Hurrikan „Julia“: Erhebliche Schäden in Nicaragua – Update

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Laut Angaben des Nationalen Hurrikanzentrums der USA (NHC) nähert sich der Sturm den San-Andres- und Providencia-Inseln in der Karibik und zieht dann Richtung Zentralamerika (Grafik: nhc)
Datum: 07. Oktober 2022
Uhrzeit: 10:17 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
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Das durch die Karibik ziehende „Tief 13“ könnte sich im Laufe des Freitags (7.) zu einem Sturm entwickeln und sich bis Samstagabend Ortszeit zu einem Hurrikan verstärken. Laut Angaben des Nationalen Hurrikanzentrums der USA „National Hurricane Center“ (NHC) nähert sich der Sturm den San-Andres- und Providencia-Inseln in der Karibik und zieht dann Richtung Zentralamerika. Die Atlantische Hurrikansaison 2022 begann offiziell am 1. Juni 2022 und endet am 30. November 2022.

Das System befindet sich etwa 85 Meilen (135 Kilometer) ost-südöstlich der Nordspitze der Guajira-Halbinsel in Kolumbien mit maximalen anhaltenden Winden von 35 Meilen pro Stunde (55 km/h) und wird den betroffenen Regionen sintflutartige Niederschläge bescheren.

Update, 9. Oktober

Tropensturm „Julia“ verstärkte sich am Samstagabend (8.) Ortszeit in einen Hurrikan, als er an der kolumbianischen Insel San Andres vorbeizog und mit maximalen Windgeschwindigkeiten von 120 km/h auf die Karibikküste Nicaraguas zusteuerte. „Lebensbedrohliche Sturzfluten und Schlammlawinen sind aufgrund der starken Regenfälle über Zentralamerika und Südmexiko bis Anfang nächster Woche möglich“, so das „NHC“. Nach dem Landfall in Nicaragua wird der Hurrikan voraussichtlich allmählich schwächer werden, während er das Land überquert, bevor er am Sonntag und Montag entlang der Pazifikküste von Honduras, El Salvador und Guatemala nach Norden zieht. Anfang nächster Woche könnte der Sturm im Süden Mexikos Sturzfluten verursachen.

Update

Hurrikan „Julia“ hat am frühen Sonntagmorgen Ortszeit an der Karibikküste Nicaraguas Zerstörungen angerichtet und erreichte die Kategorie 1 auf der Saffir-Simpson-Skala, obwohl bisher keine Opfer zu beklagen sind. Windböen mit 140 Stundenkilometern rissen Dächer von Häusern, stürzten Bäume um, rissen Stromleitungen ab und führten in einigen Küstengebieten zu Stromausfällen, während Regenfälle in einigen Sektoren Überschwemmungen verursachten. Seit Julias Landfall ist die Kommunikation zwischen der Karibikküste und dem Rest Nicaraguas problematisch. Das „NHC“ erwartet, dass der Hurrikan seinen östlichen Kurs beibehält, das zentrale Nicaragua durchquert, über den nördlichen Managua-See zieht und als tropischer Sturm an der nordwestlichen Spitze des zentralamerikanischen Landes, in der Nähe des Golfs von Fonseca, in den Pazifischen Ozean eintritt, wo er wieder an Stärke gewinnen wird.

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