China warnt vor „Tropen-Trump“

tewmmi

China entwickelte sich in den letzten Jahren zum wichtigsten Handelspartner für Brasilien (Foto: AgenciaBrasil)
Datum: 01. November 2018
Uhrzeit: 15:08 Uhr
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Während des Wahlkampfs hat Brasiliens designierter Präsident Jair Messias Bolsonaro davor gewarnt, weitere Sektoren in die Hände des chinesischen Kapitals zu legen. „China kauft nicht in Brasilien ein, China kauft Brasilien und wir werden unsere Energiekonzerne nicht in chinesische Hände legen“, so Bolsonaro in einem Interview mit „Rádio Bandeirantes“. In einem Leitartikel hat die staatliche „China Daily“, die erste und größte englischsprachige Tageszeitung in der Volksrepublik China, vor dem „Tropen-Trump“ aus Brasilien gewarnt.

Die mit einer Auflage von mehr als 500.000 Exemplaren weitest verbreitete englischsprachige Tageszeitung in China warnt vor den wirtschaftlichen Risiken Brasiliens, sollte Bolsonaro der Linie von US-Präsident Donald Trump folgen und Handelsabkommen mit Peking brechen. „Die wirtschaftlichen Kosten können für die brasilianische Wirtschaft, die sich gerade aus ihrer schlimmsten Rezession in der Geschichte herauskämpft, hart sein“, so die „Quasi-Partei-Zeitung“ der Kommunistischen Partei Chinas. Es wird darauf hingewiesen, dass die brasilianischen Exporte „nicht nur dazu beigetragen haben, Chinas schnelles Wachstum anzuheizen, sondern auch das starke Wachstum Brasiliens unterstützt haben“.

China ist Brasiliens wichtigster Haupthandelspartner. Der bilaterale Handel zwischen den beiden Ländern betrug im vergangenen Jahr laut Statistiken der brasilianischen Regierung 75 Milliarden US-Dollar. Seit 2003 hat China Milliarden Dollar in den brasilianischen Öl-, Bergbau- und Energiesektor investiert und ist bereit, Eisenbahnprojekte, Häfen und andere Infrastrukturmodalitäten zu finanzieren, um die brasilianischen Getreidelieferungen zu beschleunigen.

China bleibt der größte Abnehmer brasilianischer Produkte. 2017 kaufte Peking Waren in Höhe von 50,2 Milliarden US-Dollar, gefolgt von den Vereinigten Staaten (26,9 Milliarden US-Dollar), Argentinien (17,6 Milliarden US-Dollar) und den Niederlanden (9,3 Milliarden US-Dollar).

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