Venezuela: Präsidentschaftswahl vor dem 30. April – Update

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Präsident Nicolás Maduro wird sich um eine Wiederwahl bemühen und hat gute Chancen, zu gewinnen(Foto: Archiv)
Datum: 23. Januar 2018
Uhrzeit: 19:48 Uhr
Leserecho: 4 Kommentare
Autor: Redaktion
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Die für Dezember 2018 geplante Präsidentschaftswahl im krisengeschüttelten Venezuela soll bereits vor dem 30. April stattfinden. Dies hat am Dienstag (23.) der Vizechef der Sozialistischen Partei (PSUV), Diosdado Cabello, der illegitimen Verfassungsgebenden Versammlung vorgeschlagen. „Die konstituierende Versammlung stimmt zu, den Prozess der Präsidentschaftswahlen in den ersten vier Monaten des Jahres 2018 einzuberufen“, so Cabello.

Der Nationale Wahlrat muss nun das Datum festlegen, an dem der Urnengang stattfinden wird. Präsident Nicolás Maduro wird sich um eine Wiederwahl bemühen und hat gute Chancen, zu gewinnen.

Update, 25. Januar

Der mexikanische Außenminister Luis Videaray hat in Chile angekündigt, dass sich sein Land aus der Rolle des Beobachters im politischen Dialog zwischen der Regierung und der venezolanischen Opposition nach der einseitigen Einberufung der Präsidentschaftswahlen durch die Regierungspartei zurückziehen wird.

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  1. 1
    noesfacil57

    „Präsident Nicolás Maduro wird sich um eine Wiederwahl bemühen und hat gute Chancen, zu gewinnen.“
    Fein, großartig,… die Katastrophe nimmt weiterhin ihren Lauf und Fahrt auf.
    Wie schlimm ist noch schlimmer und wie tief ist noch tiefer?

  2. 2
    thor

    die meisten Leute haben immer noch nicht verstanden was dem Land und seiner Bevölkerung bevorsteht…

  3. 3
    Andreas

    Natürlich wird der die Wahl gewinnen…das Ergebniss steht doch schon fest… „ich mach mir die Welt wie sie mir gefällt“

  4. 4
    noesfacil57

    Die ganze Wahlfarce wird wieder ein „Musterbeispiel“ an Fairness und wahrhaftiger Demokratie in Venezuela darstellen.
    – den Wahltermin willkürlich vorvelegen,
    – die Unfähige und ebenfalls offenbar in Teilen korrupte Opposition, bzw. deren Kandidaten weitgehend ausschließen,
    – das gewählte Parlament zuvor, unter Umgehen der Verfassung kaltstelle,
    – für die Wahl eigentlich nur einen Kandidaten zulasse, nämlich den sog. „Amtsinhaber“ welcher sehr wahrscheinlich das „Amt“ ohnehin schon illegal innehat,
    – und schließlich, die Bevölkerung gegen Lebensmittelzuteilung, sprich die „carnet de la patria“ zur gewünschten, richtigen Stimmenabgabe erpressen = die Hungerwaffe!
    So funktioniert, in Neusprech, revolutionäre Demokratie in einer lupenreinen Diktatur.
    Eigentlich kann man sich die Wahlen komplett sparen, den Gewinner durch die zwar nicht legale, aber bestimmende verfassungsgebende Versammlung, in einem revolutionären Akt feststellen lassen und für das eingesparte Geld besser Lebensmittel kaufen.
    Derartiges gibt’s so nach meiner Kenntnis nicht einmal auf Cuba, obschon auch dort das Wahlergebnis, dank einem Einparteiensystem auch immer schon feststeht. Da haben die venezolanischen Macher irgendwie ihre cubanischen Lehrmeister falsch verstanden, oder wollen sie diese gar noch übertrumpfen?
    Mich würde die Meinung und der Kommentar der werten Frau Heike Hänsel aus Deutschland, zu diesen verfassungskonformen und wahrhaft demokratischen Abläufen in Venezuela hierzu wirklich interessieren!

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