Venezuela: 47,2% der Bürger mit dem Bau des sozialistischen Modells einverstanden

chav

Datum: 18. Juni 2012
Uhrzeit: 09:02 Uhr
Leserecho: 13 Kommentare
Autor: Redaktion
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► Baumeister des Sozialismus des 21. Jahrhunderts

Laut der jüngsten Studie des Meinungsforschungsinstituts „Consultores 30-11“ sind 47,2% der Bürger/innen Venezuelas mit dem Bau des sozialistischen Modells von Präsident Hugo Chávez einverstanden. An der Umfrage vom 12.-14. Juni nahmen laut Angaben von Politikprofessor und Direktor Germán Campos 3.850 Befragte teil. Eine weitere aktuelle Umfrage ergab, dass bei den am 7. Oktober stattfindenden Präsidentschaftswahlen 57,8% der Venezolaner für das Staatsoberhaupt stimmen würden, für Herausforderer Henrique Capriles nur 29,7% der Befragten.

In Lateinamerika gibt es seit 1970 in mehreren Staaten Versuche, einen demokratischen Sozialismus aufzubauen. Sie unterschieden sich von Fidel Castros Politik in Kuba, der sich nach seiner erfolgreichen Revolution 1959 außenpolitisch und ideologisch an die Sowjetunion angelehnt und innenpolitisch gegen die Zielvorstellungen der meisten Intellektuellen und Führungskader eine Planwirtschaft und ein Einparteiensystem durchgesetzt hatte.

Hugo Chávez verfolgt in Venezuela gegenwärtig eine ähnliche Politik wie die Sandinisten in Nicaragua, die er als Bolivarismus bezeichnet. Chávez stützte sich dabei auch auf die Theorie des Sozialismus des 21. Jahrhunderts seines ehemaligen Beraters Heinz Dieterich, die die marxistische Werttheorie mit Basisdemokratie verbindet. Dieterich distanzierte sich 2008 von Chávez, weil dieser sich bevorzugt mit Ja-Sagern umgebe und die politische Debatte scheue.

Der bolivarische Führer gab in den letzten Monaten mehrfach bekannt, dass das sozialistische Modell die einzige Lösung für die sozialen und ökologischen Probleme auf dem Planeten sei. Laut dem bolivarischen Führer zeigen die menschlichen Dramen, welche in den letzten Monaten durch sintflutartige Unwetter verursacht wurden, die dringende Notwendigkeit dieses System zu implementieren.

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  1. 1
    deutschvenezolano

    …que ladilla, natuerlich, 47.2%! hahahahaha wo will hugo denn diese bevoelkerungsmasse hernehmen? rechnen konnte er ja wohl bekanntlich noch nie. (wie in einigen peinlichen fernsehsendungen zu sehen)

  2. 2
    La Luna

    jajajajaja….und ich kenne zum glück „nur“ die anderen 52,8% ;-)

  3. 3
    Annaconda

    De verdad que ladilla!Bis wann werden diese als Umfragen verkleidete Regierungspropaganda auch in der deutschsprachigen Presse veröffentlicht.Es ist schon nicht mehr erträglich hier im Land, die Bombardierung der öffentlichen Sender in Radio und Fernsehen zu jeder Stunde des Tages.Könnte die internationale Presse bitte diese psychologische Kriegsführung ignorieren und uns damit verschonen….Danke im vorraus!Der Wunsch ist wohl hier eher der Vater des Gedankens,denn die Realität.

  4. 4
    Boris

    Die lohnabhängig Beschäftigten werden also endlich ihren gerechten Lohn einfordern, der nicht in den Taschen der Kapitalisten landet? Bravo! Aber dazu muss man die Eigentumsverhältnisse ändern.

    • 4.1
      escéptico

      deswegen rennen ja auch die Staatsbediensteten ihren gerechten Lohn hinterher
      und von welchen Kapitalisten reden sie eigentlich?

    • 4.2
      Martin Bauer

      Die Protagonisten Regierung brauchen ihren gerechten Lohn nicht einzufordern. Den kriegen sie auch so. Dauert nicht mehr lange.

      Bereits sein einem Dreivierteljahr sieht man keine Rothemden mehr auf der Strasse (ausser die bei offiziellen Anlässen herbei gekarrten), und abends in Lokalen schon gar nicht. Ebenso sind alle Chavista Grossmäuler verschwunden, die nach der 3. Flaschen Whisky mitten ins Restaurant gepinkelt haben, anstatt auf Klo zu gehen. Sind die schon in Kuba?

  5. 5
    Peter Kraus

    „das sozialistische Modell die einzige Lösung für die sozialen und ökologischen Probleme auf dem Planeten sei“ ……da hab ich mir aber einiges anders vorgestellt. Chance verpasst, wie in vielen Ländern dieser Erde und da nehm ich China Nordkorea und Kuba nicht aus. Aber!!!!! wo führt uns den unser Kapitalismus hin? Direkt in ein handlungsunfähiges System, in welchen es ähnlich vieler Latino-Staaten nur ein paar Reiche, denen alles gehört und eine große Mehrheit an unsagbar armer Leute, welche nicht mehr in der Lage sind den Konsum anzukurbeln und Arbeitsplätze im Klein-und-Mittelgewerbe zu schaffen. Wie das enden wird? in ein Blutbad, denn wozu wird so viel Geld ins Militär investiert? Syrien und auch die Oktoberrevolution vor einiger Zeit lassen grüßen.

    • 5.1
      Boris

      Kuba hat in der Reihe, der asiatischen Länder nicht zu suchen. Laos, Sri Lanka und Vietnam.

    • 5.2
      Annaconda

      hallo…in Venezuela gibt es kein sozialitisches Modell,man hat nur die Oberschicht ausgetauscht..und von ökologisch ausgerichteter Politik ist man Lichtjahre entfernt.Alles nur reine Theorie, viele schöne Gesetze,welche keiner umsetzt.Populistische Renditen Politik mehr nicht!Leider die Chancen und Bedingungen waren gegeben etwas Besseres zu machen.

    • 5.3
      peterweber

      Da schlimmste was sich die Venezolaner antun können ist, einem Möchtegerne-Gross weiter zu glauben und auf das Wunder ser Sozialismus zu warten.
      Sozialismus hies bisher für Chavez und die seinen nur Enteignung, Rechtsunsicherheit, Missachtung der Menschenrechte und Mord und Totschlag an allen Ecken und Enden.

      Wenn Sozialismus heisst, dass man andere Leute aus ihren Heimen und Häuser verjagt und die Immobilien duch sogenannt Arme (Arbeitsfaule) in Besitz nehmen lässt, kann wohl ein jder anständige Mensch auf diese Art Sozialismus scheissen.

      So geschen auch mit dem Hotel eines Freundes in der Nähe von Caracas.
      Man verstaatlichte sein Hotel ohne ein Gespräch über Entschädigung. Prozessieren zwecklos und Schweineteuer.
      Heute ca. 5 Jahre danach sind die Obdachlosen wieder weg und das was übrig blieb ist eine von einem Nachtwächter bewachte Bau-Ruine…
      “ Ausgeschlachtet – Beraubt – Zerstört “

      Ist das Sozialismus ?

      • 5.3.1
        Martin Bauer

        Ja, das ist Sozialismus. In anderer Form hat er sich noch nie gezeigt.

  6. 6
    Der Bettler

    Die größten Kapitalisten sind Chavez,sein Clan und hohe Regierungsbeamte,die genau in sein Horn blasen.Wer mehrere Milliarden von Dollar im Ausland auf Banken liegen hat ist definitiv ein Kapitalist.
    Oder sehe ich das jetzt falsch?

    • 6.1
      Annaconda

      Nein das sehen sie nicht falsch! Der Staat hat längst alles Kapital unter Kontrolle, cash und im Sinne von Karl Marx(Fast die ganze Basisindustrie ist in Hand des Staates).Kein sozilistisches Modell ,Populismus und bestenfalls Staatskapitalismus.Man kann es nicht oft genug widerholen, damit die „ausländischen“ Foristen es vielleicht eines Tages verstehen.Alicia (Hugo) im Wunderland existiert nicht!Aus dem Traum wurde ein Albtraum!

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