Fussball-WM 2014: mehr als 100.000 Bewerber für Freiwilligenprogamm

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Datum: 01. September 2012
Uhrzeit: 12:20 Uhr
Ressorts: Brasilien, Sport
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Dietmar Lang
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► Frauen stellen fast die Hälfte der Bewerbungen aus 126 Ländern

Das Freiwilligenprogramm der FIFA für die Fussball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien schlägt alle Rekorde. Nach letzten Informationen haben sich mittlerweile mehr als 100.000 Menschen beim Weltfussballverband und dem lokalen Organisationskomitee COL beworben. Die Verantwortlichen suchen rund 15.000 Volunteers für das Fussball-Spektakel in gut zwei Jahren, für den bereits im kommenden Jahr stattfindenden Konföderationenpokal werden weitere 7.000 freiwillige Helfer benötigt.

Die Zahl der Bewerber liegt damit deutlich höher als bei den vergangenen Weltmeisterschaften. Bei der WM 2006 in Deutschland hatten sich nur 48.000 Fussballfans eingeschrieben, vier Jahre später in Südafrika waren es 70.000 gewesen. Auch die Erwartungen des COL wurden damit übertroffen. Zuletzt war mit maximal 90.000 Bewerbungen gerechnet worden. Die FIFA will die Möglichkeit einer Einschreibung noch mindestens bis zum 4. September aufrecht erhalten, danach soll eine weitere Statistik veröffentlicht werden.

Nach den vorläufigen Daten haben sich bislang Fans aus über 126 Ländern für einen der begehrten Volunteer-Plätze beworben, zudem sind Frauen mit 47 Prozent überraschend stark vertreten. Die Mehrzahl der Bewerber kommt erwartungsgemäss aus Brasilien. Sämtliche Volunteers müssen vor Turnierbeginn volljährig sein, ihre Anreise und Unterkunft selbst bezahlen und im Fall der Fussball-WM 2014 bereit sein, an 20 aufeinanderfolgenden Tagen jeweils zehn Stunden zu arbeiten. Eine Bezahlung erfolgt nicht, lediglich Verpflegung und ein Fahrtkostenzuschuss werden gewährt. Zudem wird die Uniform gestellt.

„Wir sind glücklich über die Beteiligung der Brasilianer beim Freiwilligenprogramm“ hatte sich zuletzt COL-Mitglied und Fussball-Star Ronaldo gefreut. Die Beteiligung von Freiwilligen bei der Organisation des Megaevents sei „sehr wichtig“, zeigte sich zudem der ehemalige brasilianische Weltklassestürmer Bebeto überzeugt. Der Weltmeister von 1994, der inzwischen als Abgeordneter im Parlament des Bundesstaates Rio de Janeiro sitzt, war erst vor wenigen Monaten ebenfalls ins Organisationskomitee berufen worden.

In den kommenden Wochen soll nach Planungen der FIFA das erste Auswahlverfahren mit Gruppen- und Einzelgesprächen beginnen. Auf jeden Freiwilligenplatz kommen damit derzeit rund sieben Bewerber. Die Schulungen für den Confed-Cup 2013 in Brasilien beginnen im Dezember.

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