Venezuela könnte von der Krise in Paraguay profitieren

Datum: 28. Juni 2012
Uhrzeit: 19:37 Uhr
Leserecho: 2 Kommentare
Autor: Redaktion
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► Hindernis zum Beitritt in den Mercosur beseitigt

Venezuela könnte von der aktuellen Krise in Paraguay profitieren. Die Einbindung des sozialistischen Staates als Vollmitglied in den Wirtschaftsverband Mercosur wurde in der Vergangenheit stets von Paraguay verhindert. Vor allem die rechtsgerichtete Opposition als grösste Partei im paraguayischen Kongress übt regelmäßig Kritik an der Politik des venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez und wirft ihm Missachtung der Demokratie vor.

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Am Freitag (29.) treffen sich die Staatschefs der Mitgliedstaaten und assoziierten Staaten des Mercosur im argentinischen Mendoza, um über die politischen Krise in Paraguay zu beraten. Am 21. Juni hatte die paraguayische Abgeordnetenkammer eine Amtsenthebungsklage gegen Präsident Fernando Lugo eingereicht, welche der Senat nur einen Tag später mit 39:4 Stimmen zustimmte.

Sollte Paraguay zeitweilig oder dauerhaft aus dem Wirtschaftsverbund ausgeschlossen werden, wäre für Venezuela das einzige Hindernis zum Beitritt in die Organisation beseitigt. „Venezuela hat sich in den letzten Jahren zu einem quasi-demokratischen Staat entwickelt. Präsident Hugo Chávez hat die absolute Macht im Land übernommen, die Vereinigte Sozialistische Partei (PSUV) steuert alleine die Außen-und Innenpolitik des Landes“, erklärt Senator Alfredo Dominguez Stroessner, Enkel des verstorbenen Diktators Alfredo Stroessner Matiauda und Vorsitzender des Flügels „Bewegung für den nationalen Wiederaufbau der Republikaner“ der rechtskonservativen Partei Partido Colorado.

Laut Stroessner wäre die Colorado-Partei bereit, ihre Position in Bezug auf die venezolanische Regierung nach den Ergebnissen der am 7. Oktober stattfindenden Wahlen zu überprüfen. „Auch wenn Chávez die Präsidentschaftswahl gewinnen sollte und wir eine Veränderung in seiner Haltung feststellen, würden wir unsere Haltung vielleicht überdenken“.

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  1. 1
    Martin Bauer

    Freundliche Worte von Stroessner! Aber er glaubt wohl selber nicht an die Möglichkeit, dass ein Blutegel seine Haltung gegenüber dem Blutsaugen ändert.

  2. 2
    hans

    welche krise? das leben hier verlaeuft so normal wie eh und jeh. kommen sie mal zu uns unds schauen sie sich mal um. es geht hier wesentlich normaler, demokratischer und vor allem humaner vor sich als in d. von krise kann, trotz der quertreibereien vieler staaten, die sich im lande des wassrs gern die haende wachen wuerden, im auftrage der usa. welch ein nirnloses gequatsche!

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