Mehr als 160 Fälle von Oropouche-Fieber in Peru

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Datum: 14. Juni 2010
Uhrzeit: 19:09 Uhr
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Autor: Redaktion
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► Behörden warnen vor Epidemie der Virusinfektion

Das peruanische Gesundheitsministerium meldete in der Provinz San Martín mehr als 160 Fälle von Oropouche-Fieber. Die Abteilung für Epidemiologie (DGE) warnt vor dem Ausbruch einer Epidemie.

Das Oropouche-Fieber ist eine tropische Infektionskrankheit, ausgelöst durch das Oropouche-Virus. Es kommt im Amazonasgebiet, der Karibik und Panama vor. Der Name leitet sich vom „Oropouche River“ auf der Insel Trinidad ab.Der Erreger ist das Oropouche-Virus und gehört zur Familie der Bunyaviridae. Es wird durch Stechmücken bzw. durch die Gnitze Culicoides paraensis auf den Menschen übertragen und wird daher zur nicht-taxonomischen Gruppe der Arboviren gerechnet. Als Virusreservoir dienen Wildsäuger (Faultiere), Vögel und nach erfolgter Anpassung des Virus auch neuerdings der Mensch.Der erste Ausbruch erfolgte in den 1950er Jahren. Mittlerweile gehört die Erkrankung in Brasilien zu den häufigsten Infektionskrankheiten mit Hunderttausenden von Erkrankten. Durch die Intensivierung des Kakaoanbaus in Brasilien (Mückenbrut in leeren, wassergefüllten Kakaoschalen) kam es in den letzten Jahren zu einer Vermehrung der Mücken und damit zu einem gehäuften, epidemieartigen Anstieg der Übertragungen und Erkrankungen auf den Menschen.

In der peruanischen Provinz San Martín vermeldeten die Gesundheitsbehörden einen Ausbruch der Krankheit. Mehr als 160 Menschen sind mit dem Virus infiziert. 48% der Erkrankungen wurden bei Männern, 52%  bei Frauen registriert. 31% der Fälle traten bei Kindern unter 10 Jahren auf, 23% bei den 11-20 jährigen, 27% der Erkrankten waren 21-30 Jahre alt, 13%  31 bis 40 Jahre und 6% der Personen hatten das 41 Lebensjahr überschritten.

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