Venezuela: Chávez will nur Gaddafi als Präsident anerkennen

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Datum: 23. August 2011
Uhrzeit: 16:55 Uhr
Leserecho: 3 Kommentare
Autor: Redaktion
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Der venezolanische Präsident Hugo Chávez wird in Libyen nur eine Regierung unter seinem Freund und Verbündeten Muammar Gaddafi anerkennen. Dies gab der an Krebs erkrankte bolivarische Führer am Dienstag in Caracas bekannt. „Wir anerkennen nur eine Regierung, die von Muammar Gaddafi geführt wird“, erklärte Chávez während einer Kabinettssitzung. „Wir stehen vor dem imperialistischen Wahnsinn. Dies ist eine neue Strategie der Imperialisten im Kampf gegen die Völker“, fügte er hinzu. In Venezuela spekulierten einige Medien erneut, dass Gaddafi Asyl in dem südamerikanischen Land suchen und sein Beduinenzelt vor dem Miraflores Palast aufstellen könnte.

Nach erbitterten Kämpfen haben die Aufständischen am Dienstag die schwer befestigte Residenz Muammar al-Gaddafis erstürmt. Hunderte von Kämpfern und Bewohner drangen am Nachmittag auf das etwa sechs Quadratkilometer große Gelände der Anlage Bab al-Asisija im Zentrum der Stadt vor, durchsuchten die Bunkeranlagen nach dem Diktator und feierten spontan ihren Sieg über den Despoten.

Der kolumbianische Präsident Juan Manuel Santos gab am Montagabend (22.) bekannt, dass seine Regierung den Nationalen Übergangsrat (National Transitional Council) als erstes Land in Lateinamerika akzeptieren wird. Kolumbien unterstützt im Gegensatz zum Nachbarstaat Venezuela die UN-Resolutionen des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen. “Das libysche Volk verdient ein System, welches die Menschenrechte als Grundfreiheit respektiert.

Der brasilianische Außenminister Antonio Patriota sprach nach Angaben aus Regierungskreisen mit Führern der Afrikanischen Union und der Arabischen Liga über die Intensivierung der Belagerung des libyschen Diktatoren Muammar Gaddafi. Der Sprecher des Außenministeriums teilte mit, dass die Regierung berate und die Ergebnisse analysieren werde. “Brasilien beobachtet aufmerksam die Bestrebungen des libyschen Volkes und setzt sich für eine politische Lösung ein, welche den Frieden und die Menschenrechte in diesem Land bewahrt”, so der Sprecher des Ministeriums.

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  1. 1
    la luna

    tzzz….Hugo, dass interessiert höchstens den berühmten Sack Reis in China !

  2. 2
    Silvia W

    Vorsicht!!!–
    —– Wenn demnachst Beduinenzelte aufgestellt werden,anstatt Sozialwohnungen gebaut ,kann man davon ausgehen,dass die Bruderschaft kontinental uebergreifende Ausmaße angenommen hat!!

  3. 3
    Pandora

    DAS war doch „so klar – wie Kloßbrühe“ …. !!

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