Bitcoin: Argentinien schafft „Drehscheibe für Innovation“

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In Argentinien nimmt die Verbreitung von Kryptowährungen zu (Foto: criptonoticias)
Datum: 20. April 2022
Uhrzeit: 15:14 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
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Die argentinische Nationale Wertpapierkommission (CNV) hat eine „Drehscheibe für Innovation“ geschaffen. Dabei handelt es sich um eine Arbeitsumgebung zwischen privaten Einrichtungen und der Institution mit dem Ziel, Antworten auf rechtliche und regulatorische Fragen zu geben, die Start-ups, die im Bereich der Finanztechnologie (Fintech) und Kryptowährungen wie Bitcoin (BTC) tätig sind, beachten müssen. Auf der von der Regierung des südamerikanischen Landes eingerichteten Website können sich Unternehmen aus dem Bereich Fintech und Kryptoassets bewerben. Es wird erwartet, dass dies die ersten Schritte für diese Start-ups sein werden, um auf dem argentinischen Kapitalmarkt unter Aufsicht und in einem regulierten Umfeld tätig zu werden.

Die „CNV“ unternimmt mit diesem Instrument Schritte, um die Markteinführung neuer, auf Finanztechnologie und Kryptowährungen basierender Anlagemethoden, zu beschleunigen. „Im Zusammenhang mit dem Aufkommen von Kryptoasset-Unternehmen und Fintechs gehen wir proaktiv vor, um mit dem Sektor zusammenzuarbeiten und einen diesbezüglichen regulatorischen und politischen Rahmen zu schaffen“, erklärte Andrés Consentino, Präsident der „CNV“. Er fügte hinzu, dass die Initiative der argentinischen Wertpapieraufsichtsbehörde auch darauf abzielt, den Schutzrahmen für Nutzer von Fintech-Plattformen und Kryptowährungen zu verbessern, um Betrug zu verhindern. Um am Innovationszentrum teilzunehmen, müssen Interessenten einen Antrag bei der Regulierungsbehörde einreichen. Die ausgewählten Projekte müssen die Teilnahmebedingungen akzeptieren und in „begleitenden Sitzungen“ zusammenarbeiten.

Unter begleitenden Sitzungen versteht die Agentur eine Reihe von Treffen, bei denen sie mit jedem Projekt interagieren will, um rechtliche Grenzen und Hindernisse zu ermitteln und zu beseitigen. „Am Ende dieser Sitzungen wird den Teilnehmern ein privater Bericht mit unverbindlichen Schlussfolgerungen über die zu erfüllenden Anforderungen zugesandt, die an den bestehenden Rechtsrahmen angepasst werden können, um uns zu einer verantwortungsvollen Innovation zu bewegen“, heißt es auf der offiziellen Website. Die Initiative der „CNV“ zielt darauf ab, die Zeit zu verkürzen, die Kryptowährungs-Neugründungen benötigen, um den Markt zu erreichen und sich an den regulatorischen Rahmen anzupassen.

In Argentinien nimmt die Verbreitung von Kryptowährungen zu. Dies geht so weit, dass von einhundert Einwohnern mindestens zwölf Bitcoin oder andere Kryptoassets verwendet haben dürften. Die Zahl zeigt, dass das Land im Durchschnitt doppelt so viele Nutzer von Kryptowährungen hat wie andere lateinamerikanische Länder wie Mexiko, Peru oder Brasilien. Die Daten aus einer Studie von „Americas Market Intelligence“ (AMI) machen deutlich, dass die wirtschaftliche Instabilität in Argentinien das Interesse der Einwohner des Landes an Kryptowährungen steigert. Mit der zunehmenden Verbreitung von Bitcoin und anderen Kryptowährungen beabsichtigt die Regierung jedoch auch, die Regulierung zu verschärfen, was zu einer höheren Besteuerung von Krypto-Assets führen könnte.

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