: 2 Kommentare
Autor: Redaktion
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Planierraupen legen im Regenwald von Ucayali den roten Untergrund frei, der sich wie eine Blutspur durch den Urwald zieht. Schwere Walzen verteilen darauf aus den Flüssen gebaggerten Sand und Geröll. Es ist der Unterbau für eine neue Holzfäller- und Palmölpiste im Amazonasregenwald.

Die Maschinen stammen von den lokalen Behörden, obwohl für den Bau der Verkehrsader keine Genehmigungen vorliegen, erklärt die peruanische Umweltorganisation Kene.

Noch ragen am Rand der Schneise die Baumriesen steil empor – aber die Piste markiert den Anfang vom Ende des Regenwaldes: Sie ermöglicht Holzfällern den Abtransport der wertvollen Tropenhölzer – und Siedlern, Bodenspekulanten sowie Palmölfirmen, sich das Land für Plantagen unter den Nagel zu reißen.

Über die Pisten schaffen sie Arbeiter, Maschinen, Ölpalmsetzlinge, Düngemittel und Pestizide in die vorher unzugänglichen Regenwaldgebiete. Die Trasse verbindet zwei riesige Rodungen für Ölpalmen, hinter denen ausländische Investoren stecken, dokumentieren peruanische Medien und Studien von Umweltorganisationen.

Die Firmen Ocho Sur U (vormals Plantaciones de Ucayali) und Ocho Sur P (vormals Plantaciones de Pucallpa) haben seit 2011 mindestens 12.000 Hektar Urwald abgeholzt und mit Ölpalmen bepflanzt, wie Satellitenaufnahmen und wissenschaftliche Auswertungen belegen.

Das artenreichste Ökosystem der Erde wird für trostlose Monokulturen aus Ölpalmen vernichtet. Gewaltsame Landkonflikte sind die Folge. Anfang September 2017 wurden dort sechs Kleinbauern ermordet.

Die indigenen Shipibo verlieren ihr angestammtes Territorium. Die neue Piste bedroht mehr als 100.000 Hektar Urwald, den sie mit ihrer traditionellen Lebensweise erhalten haben, klagen Kene und die Einwohner des Dorfes Santa Clara de Ushunya.

Die Umweltorganisation „Rettet den Regenwald“ bittet um die Unterzeichnung einer Petition

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  1. 1
    olivia2000

    Herr Pedro Pablo Kuczynski, Präsident von Peru
    Herr Pablo Wilfredo Sánchez Velarde, Generalstaatsanwalt
    Herr Marco Antonio Arana Zegarra, Kommission für indigene Völker und Umwelt, Kongress der Republik Peru
    Herr Carlos Basombrío Iglesias, Innenminister
    Frau Elsa Galarza Contreras, Umweltministerin
    Herr Bruno Giuffra Monteverde, Transport- und Kommunikationsminister

    Warum soll ich an all diese korrupten Leute schreiben?

    Wo ist der Bauer aus Huaraz, der hier in Deutschland RWE verklagt, klar wer hier nach Deutschland kommt und klagt, fährt auch Gesund wieder nach Hause.

    Die Korruption die das erst ermöglicht, kann man nur aus dem eigenen Nest heraus bekämpfen.
    Über eine Petition wo vielleicht Milionen Leute unterschreiben lachen sich solche Typen ins Koma und schauen lieber auf ihre Kontoauszüge, Odebrecht und Dunstkreis lässt grüßen, die Kohle dafür ist schon längst geflossen und auf den Konten von den Leuten die hier oben am Anfang stehen.

    Und die Tatsachen die schon geschaffen wurden sind nicht umkehrbar, man kann sie nur noch stoppen, das müssen die Peruaner aber selbst hinbekommen und das in einem Land in dem sich schon seit Jahrzenten die Regierungen am Volk bereischern, ich sehe da schwarz und nicht rot weiß rot.

  2. 2
    Miguel

    Wo sind die Klimaschützer?? Ist doch alles nur lug und trug. Trump wusste schon warum er austrat.

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