Tierwelt in Lateinamerika: Der Walhai

Datum: 06. April 2011
Uhrzeit: 12:35 Uhr
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Der Walhai, ein Bewohner der warmen tropischen Meere der Erde, gehört zu den mächtigsten Fischen unseres Planeten. Der Walhai ist der grösste lebende Fisch überhaupt. Er kann eine Länge von bis zu 16, möglicherweise sogar 18 Metern erreichen und bringt bis zu 40 Tonnen auf die Waage, was dem Gewicht von rund 600 erwachsenen Personen entspricht! Der Riesenmanta gehört mit einer «Flügelspannweite» von bis zu 7 Metern und einem Gewicht von manchmal über 1300 Kilogramm ebenfalls zu den Giganten der Fischwelt. Ein grossgewachsenes Individuum fände im durchschnittlich grossen mitteleuropäischen Wohnzimmer keinen Platz! Obschon sich der Walhai und der Riesenmanta in ihrer Gestalt deutlich voneinander unterscheiden, sind sie nahe miteinander verwandt und weisen bezüglich Körperbau und Lebensweise viele Gemeinsamkeiten auf, wie wir im folgenden sehen werden.

Sie haben ein Knorpelskelett

Die erdgeschichtlich ältesten Fische, die uns bekannt sind, stammen aus dem Kambrium und sind rund 500 Millionen Jahre alt. Erst viel später allerdings, nämlich im Devon vor knapp 400 Millionen Jahren, entwickelten sich die Fische zu einer formenreichen und im Meer vorherrschenden Tiersippe. So überaus vielgestaltig war damals das Spektrum von Fischarten, dass man das Devon auch als «Zeitalter der Fische» bezeichnet.

Schon der griechische Philosoph und Naturhistoriker Aristoteles (384-322 v.Chr.) unterteilte die Fische aufgrund ihres Skeletts in Knochenfische und Knorpelfische, und noch heute hat diese Gliederung der ungefähr 25 000 uns bekannten Fischarten Gültigkeit. Die Klasse der Knochenfische (Osteichthyes) umfasst sämtliche Fische, deren Körper von jenem kalkhaltigen Hartgewebe gestützt wird, das wir «Knochen» nennen. Der Klasse der Knorpelfische (Chondrichthyes) gehören dagegen alle Fische an, deren Skelett aus elastischer, halbdurchsichtiger, mit Bindegewebsfasern durchsetzter Substanz, sogenanntem «Knorpel», besteht.

Die Knorpelfische setzen sich zur Hauptsache aus den Haien (Ordnung Selachii) und den Rochen (Ordnung Rajiformes) zusammen. Da sich Knorpelmaterial im Gegensatz zu Knochensubstanz in der Natur rasch zersetzt, sind Fossilfunde von Knorpelfischen überaus selten. Entsprechend mager ist unser Wissen über die Stammesgeschichte dieser Tiersippe. Die Ahnen der heutigen Haie scheinen aber um die Mitte des Devons, vor rund 350 Millionen Jahren, entstanden zu sein. Als Seitenzweig der Haiverwandtschaft sind die Rochen spezialisierte Abkömmlinge der Haie und wesentlich jünger als diese. Sie haben sich wahrscheinlich erst im Trias, vor rund 190 Millionen Jahren, herausgebildet – etwa zu der Zeit, als auf dem Land bereits die ersten Säuger auftraten.

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