Deutschland will Sitz des „Grünen Klimafonds“ nach Bonn holen

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Datum: 21. März 2012
Uhrzeit: 08:28 Uhr
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Autor: Redaktion
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► Zentraler neuer Baustein in der Architektur der internationalen Klimafinanzierung

Das Bundeskabinett hat am Mittwoch (21.) die Kandidatur Deutschlands als Sitzstaat des „Green Climate Fund“ (GCF) beschlossen. Sitz des Fonds soll die Bundesstadt Bonn werden. Ziel des Fonds ist es, Entwicklungsländern Finanzmittel zur Verfügung zu stellen, um ihre Volkswirtschaften klimafreundlich umzugestalten und sich an die nicht vermeidbaren Folgen des Klimawandels anzupassen.

Dr. Norbert Röttgen, Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, unterstreicht die besondere Bedeutung des Fonds. Nach seinen Worten wird der Grüne Klimafonds ein zentraler neuer Baustein in der Architektur der internationalen Klimafinanzierung werden. „Für uns geht es darum, dass der Fonds baldmöglichst in einem Umfeld angesiedelt ist, in dem er wirkungsvoll und effizient arbeiten kann. Der Standort Bonn mit seinen sehr guten Bedingungen bietet sich dafür an“, so Röttgen.

Dirk Niebel, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung betonte, dass Deutschland der zweitgrößte Klimafinanzierer weltweit sei. „Wir haben sowohl durch unser starkes finanzielles wie auch durch unser inhaltliches Engagement im nationalen und internationalen Klimaschutz unter Beweis gestellt, dass wir ein verantwortungswürdiger und verlässlicher Partner sind. Der Standort Bonn bietet ein internationales Umfeld und die Vernetzung mit bereits jetzt vielen Organisationen, die im Umwelt- und Klimabereich tätig sind. Der Green Climate Fund findet so ideale Bedingungen für seine Arbeit.“

Eingerichtet auf der Klimakonferenz 2010 im mexikanischen Cancún wurde der Fonds auf der Klimakonferenz in Durban im Dezember 2011 operationalisiert. Der „Grüne Klimafonds“ , soll den armen Ländern beim Klimaschutz helfen. Er wird einen substantiellen Teil der Klimafinanzierung umsetzen, die bis 2020 auf jährlich 100 Milliarden US-Dollar anwachsen soll.

Durch die Kandidatur, die von Dr. Norbert Röttgen und Dirk Niebel gemeinsam vorangetrieben wird, wird Deutschlands Vorreiterrolle im Bereich Klimaschutz unterstrichen. Zudem wird mit einer erfolgreichen Ansiedlung des rund 300 Mitarbeiter starken GCF-Sekretariats der VN-Standort Bonn deutlich aufgewertet. Die Entscheidung über den Sitz wird Ende 2012 von der 18. Vertragsstaatenkonferenz der Klimarahmenkonvention (UNFCCC) in Katar getroffen.

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