Chilenischer Konsul in Venezuela entführt

Datum: 15. November 2011
Uhrzeit: 16:37 Uhr
Leserecho: 2 Kommentare
Autor: Redaktion
Autor folgen:
Sprachkurs Spanisch (Südamerika)
► Land versinkt im Sumpf der Gewalt

Das chilenische Außenministerium hat am Dienstag (15.) bestätigt, dass der Konsul Juan Carlos Fernández in der venezolanischen Hauptstadt Caracas entführt und geschlagen wurde. Die Regierung in Santiago de Chile verurteilte das Verbrechen und forderte eine vollständige Aufklärung der Tat.

„Unser Konsul ist am Freitag (11.) in Caracas entführt, bedroht und geschlagen worden. Nach zwei Stunden setzten ihn seine Entführer auf einer öffentlichen Straße aus. Fernández wurde in einem Krankenhaus behandelt und konnte erst am Sonntag (13.) entlassen werden. Die venezolanische Regierung wurde umgehend informiert, wir fordern die vollständige Aufklärung der Tat und verlangen die Bestrafung der Verantwortlichen“, lautete die offizielle Note des chilenischen Außenministeriums.

Das von Hugo Chávez regierte Venezuela versinkt in einem Sumpf der Gewalt. Laut dem Nationalen Institut für Statistik (INE) wurden zwischen Juli 2008 und Juli 2009 mehr als 16.000 Personen entführt. “Seit dem Jahr 1999 hat die Verbrechensrate in Venezuela um 470% zugenommen”, erklärte Kriminologe Fermín Mármol García.

Nach seinen Worten werden viele der Entführten bereits nach kurzer Zeit wieder freigelassen. Ihre Angehörigen zahlten ein Lösegeld und verzichteten aus Furcht vor Repressalien auf eine Anzeige. “Aufmerksamkeit erregt höchstens die Entführung eines Baseballstars. Dies kann die Regierung nicht vertuschen und muss das Verbrechen eingestehen”, so García.

Anzeige
wandere aus, solange es noch geht

P.S.: Sind Sie bei Facebook? Dann werden Sie jetzt Fan von agência latinapress! Oder abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter und lassen sich täglich aktuell per Email informieren!

© 2009 - 2016 agência latinapress News & Media. Alle Rechte vorbehalten. Sämtliche Inhalte dieser Webseite sind urheberrechtlich geschützt. Vervielfältigung und Verbreitung nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung von IAP gestattet. Namentlich gekennzeichnete Artikel und Leser- berichte geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Für Einsendungen und Rückmeldungen bitte das Kontaktformular verwenden.

Dies könnte Sie auch interessieren

Kommentarbereich

Hinweis: Dieser Kommentarbereich ist moderiert. Leser haben hier die Möglichkeit, Ihre Meinung zum entsprechenden Artikel abzugeben. Dieser Bereich ist nicht dafür gedacht, andere Personen zu beschimpfen oder zu beleidigen, seiner Wut Ausdruck zu verleihen oder ausschliesslich Links zu Videos, Sozialen Netzwerken und anderen Nachrichtenquellen zu posten. In solchen Fällen behalten wir uns das Recht vor, den Kommentar zu moderieren, zu löschen oder ggf. erst gar nicht zu veröffentlichen.
  1. 1
    Martin Bauer

    Was sagt denn Hugo Chávez dazu?

    Ich bin sicher, wäre es der bolivianische Botschafter gewesen, hätte er sich schon längst zu Wort gemeldet und die Schuld der CIA gegeben.

    Als die Wohnräume seines Botschafters im Rahmen des Bürgerkriegs in Libyen durchsucht wurden, wetterte er unflätig von einem barbarischen Verstoss gegen das Völkerrecht. Dabei wurde dem Botschaftspersonal kein Haar gekrümmt. Wo bleibt denn das Völkerrecht, wenn es um nicht sozialistisches Botschaftspersonal in Venezuela geht?

  2. 2
    Heinz

    Diese Meldung vermisse ich bei den linken Schmiergazetten. Verständlich, passt sie doch so gar nicht in das Lügengebilde der querfinanzierten Geblendeten.

Diese News ist älter als 14 Tage und kann nicht mehr kommentiert werden!