Dominikanische Republik: AI fordert Stopp der Zwangsdeportationen nach Haiti

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Datum: 07. Januar 2011
Uhrzeit: 21:04 Uhr
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Autor: Redaktion
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► Bemühungen um Haiti sollten verstärkt werden

Amnesty International hat am Freitag (7.) die dominikanische Regierung aufgefordert, unverzüglich die Zwangsdeportationen von haitianischen Staatsbürgern zu stoppen. Die NGO wies darauf hin, dass die Dominikanische Republik und andere Länder ihre Hilfsbemühungen erhöhen sollten, anstatt Menschen in eine verzweifelte Situation zurückzuzwingen.

„Haiti erholt sich noch von einer verheerenden Naturkatastrophe. Anstatt die Menschen in eine verzweifelte Situation zurückzuzwingen, sollten die Dominikanische Republik und andere Staaten ihre Bemühungen um Haiti und seine Bevölkerung verstärken“, teilte Javier Zúñiga, AI-Sprecher mit.

Die Behörden der Dominikanischen Republik haben innerhalb von 24 Stunden bis zu 3.000 undokumentierte haitianische Staatsbürger nach Haiti zwangsdeportiert. Viele von ihnen waren vorher erst durch Schmiergeldzahlungen an die dominikanischen Einwanderungsbehörden in das Land gelangt.  Bei den nun Festgenommen wurde nach Angaben von Augenzeugen nicht einmal der Aufenthaltsstatus überprüft. Ebenfalls soll es Misshandlungen und mindestens ein Todesopfer gegeben haben.

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